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title: "Frankreich: TikTok-Blogger wegen „Spritzen-Pranks“ zu 6 Monaten Haft verurteilt"
description: "In Frankreich wurde der 27-jährige TikToker Ilan M. zu 12 Monaten Haft verurteilt, weil er Passanten mit einer leeren Spritze erschreckt hatte. Er muss sechs Monate im Gefängnis verbringen, die restlichen sechs Monate sind zur Bewährung ausgesetzt."
date: 2026-10-20T00:22:41.461Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/frankreich-tiktok-blogger-wegen-spritzen-pranks-verurteilt
tags: [france, paris, tiktok, prank, syringe, court-verdict]
author: "Roman V."
publisher: "XAB.info"
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# Frankreich: TikTok-Blogger wegen „Spritzen-Pranks“ zu 6 Monaten Haft verurteilt

![TikTok-Blogger simuliert während eines Pranks einen Spritzenstich bei einem Passanten in Paris](https://xab.info/media/2026/10/20/francii-tiktok-blogera-osudili-za-shpritsyevye-pranki/francii-tiktok-blogera-osudili-za-shpritsyevye-pranki-1.webp)

## Kernpunkte

- Der TikToker Ilan M. (Amin Mojito) wurde wegen Gewalt mit einer Waffe schuldig gesprochen und zu 12 Monaten Haft verurteilt (6 davon zur Bewährung).
- Es gab keine echten Einstiche – die Schutzkappe wurde nicht entfernt, dennoch wies die Staatsanwaltschaft auf die psychischen Folgen für die Opfer hin.
- Der Blogger gab an, Streiche aus Spanien und Portugal nachgeahmt zu haben, und zeigte sich vor Gericht reumütig.

In Frankreich wurde ein 27-jähriger TikTok-Blogger, bekannt unter dem Pseudonym Amin Mojito (bürgerlicher Name Ilan M.), verurteilt, weil er auf den Straßen von Paris Passanten durch vorgetäuschte Spritzenangriffe in Angst versetzt hatte. Das Gericht befand ihn der „Gewalt unter Verwendung eines Gegenstands als Waffe, die nicht zur Arbeitsunfähigkeit führte“ für schuldig und verhängte eine 12-monatige Haftstrafe: Sechs Monate muss er im Gefängnis verbringen, weitere sechs Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt. Videos mit solchen „Einstichen“ kursierten zuvor in sozialen Netzwerken und lösten landesweit Empörung aus.

### Wie der „Spritzen-Prank“ ablief

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ereigneten sich die Vorfälle in einer Zeit, in der die Angst vor realen Angriffen mit Spritzen in der Bevölkerung stark zugenommen hatte. Der Blogger näherte sich zufälligen Passanten und tat so, als würde er sie spritzen. Wie die Anklage bestätigte, wurde tatsächlich niemand gestochen: Ilan M. hatte die Schutzkappe der Spritze nicht entfernt. Dennoch argumentierte die Staatsanwaltschaft, dass diese Handlungen unabhängig von der Absicht eine Atmosphäre der Angst schufen und das Gefühl einer Bedrohung durch Fremde provozierten.

### Anklage und Verteidigung

Vor Gericht versuchte Ilan M., seine Handlungen damit zu rechtfertigen, dass er niemandem schaden wollte und lediglich Streiche nachahmte, die er in Videos aus anderen Ländern, darunter Spanien und Portugal, gesehen hatte. „Ich hatte die schreckliche Idee, solche Scherze zu wiederholen und das nachzuahmen, was ich im Internet gesehen habe... Ich dachte nicht, dass dies Menschen schaden könnte. Das war mein Fehler – ich habe nicht an andere gedacht, ich habe nur an mich gedacht“, erklärte er. Die Verteidigung bat um Milde, während die Staatsanwaltschaft betonte, dass diese „Scherze“ bei mehreren Opfern schwere psychische Traumata verursacht hätten, von denen einige medizinische Untersuchungen in Anspruch nahmen. Ein Betroffener beschrieb das Gefühl, infiziert worden zu sein, als „Albtraum“.

### Urteilsverkündung

Der Richter kam zu dem Schluss, dass die Handlungen des Bloggers zur Verunsicherung der Gesellschaft beigetragen haben, und verurteilte ihn zu 12 Monaten Haft, davon sechs Monate zur Bewährung. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der offiziellen Polizeianzeigen gegen ihn laut Aktenlage gering war. Das Gericht entschied jedoch, dass solche „Unterhaltungsaktionen“, die das Sicherheitsgefühl der Menschen gefährden, nicht einfach als Social-Media-Content abgetan werden können.

### Kontext: Warum der Fall für Aufsehen sorgte

Der Fall stieß vor dem Hintergrund einer tief sitzenden Angst vor Spritzenangriffen auf große Resonanz, da selbst die Simulation eines Einstichs als reale Gesundheitsbedrohung wahrgenommen wird. Der Fall Amin Mojito wurde zu einem mahnenden Beispiel dafür, wie Streiche, die nur für Aufmerksamkeit und Follower gemacht werden, strafrechtliche Konsequenzen und echte psychische Traumata nach sich ziehen können.

## Faktencheck und Quellen

- [В Париже блогера приговорили к тюремному заключению за запугивание людей шприцем – Zamin.uz, 19.10.2026](https://zamin.uz/ru/mir/224921-v-parizhe-blogera-prigovorili-k-tyuremnomu-zaklyucheniyu-za-zapugivanie-lyudey-shpritsem.html) - Die Quelle enthält alle Fakten: Pseudonym und Name des Bloggers, die Anklage, das Strafmaß (12 Monate, 6 Bewährung), den Verzicht auf echte Stiche (Kappe drauf), Aussagen und den Kontext der öffentlichen Angst.

## Häufige Fragen

### Wie hoch ist das Strafmaß?

12 Monate Freiheitsstrafe: sechs Monate im Gefängnis und sechs Monate zur Bewährung.

### Hat er Menschen wirklich gestochen?

Nein. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Schutzkappe der Spritze nicht abgenommen wurde und keine echten Stiche stattfanden.

### Wegen welches Delikts wurde er verurteilt?

Wegen der Anklage auf 'Gewalt unter Verwendung eines Gegenstands als Waffe, die nicht zur Arbeitsunfähigkeit führte'.