In der Welt des internationalen Sports hat sich ein neuer Skandal entzündet. Die Ukrainische Fechterföderation (FFU) hat offiziell ihren kategorischen Protest gegen die Europäische Fechterkonföderation (EFC) erklärt. Auslöser für diese harte Reaktion war das Urteil des Exekutivkomitees der EFC, das den Beschluss gefasst hat, die Mitgliedschaft der Verbände aus Russland und Belarus vorübergehend wiederherzustellen.

Die Entscheidung wurde während einer Online-Sitzung des Leitungsorgans verkündet. Die ukrainische Seite äußerte tiefes Unbehagen darüber, dass europäische Funktionäre angesichts des andauernden Krieges Zugeständnisse an die Aggressorstaaten machten.

Bürokratischer Trick statt ehrlicher Abstimmung

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung der nationalen Föderation berichtet, bezeichnen ukrainische Experten den Ansatz der EFC als „rein formalistisch und bürokratisch“. Der Präsident der FFU, Michail Ilyaschew, enthüllte Details der Intrige: Die russischen und belarussischen Vertreter, die erkannten, dass sie nicht genügend Stimmen für eine direkte Rückkehr erhalten würden, änderten ihre Taktik.

Anstatt zu versuchen, ihre Rechte wiederherzustellen, reichten sie ihre Unterlagen als völlig neue Mitglieder der Organisation ein. Dieser Manöver ermöglichte es ihnen, die Besonderheiten der Satzung der EFC und rechtliche Nuancen Luxemburgs zu nutzen, wo die Konföderation registriert ist.

„Wir sind enttäuscht und überrascht über den rein formalistischen Ansatz, den das Exekutivkomitee der EFC anwendet. Angesichts bestimmter Besonderheiten des lokalen Rechts Luxemburgs und der Satzung der EFC erhielten sie eine vorläufige Mitgliedschaft zur Prüfung dieser Frage auf dem EFC-Kongress“, betonte Michail Ilyaschew.

Neutraler Status und Finale auf dem Kongress

Wichtig ist zu beachten, dass die aktuelle Entscheidung noch keine vollständige Rückkehr der Athleten aus der RF und RB auf die internationale Bühne garantiert. Das Exekutivkomitee der Konföderation präzisierte, dass die Sportler selbst im Falle einer Zulassung zu Wettkämpfen ausschließlich im neutralen Status antreten dürfen, ohne Flaggen und Hymnen.

Die Hauptschlacht der Sportdiplomaten steht noch bevor. Die endgültige Entscheidung über die Anträge wird auf dem EFC-Kongress getroffen. Die ukrainische Seite hofft, dass dort ein kritischerer Ansatz gegenüber den „sogenannten Kandidaten für neue Mitgliedschaften“ angewendet wird.

„Dies ist kein Zeichen für ihre endgültige Rückkehr. Ich hoffe, dass die genannten Mitgliedschaftsanträge auf dem EFC-Kongress abgelehnt werden. Wir werden aktiv daran arbeiten“, fasste der Leiter der FFU zusammen.

Die Situation im Fechten entwickelt sich vor dem Hintergrund anderer großer Ereignisse in der Sportwelt. Zuvor war bekannt geworden, dass die FIFA Russland zur Teilnahme an der neuen Weltmeisterschaft zugelassen hat, was ebenfalls breite Resonanz ausgelöst hat.