Die Oblast Kyjiw war rund um die Uhr unter Beschuss: Nach dem ersten nächtlichen Schlag auf die Region folgten noch 28 weitere feindliche Angriffe. Laut Angaben der Rettungskräfte heulte die Luftalarm-Sirene in der Oblast seit der Nacht 11-mal, die Gesamtdauer überstieg 14 Stunden. Vor diesem Hintergrund setzen die Rettungseinheiten die Bekämpfung großflächiger Brände fort und arbeiten unter ständiger Bedrohung durch neue Beschuss.

Arbeit an der Grenze der Möglichkeiten

In einer Erklärung der Rettungsdienste wird betont, dass die Beseitigung der Folgen russischer Beschuss für die Feuerwehr zu einer „Prüfung an der Grenze der menschlichen Möglichkeiten“ geworden ist. Die Feuerwehrleute sind gezwungen, das Löschen jedes Mal zu unterbrechen und auf einen sicheren Abstand zurückzugehen, sobald die Gefahr eines Folgeangriffs besteht. Trotz der ständigen gezielten Bedrohung und – laut Angaben zum Zeitpunkt der Erklärung – 13 Folgeangriffen kehren die Einheiten zur Arbeit zurück und setzen den Kampf gegen das Feuer fort.

Angriffe auf die Logistik und Brände an drei Orten

In der Nacht führten russische Truppen einen massiven Schlag gegen die Logistikinfrastruktur der Oblast Kyjiw aus. Infolgedessen wurden Verteilzentren der Handelsketten „Fora“, „Dom Ihruшек“ und Comfy beschädigt oder zerstört. Derzeit wird an gleich drei Orten an Lagergebäuden gelöscht, die infolge wiederholter Beschuss brennen. Laut Berichten mehrerer ukrainischer Medien hat das Feuer nicht nur die Lager, sondern auch angrenzende Häuser und Waldflächen erfasst, was die Arbeit der Feuerwehr erschwert und den Einsatz zusätzlicher Kräfte erfordert.

Tote in Charkiw und Umfang des Tagesangriffs

Gegen Mittag griff ein russisches Drohnenflugzeug einen Hypermarkt im Osowa-Bezirk von Charkiw an. Laut vorliegenden Angaben kam bei dem Schlag eine Person ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Die Luftstreitkräfte der Ukraine teilten mit, dass die Russen seit 07:00 Uhr rund 140 Angriffsdrohnen gegen die Ukraine starteten, von denen über 100 raketenangetrieben waren. Dies deutet auf einen kombinierten Charakter des Tagesangriffs hin, der Drohnen und andere Waffensysteme kombiniert.

Widersprüchliche Angaben

Die Angaben zu den Folgen des Schlags auf die Oblast Kyjiw weichen in verschiedenen Quellen voneinander ab. Der ursprüngliche Text (RBC-Ukraine) betont den Schlag gegen die Logistikinfrastruktur und die Verteilzentren, ohne die Zahl der Todesopfer in der Oblast anzugeben. Gleichzeitig berichtet die Ausgabe glavred.info über den Einsatz ballistischer Waffensysteme gegen Kyjiw und die Oblast mit drei Toten, während focus.ua von einem kombinierten Schlag und auf einer Bahnplattform in Browary festgestellten Folgen mit zahlreichen Opfern schreibt. Somit stimmen der Charakter des Ziels (Lager/Logistik gegenüber Bahnplattform) und die Zahl der Todesopfer in der Oblast Kyjiw in den öffentlichen Quellen nicht überein und erfordern eine zusätzliche Verifizierung.

Bilanz des Tages

Die Gesamtheit der Daten zeigt, dass die Oblast Kyjiw und Charkiw einer der längsten Luftalarme der letzten Tage ausgesetzt waren – über 14 Stunden ohne Unterbrechung für tatsächliche Sicherheit. Die Hauptaufgabe der Rettungskräfte bleibt die Eindämmung der Brände an Lagern und Wohnobjekten bei aufrechterhaltenem Risiko von Folgeangriffen. Die endgültigen Zahlen zu Zerstörungen und Verletzten werden nach Abschluss des Löschens und der Aufräumarbeiten an den Trümmern präzisiert.