Die Fiorentina aus Florenz vollzog einen radikalen personellen Richtungswechsel und verabschiedete sich vorzeitig von Cheftrainer Fabio Grosso. Wie Sport RBC.UA unter Berufung auf die offizielle Website des Vereins berichtet, hat die Vereinsführung der „Violen“ (Violetten) beschlossen, die Zusammenarbeit mit dem 48-jährigen italienischen Fachmann zu beenden, der 2006 mit der Nationalmannschaft den „Gold“-Titel bei der Weltmeisterschaft gewann. Grossos Vertrag war bis zum Sommer 2028 datiert, doch das Abkommen wurde lange vor Ablauf der Frist aufgelöst – nur wenige Monate nach seiner Ernennung.
Offizielle Entscheidung und Zeitrahmen
Der Verein bestätigte die Beendigung der Zusammenarbeit mit Grosso in einer offiziellen Erklärung. Laut Berichten war der Trainer etwa drei Monate im Amt, was der Formulierung „wenige Monate nach der Ernennung“ in den ursprünglichen Meldungen entspricht. Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund einer anhaltend negativen Entwicklung der Ergebnisse des Teams in der nationalen Meisterschaft, die der Führung keinen Spielraum ließ.
Vier Spiele und drei Niederlagen in der Serie A
Unter Grossos Führung bestritt die Fiorentina nur vier offizielle Spiele. Das einzige positive Ergebnis wurde im Coppa Italia erzielt, wo das Team gegen den Zweitligisten „Benevento“ mit 4:1 gewann. In der Serie A jedoch kassierten die „Violen“ drei Niederlagen in Folge: gegen „Roma“ (0:4), „Frosinone“ (0:3) und „Torino“ (1:2). In der Folge fiel der Verein auf den letzten Platz der italienischen Meisterschaftstabelle mit einer Gesamtbilanz von 1:9 Toren, was das Hauptargument für die Entlassung war.
Transfererwartungen gegen Realität
Im Sommertransferfenster stellte die Vereinsführung der Fiorentina rund 150 Millionen Euro für die Verstärkung des Kaders bereit und hoffte, mit dem Trainer um hohe Tabellenplätze zu kämpfen. Stattdessen fand sich das Team am Boden der Meisterschaft mit einer katastrophalen Tordifferenz wieder, was die Entscheidung zur Vertragsauflösung deutlich beschleunigte. Die Kluft zwischen den umfangreichen finanziellen Investitionen und den tatsächlichen Ergebnissen auf dem Platz bestimmte im Wesentlichen das Schicksal des Trainers vorweg.
Grossos Karriere und der erste Abgang der Saison
Grossos Entlassung war die erste unter allen Trainern in den Top-5 europäischen Ligen in der Saison 2026/27. Bevor er zur Fiorentina kam, hatte der Fachmann „Sassuolo“ trainiert und außerdem mit „Lyon“, „Verona“, „Brescia“ und der Jugendmannschaft von „Juventus“ gearbeitet. Damit verlor der Verein einen Trainer, der sowohl über die Spielererfahrung eines Weltmeisters als auch über jahrelange Trainererfahrung im italienischen und französischen Fußball verfügte.
Was kommt als Nächstes
Der Name des neuen Trainers der Fiorentina soll laut Berichten in Kürze bekannt gegeben werden. Der Verein muss nicht nur einen Nachfolger finden, sondern auch die Situation in der Tabelle stabilisieren, in der die Fiorentina mit einer Tordifferenz von 1:9 und drei Niederlagen in drei Spielen der Serie A in einer äußerst verletzlichen Position ist. Die kommenden Spieltage werden zeigen, ob es dem Team unter der Führung des neuen Trainers gelingt, aus der Krise zu kommen.