In der Nacht vom 11. September trafen Kräfte der ukrainischen Verteidigung das Unternehmen „Wolgogradpromproekt“ in Wolgograd mit FP-5-„Flamingo“-Kursraketen. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf den Telegram-Kanal des Unternehmens Fire Point berichtet, wurde ein Treffer der Raketen auf das Ziel registriert, in dessen Folge auf dem Gelände des Unternehmens ein Feuer ausbrach. Der Angriff war Teil einer Serie nächtlicher Schläge gegen Objekte auf russischem Territorium.

Ziel des Schlags: sanktioniertes Werk

Laut Angaben der Konfliktparteien unterliegt das LLC „Wolgogradpromproekt“ US-Sanktionen wegen seiner Arbeit für den russischen militärisch-industriellen Komplex. Fire Point betonte, dass nach ihrer Einschätzung gerade die ukrainischen Sanktionen am effektivsten waren, und der Schlag gegen das Unternehmen wird in diesem Kontext betrachtet. Auf in offenen Quellen veröffentlichten Fotos ist das Gebäude des Unternehmens mit der Aufschrift „WOLGOGRADPROMPROJEKT“ zu sehen.

Kontext der nächtlichen Schläge

In derselben Nacht griffen Drohnen den Chemieriesen „Azot“ („Uralchim“) in Beresniki in der Region Perm an – ein Unternehmen, das Ammoniak und Salpetersäure herstellt, die unter anderem zur Herstellung von Sprengstoffen verwendet werden. Auch Kaspijsk und Samara wurden getroffen: In Kaspijsk trafen Drohnen laut vorläufigen Angaben den Hafen, in Samara hörten Bewohner Explosionen und die Arbeit der Luftverteidigung. Wie RBC-Ukraine zuvor berichtete, griffen Drohnen auch Saratow an, wo nach den Schlägen eine Ölraffinerie und ein Lager des Marktplatzes OZON in Brand gerieten.

Widersprüchliche Daten

Die Versionen der Parteien nach den nächtlichen Schlägen weichen erheblich voneinander ab. Die ukrainische Seite (RBC-Ukraine, Fire Point) berichtet von einem bestätigten Treffer der „Flamingo“-Raketen auf das Werk „Wolgogradpromproekt“ und dem daraus entstandenen Feuer. Gleichzeitig zeichnet eine Reihe russischer Veröffentlichungen, insbesondere ein Beitrag auf news.mail.ru, das Gegenteil, indem sie von der „Zerstörung von NATO-Lagern und der „Flamingo“-Halle“ spricht, was einen Gegen-Narrativ darstellt, der von den ukrainischen Primärquellen nicht bestätigt wird. Das Ausmaß der tatsächlichen Schäden am Unternehmen in Wolgograd wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch unabhängige Daten nicht bestätigt.

Bewertung und Folgen

Der Schlag gegen „Wolgogradpromproekt“ fügt sich in die Logik der Angriffe auf sanktionierte Objekte des militärisch-industriellen Komplexes ein. Die Kombination aus Kursraketen und Drohnen in einer Nacht gegen mehrere Regionen – von der Region Perm bis zum Wolgagebiet – deutet auf einen verteilten Charakter der Operation hin. Endgültige Daten zu Schäden und Folgen der Brände werden erwartet, sobald Informationen von den Seiten eintrudeln.