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title: "Finnland übt Schiffsbeschlagnahmung in der Ostsee: Küstenwache nennt solche Manöver „neue Normalität“"
description: "Finnland hat im Ostmeer die Manöver MARSEC EU 26 durchgeführt und dabei die Beschlagnahmung und Durchsuchung eines Schiffes zum Schutz der Unterwasserinfrastruktur geübt. Das Kommando nannte solche Trainings die „neue Normalität“."
date: 2026-09-17T23:10:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/finnland-man-ver-marsec-eu-26-ostsee-schiffsbeschlagnahmung
tags: [finland, baltic-sea, marsec-eu-26, undersea-cables, naval-exercises, hybrid-threats]
publisher: "XAB.info"
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# Finnland übt Schiffsbeschlagnahmung in der Ostsee: Küstenwache nennt solche Manöver „neue Normalität“

![Finnische Küstenwachenschiffe und ein Hubschrauber während von Schiffsbeschlagnahmungsübungen in der Ostsee](https://xab.info/media/2026/09/19/finlandiya-ucheniya-marsec-eu-26-baltika-zahvat-sudna/finlandiya-ucheniya-marsec-eu-26-baltika-zahvat-sudna-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Finnland hat vom 15. bis 17. September die praktische Phase der Manöver MARSEC EU 26 mit Beschlagnahmung und Durchsuchung eines Schiffes durchgeführt.
- Küstenwache, Polizei und Streitkräfte stiegen von einem Hubschrauber an Bord und übernahmen die Kontrolle über die Besatzung.
- Der Kommandeur der Küstenwache, Ilja Iljin, nannte solche Manöver angesichts der Vorfälle mit der Unterwasserinfrastruktur die „neue Normalität“.
- Die Beteiligung Russlands an den Vorfällen in der Ostsee wurde nicht bewiesen, Moskau bestreitet seine Beteiligung.

Finnland hat im Ostmeer umfassende Manöver durchgeführt, bei denen Mitarbeiter der Küstenwache, der Polizei und der Streitkräfte die Beschlagnahmung und Durchsuchung eines Schiffes übten. Ziel der Übung war es, die Bereitschaft des Staates zu prüfen, auf mögliche Schäden an kritischer Unterwasserinfrastruktur und auf verdächtige Aktivitäten in der Seegemeinde zu reagieren. Laut Berichten des Mediums stieg das Personal in der praktischen Phase von einem Hubschrauber an Bord des Schiffes, übernahm die Kontrolle über die Besatzung und durchsuchte die Räumlichkeiten.

### Wie verliefen die Manöver MARSEC EU 26

Die praktische Phase der Manöver MARSEC EU 26 fand vom 15. bis 17. September in Finnland statt. Dabei wurde die Reaktion auf einen Vorfall mit einem verdächtigen Schiff in der Nähe von Unterwasserinfrastruktur geübt, einschließlich der Boarding-Operation, der Durchsuchung und der Sicherung der Kontrolle über das Schiff. Organisator war die Finnische Grenzpolizei gemeinsam mit anderen Ländern und EU-Strukturen. Im Mittelpunkt stand der Schutz von Unterseekabeln und Pipelines sowie die Reaktion auf potenzielle hybride Bedrohungen.

### „Neue Normalität“ für die finnischen Sicherheitskräfte

Der Kommandeur der Küstenwache, Ilja Iljin, erklärte, dass solche Manöver eine „neue Normalität“ für Finnland darstellen. Seinen Worten zufolge habe es in den letzten zwei bis drei Jahren mehrere Vorfälle im Ostmeer gegeben, die mit der Beschädigung kritischer Unterwasserinfrastruktur zusammenhängen, und das Land müsse darauf vorbereitet sein, dass der nächste Vorfall jederzeit eintreten könne. Vertreter der finnischen Sicherheitskräfte wiesen darauf hin, dass insbesondere eine plötzliche Änderung der Geschwindigkeit oder des Kurses eines Schiffes beim Überqueren von Unterseekabeln Verdacht erregen könne.

### Verschärfung der Grenzkontrolle

Parallel zu den Manövern arbeitet Finnland daran, die Fähigkeiten der Grenzpolizei zur Überprüfung verdächtiger Schiffe und flaggenloser Schiffe sowie unbemannter Unterwasserfahrzeuge zu stärken. Diese Richtung wird als Teil einer umfassenderen Vorbereitung auf hybride Bedrohungen in der Ostseeregion betrachtet, in der in den letzten Jahren die Besorgnis über Schäden an Kabeln, Gasleitungen und anderer kritischer Infrastruktur gestiegen ist.

### Widersprüchliche Daten

Um die Vorfälle in der Ostsee bleibt ein widersprüchliches Bild bestehen. Auf der einen Seite schreiben mehrere Länder der Region und die finnischen Behörden die Schäden an der Unterwasserinfrastruktur gezielten Sabotageakten zu; zuvor wurde über die Beschädigung eines Unterseekabels in den territorialen Gewässern Lettlands berichtet, und ein Vertreter eines der baltischen Staaten erklärte, dass russische Streitkräfte und Geheimdienste Angriffe auf Infrastruktur in Russland, den baltischen Staaten und Polen mit Hilfe ukrainischer Drohnen planen könnten. Auf der anderen Seite wurde die Beteiligung Russlands an all diesen Vorfällen nicht bewiesen, und Moskau bestreitet seine Beteiligung. Somit bleiben öffentliche Anschuldigungen und das Fehlen bestätigter Beweisverbindungen parallele, aber nicht zusammenfallende Erzählstränge.

In jedem Fall zeigen die praktischen Manöver im Ostmeer, dass finnische und europäische Strukturen den Schutz der Unterwasserinfrastruktur aus dem Bereich hypothetischer Szenarien in den Bereich der regelmäßigen operativen Vorbereitung verlagern.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wachsende Sabotagegefahr Russlands im Ostmeer: Finnland bereitet Sicherheitskräfte vor](https://www.rbc.ua/ukr/news/baltiyskomu-mori-zrostae-zagroza-diversiy-1789685988.html) - Источник подтверждает проведение учений, захват/обыск судна, даты 15–17 сентября (MARSEC EU 26) и цитату командующего береговой охраной. Заявления о диверсиях РФ и атаках с дронами переданы как сообщения сторон; доказательная база по причастности отсутствует, Москва отрицает причастность.

## ❓ FAQ

### Q: Welche Manöver hat Finnland im Ostmeer durchgeführt?
**A:** Finnland hat die praktische Phase der Manöver MARSEC EU 26 (15.–17. September) durchgeführt, bei der die Reaktion auf ein verdächtiges Schiff in der Nähe von Unterwasserinfrastruktur geübt wurde: Boarding, Durchsuchung und Kontrolle über das Schiff.

### Q: Wer nahm an der Beschlagnahmung des Schiffes während der Manöver teil?
**A:** An den Manövern nahmen Mitarbeiter der Küstenwache, der Polizei und der Streitkräfte Finnlands teil; das Personal stieg von einem Hubschrauber an Bord des Schiffes.

### Q: Warum verstärkt Finnland die Vorbereitung auf solche Vorfälle?
**A:** Laut dem Kommandeur der Küstenwache, Ilja Iljin, habe es in den letzten zwei bis drei Jahren mehrere Vorfälle in der Ostsee mit der Beschädigung kritischer Unterwasserinfrastruktur gegeben, daher bereitet sich das Land auf mögliche neue Fälle vor.

### Q: Ist die Beteiligung Russlands an den Schäden an der Unterwasserinfrastruktur bewiesen?
**A:** Nein, die Beteiligung Russlands an all diesen Vorfällen wurde nicht bewiesen, und Moskau bestreitet seine Beteiligung; öffentliche Anschuldigungen und das Fehlen von Beweisen bleiben widersprüchliche Erzählstränge.