Ukrainische Streitkräfte haben einen weiteren Sieg im Himmel über der Oblast Kursk verzeichnet. Diesmal wurde die seltene russische Aufklärungs- und Kampfdrohne «Forpost-R» getroffen. Ihr Abschuss und ihre Zerstörung wurden durch die präzise Arbeit der Piloten der Drohnenstreitkräfte ermöglicht.
Eine seltene Zielscheibe am Himmel
Laut dem Befehlshaber der Drohnenstreitkräfte Robert «Madjar» Brovdi ereignete sich der Vorfall am 27. Juli. Die russische Drohne wurde über dem Gebiet der Oblast Kursk entdeckt und abgeschossen. Dieses Ereignis weckte besonderes Interesse bei Militäranalysten, da die «Forpost-R» nicht nur ein Aufklärungsgerät, sondern eine schwere Kampfflugplattform ist.
Die Drohne ist in der Lage, gelenkte Luftbomben KAB-20 mit Laserzielsystem an Bord zu tragen. Dies macht sie zu einer ernsthaften Bedrohung für Bodenziele, die hochpräzise Schläge ausführen kann. Doch diesmal lag die Initiative bei den ukrainischen Operatoren.
Operation «Topota»
Die Abfangjagd wurde von Piloten des 7. Bataillons «Topota» durchgeführt, das Teil der 414. separaten Brigade «Ptahy Madjara» ist. Für die Ausführung der Aufgabe wurde die ukrainische Drohne «Chaklun-KM» eingesetzt. Der Kampf entfaltete sich in großer Höhe – 4300 Meter. Dank dessen konnte die «Chaklun» die «Forpost-R» treffen, ohne ihr zu ermöglichen, ihr Kampfpotenzial zu entfalten.
Robert Brovdi beschrieb die abgeschossene Drohne als «poliert» und kostspielig. Nach seinen Worten ist dies erst der sechste bestätigte Fall der Zerstörung einer Drohne dieses Typs seit Beginn des großangelegten Krieges. Für die 414. Brigade «Ptahy Madjara» ist dies bereits der zweite Sieg über die «Forpost-R». Den ersten ähnlichen Erfolg verbuchten die Kämpfer bereits im April 2025.
Kontext der Kampfhandlungen
Die Zerstörung der russischen Drohne war Teil einer Serie aktiver Aktionen der ukrainischen Streitkräfte in diesem Zeitraum. In der Nacht zum 26. Juli, einen Tag vor dem Abschuss der «Forpost-R», führten Kämpfer des Drohnenabteilung des Hauptnachrichtendienstes (HUR) eine Operation im vorübergehend besetzten Krim durch.
Ziel war der russische Flugabwehrraketensystem S-400 «Triumf». Laut Angaben des HUR wurde infolge des Treffers eine Starteinrichtung des Systems sowie die Radaranlage 96L6 zerstört, die für die Entdeckung von Luftzielen verantwortlich ist. Diese Ereignisse demonstrieren die hohe Effektivität des ukrainischen Drohnenkriegs sowohl in der Luft als auch am Boden.