Die französische Nationalmannschaft hat sich offiziell als zweite Mannschaft für das Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. In einem harten Kampf im Achtelfinale gelang es Didier Deschamps' Mannschaft, den Widerstand Paraguays zu brechen, die am Vortag sensationell Deutschland aus dem Turnier geworfen hatte.
Taktisches Duell und Kampf auf dem Platz
Das Spiel entwickelte sich von den ersten Minuten an nach dem Szenario der Favoriten. Die Franzosen übernahmen selbstbewusst die Initiative, kontrollierten den Ball und versuchten, ihren Vorteil zu nutzen. Deschamps' Schützlinge erarbeiteten regelmäßig Eckstöße und übten starken Druck auf das gegnerische Strafraum aus. Die Paraguayer zeigten jedoch eisernes Disziplin, bauten eine höchst organisierte Abwehr auf und verließen ihre eigene Hälfte kaum.
Trotz der Fülle an Chancen ließ die Treffsicherheit der Franzosen zu wünschen übrig. Versuche von Manu Kone, Adrien Rabiot und Ousmane Dembélé blieben ohne Erfolg, und in kritischen Situationen glänzte der Torwart Orlando Gil. In der zweiten Hälfte verstärkte sich der Druck der Europäer noch, doch die Südamerikaner hielten die Abwehr, selbst nachdem sie durch Verletzungen die Führungsspieler Omar Alderete und Julio Enciso verloren hatten.
Der entscheidende Elfmeter und der historische Moment
Der Wendepunkt kam in der 69. Minute des Spiels. Désiré Doué legte einen mutigen Sprint in den Strafraum, wo Diego Gómez gegen ihn verstoß. Der Schiedsrichter ignorierte den Vorfall zunächst, änderte seine Entscheidung aber nach Intervention der Videoassistenten (VAR) und einer persönlichen Überprüfung und wies auf den Elfmeterpunkt.
Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft, Kylian Mbappé, trat zum Ball an. Er überlistete den Torwart kühn und erzielte das einzige Tor des Spiels – 1:0. Nach dem Gegentor versuchten die Paraguayer einen Gegenangriff zu organisieren, doch die „Bleus“ behielten bis zum Abpfiff die Kontrolle über das Spiel.
Mbappé im Wettlauf um Rekorde
Dieses Tor war für den französischen Stürmer bereits das siebte bei der laufenden Weltmeisterschaft. Dank dieses Ergebnisses hat Mbappé den Argentinier Lionel Messi an der Spitze der Torschützenliste des Turniers eingeholt. Darüber hinaus brachten ihn 19 Tore bei Weltmeisterschaften in die Nähe des absoluten historischen Rekords von Messi, der bei 20 Toren liegt.
Nach dem Spiel fasste Mbappé das Spiel emotional zusammen und hob die Bereitschaft des Teams für schwierige Bedingungen hervor: „Wir wissen, wie man hässlichen Fußball spielt. Sie dachten, wir kämen in Smoking, aber wir waren bereit. Selbst in so einem Spiel waren wir besser als sie“.
Viertelfinale: Frankreich gegen Marokko
Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft trifft die französische Nationalmannschaft auf die Mannschaft Marokkos, die in ihrem Achtelfinalspiel Kanada mit 3:0 souverän besiegt hatte. Das Spiel um den Einzug ins Halbfinale ist für den 9. Juli geplant und beginnt um 23:00 Uhr nach Kiewer Zeit.