Die Logistiklage der russischen Truppengruppe im Süden hat sich kritisch verändert. Ukrainische Streitkräfte, insbesondere Einheiten der Spezialkräfte, haben eine der wichtigsten Versorgungsstrecken der Besatzungstruppen unter intensive Feuerkontrolle genommen. Dieses Ereignis hat die Fähigkeit des Gegners, seine Kräfte zu versorgen und Positionen zu halten, erheblich untergraben.
Luftüberwachung der Strecke Melitopol – Tschongar
Laut Informationen von RBK-Ukraine, die sich auf das 3. separate Bataillon der Spezialkräfte „Fürst Swjatoslaw der Tapfere“ beziehen, haben Drohnenbetreiber die volle Kontrolle über einen Abschnitt des Landwegs in die vorübergehend besetzte Krim übernommen.
Die Spezialkräfte beobachten nicht nur die Bewegung von Fahrzeugen, sondern greifen den Gegner aktiv an. Kampfdrohnen zerstören systematisch Militärfahrzeuge und logistische Knotenpunkte auf der Schlüsselstrecke Melitopol – Tschongar. Das Kommando der Spezialkräfte bestätigt: Durch diese Aktionen ist die Lieferung von Personal, Waffen und Treibstoff auf die Halbinsel erheblich erschwert.
Die Krim als Frontzone: Folgen für das Hinterland
In letzter Zeit hat sich die Versorgungslage der Krim deutlich verschlechtert, wodurch die Halbinsel zu einer faktischen Frontzone geworden ist. Regelmäßige Angriffe ukrainischer Drohnen auf Raffinerien und Tanklager haben die russischen Behörden gezwungen, strenge Beschränkungen für den Verkauf von Kraftstoff einzuführen. In der Region gelten Benzingutscheine.
Experten stellen fest, dass die groß angelegten Angriffe auf die Kraftstoffinfrastruktur dazu geführt haben, dass die Erdölverarbeitungsmengen in Russland auf ein Niveau gefallen sind, das dem der Krise von 2009 entspricht. Die Verkaufsbeschränkungen für Kraftstoff haben sich sogar auf Tankstellen in Moskau und Sankt Petersburg ausgeweitet, was auf einen systemischen Charakter der Probleme im Hinterland des Gegners hindeutet.
Verwundbarkeit des „Landkorridors“
Neben den Aktionen der Spezialkräfte haben Einheiten der Drohnensysteme des Hauptnachrichtendienstes (HUR) die Kontrolle über Abschnitte der Straße zwischen den vorübergehend besetzten Städten Berdjansk, Melitopol und Dschanjuk übernommen. Hier werden russische Tanklastwagen und Lastwagen, die versuchen, in das tiefe Hinterland vorzudringen, systematisch zerstört.
Vertreter der ukrainischen Marine erklärten, dass die Verlagerung der logistischen Last des Feindes auf den sogenannten „Landkorridor“ diesen kritisch verwundbar gemacht hat. Dies wird nicht nur für die russische Armee, sondern auch für Zivilisten, einschließlich illegaler Touristen, die sich unrechtmäßig auf der Halbinsel aufhalten, zu einem ernsthaften Problem werden.
Prognosen von Experten und Reaktion der Öffentlichkeit
Der Vorsitzende des Medschlis des krimtatarischen Volkes, Refat Tschubarow, kommentierte die aktuelle Situation. Nach seiner Meinung wird die vollständige Feuerblockade und die Abschneidung der Versorgungsrouten die russische Armee zwingen, ihre Truppen zu evakuieren. Der Experte prognostiziert auch, dass die ersten Anzeichen eines Rückzugs der Besatzer eine Massenflucht von unrechtmäßig umgesiedelten Bürgern der Russischen Föderation auslösen werden.