In der Nacht zum 8. Juni erschütterte eine Serie starker Explosionen das besetzte Mariupol. Laut OSINT-Kanälen und Informationen von Petros Andruschenko wurden Einschläge im gesamten Stadtgebiet registriert. Die Epizentren der Angriffe waren der Bereich des Dramatheaters, der Linksefer-Ufer-Distrikt und die Hafenzone.
Angriff auf die Energieinfrastruktur
Hauptziel des Anschlags war ein Umspannwerk. Nach dem Treffer im Bereich des Objekts brach ein Großbrand aus. Videos vom Tatort verbreiteten sich bereits während des Angriffs im Internet. Die PVO der Besatzung versuchte, Drohnen abzuschießen; im Stadtgebiet waren mobile Feuerkampfgruppen im Einsatz.
Risiken für die Zivilbevölkerung
Die Lage in der Stadt bleibt angespannt. Es liegen Berichte vor, dass die PVO der Besatzung eine der Drohnen über einem Wohnhaus abgeschossen hat. Dies schafft zusätzliche Risiken für die Bevölkerung in den besetzten Gebieten.
Lage in anderen Regionen
Explosionen wurden in der Nacht nicht nur in Mariupol registriert. Auch im besetzten Altschewsk in der Region Luhansk wird von Angriffen mit Kampfdrohnen berichtet. Angriffe auf die Energieinfrastruktur besetzter Gebiete sind Teil einer umfassenderen Kampagne.
Kontext der Großangriffe
Ende Mai berichtete Reuters, dass praktisch alle größten Raffinerien in Zentralrussland infolge massiver Angriffe ukrainischer Drohnen die Kraftstoffproduktion vollständig eingestellt oder erheblich reduziert haben. In der Nacht zum 3. Juni griffen die Verteidigungskräfte Schiffe und Infrastrukturziele im Hafen von Kronstadt in der russischen Region Leningrad an.