Am Freitag, dem 31. Juli 2026, färbte sich der Himmel über Kalifornien in beunruhigende Töne. Auf dem Gelände einer der wichtigsten Luftwaffenbasen des US-Marinekorps, der „Miramar“ (MCAS Miramar), ereignete sich eine schwere Flugzeugkatastrophe. Im Feuer ging ein modernster Kampfflugzeug der fünften Generation, der F-35B Lightning II, unter, der Opfer eines kritischen Defekts wurde.
Der Vorfall, der vom Pentagon als schwerwiegender Unfall der Kategorie „Class A“ eingestuft wurde, ereignete sich gegen 10:00 Uhr Ortszeit. Das Flugzeug, das zur 11. Fluggruppe des 3. Marinefliegergeschwaders gehörte, führte einen Landeanflug durch, als eine fatale Panne an Bord auftrat. Der Pilot beschloss, das beschädigte Flugzeug auf einen unbewohnten Bereich der Basis östlich der Start- und Landebahnen zu lenken – im Bereich der Kreuzung der Kirn-Villa- und Johnson-Straße – und katapultierte sich.
Augenzeugen auf der nahegelegenen Autobahn I-15 wurden Zeugen eines plötzlichen Funkens, dem eine mächtige Explosion folgte. Eine dichte Säule schwarzen Rauchs, die sich in den Himmel erhob, war in den meisten Stadtteilen von San Diego sichtbar. Feuerwehrmannschaften der Basis Miramar arbeiteten zusammen mit den zivilen Rettungsdienzen, um einen Brand trockenen Grases auf einer Fläche von etwa zwei Acres zu bekämpfen, der durch auslaufendes Flugzeugtreibstoff ausgelöst wurde.
Glücklicherweise konnte sich der Pilot rechtzeitig katapultieren und wurde von den Rettungsdiensten schnell evakuiert. Vertreter des 3. Marinefliegergeschwaders bestätigten, dass der Pilot unter der Aufsicht militärischer Ärzte steht und sein Leben nicht in Gefahr ist.
Schlag für das Budget: Der Preis des Fehlers
Die Katastrophe hat einen enormen finanziellen Schlag gegen das Verteidigungsbudget der USA bedeutet. Das verlorene Flugzeug war eine F-35B-Variante – eine Version mit Kurzstart und senkrechter Landung, die vom Marinekorps eingesetzt wird. Dies ist die technisch anspruchsvollste Variante der Familie, ausgestattet mit einem Rolls-Royce-Liftfan.
Die Kosten für eine F-35-Einheit variieren je nach Variante und dem Umfang der Wartungsverträge. Nach Angaben von Militär-Analysten wird die Netto-Kosten des in Miramar verbrannten Flugzeugs auf einen Bereich zwischen 82,5 Millionen und 109 Millionen US-Dollar geschätzt. Zum Vergleich kostet die Basisvariante F-35A etwa 82,5 Millionen US-Dollar, während die komplexeren Varianten F-35B und die trägergestützte F-35C den Pentagon jeweils etwa 100 bis 109 Millionen US-Dollar kosten.
Zweiter Vorfall innerhalb von zwei Tagen
Der Unfall in Miramar löste eine harte Reaktion im Ausschuss für Streitkräfte des Repräsentantenhauses der USA aus. Die Situation wird dadurch verschärft, dass dies bereits der zweite Absturz eines Flugzeugs dieser Familie im Bundesstaat Kalifornien innerhalb der letzten 48 Stunden war. Am Vortag stürzte ein ähnlicher F-35-Kampfflugzeug in der Nähe der Marinestützpunkt „Lemoore“ (NAS Lemoore) ab, wobei auch dort der Pilot überlebte.
Vertreter des Pentagons haben bereits die Bildung einer speziellen Untersuchungskommission zur Ermittlung der Unfallursachen angekündigt. In Fachkreisen werden Forderungen laut, bestimmte Serien von F-35 vorübergehend vom Flugbetrieb auszusetzen. Experten empfehlen eine sorgfältige Überprüfung der Treibstoffsysteme und der aktualisierten Software der Pratt & Whitney-Triebwerke, angesichts der enormen Belastung der Luftwaffe durch den anhaltenden Konflikt der USA im Nahen Osten.