---
title: "Fujifilm vervielfacht Magnetbandproduktion für KI-Nachfrage: 10 Mrd. Yen für Werk in Odawara"
description: "Fujifilm wird 10 Milliarden Yen in die Modernisierung des Werks in Odawara investieren, um die Produktion von Magnetbändern mit Kapazitäten von bis zu 100 TB vor dem Hintergrund der explosionsartig wachsenden KI-Nachfrage zu verfünffachen."
date: 2026-10-28T15:35:24.630Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/fujifilm-vervielfacht-magnetbandproduktion-ki-nachfrage
tags: [fujifilm, magnetic-tape, data-storage, artificial-intelligence, japan, data-center]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
---

# Fujifilm vervielfacht Magnetbandproduktion für KI-Nachfrage: 10 Mrd. Yen für Werk in Odawara

![Vier farbige Fujifilm-Magnetbandkassetten vor einem leuchtend gelben Hintergrund](https://xab.info/media/2026/10/28/fujifilm-pyatikratno-narashchivaet-vypusk-magnitnyh-lent-pod-sp-ot-ii/fujifilm-pyatikratno-narashchivaet-vypusk-magnitnyh-lent-pod-sp-ot-ii-1.webp)

## Kernpunkte

- Fujifilm verfünffacht die Kapazitäten zur Magnetbandproduktion — die größte Investition in das Segment seit 20 Jahren
- Im Geschäftsjahr 2028 investiert das Unternehmen 10 Milliarden Yen (63,3 Mio. USD) in das Upgrade des Werks in Odawara
- Zielkapazität der neuen Bänder liegt bei bis zu 100 TB pro Medium
- Bis 2030 wird das globale Datenvolumen 718 Zettabyte erreichen, viermal so viel wie 2024
- Japanische Unternehmen (Toray, Teijin, Dowa Holdings) kontrollieren Schlüsselelemente der Band-Lieferkette

Die japanische Körperschaft Fujifilm beabsichtigt, ihre Produktionskapazitäten für Magnetbänder zu verfünffachen, um die wachsende Nachfrage zu decken, die durch die Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz angetrieben wird, berichtet das Magazin Nikkei Asian Review. Nach Einschätzung des Unternehmens wird dies die größte Investition in das Segment der magnetischen Datenträger in den letzten 20 Jahren sein. Im Laufe des Geschäftsjahres 2028 wird Fujifilm 10 Milliarden Yen (ca. 63,3 Millionen US-Dollar) in die Modernisierung seines eigenen Werks in Odawara bei Tokio investieren. Der Großteil der Mittel soll in die Ausweitung der Produktion fortschrittlicher Magnetbänder fließen, die bis zu 100 TB Daten auf einem Medium speichern können.

### Vom Rundfunk zum KI-'Cold'-Storage

Fujifilms Geschichte mit Magnetbändern reicht bis ins Jahr 1954 zurück, als das Unternehmen mit der Forschung auf diesem Gebiet zunächst für den Bedarf von Rundfunkgeräten und später für die Ton- und Videoaufnahme begann. Heute erleben Bandmedien eine neue Welle der Relevanz: Der KI-Boom hat zu einem explosiven Wachstum von Datenmengen geführt, die eine langfristige Speicherung erfordern. Prognosen zufolge wird das weltweite Volumen generierter Daten bis 2030 718 Zettabyte erreichen (1 Zettabyte entspricht 1 Milliarde TB), was dem Vierfachen des Wertes von 2024 entspricht. Genau auf dieses wachsende 'Cold'-Segment setzt Fujifilm.

### Warum Bänder im Langzeitspeicher-Segment gewinnen

Magnetbänder werden von Rechenzentrumsbetreibern, Finanzinstituten und Forschungseinrichtungen häufig für Backups und Archivierungen genutzt. Ihr Hauptvorteil ist die Möglichkeit der langfristigen Informationsspeicherung ohne Verbindung zu globalen Netzwerkressourcen, wodurch Daten vor Cyberangriffen, versehentlichem Verlust oder unbefugter Änderung geschützt werden. Während schnelle SSDs und kapazitive HDDs insgesamt die dominierenden Medien bleiben, übertreffen Magnetbänder Festplatten in Bezug auf Haltbarkeit und Gesamtbetriebskosten und erweisen sich für die 'kalte' Speicherung als billiger und umweltfreundlicher. Ultrium-Bandgenerationen sind bereits auf dem Markt: von 45-TB-Modellen, die gemeinsam mit HPE hergestellt wurden, bis hin zu Formaten mit höherer Kapazität, und auch Cloud-Dienste bieten Band-Storage an.

### Japanische Lieferkette und Brancheneffekt

Japanische Unternehmen nehmen in allen Phasen der Magnetband-Lieferkette starke Positionen ein: Toray Industries und Teijin produzieren die Basisfolie, während Materialien für die magnetische Beschichtung unter anderem von Dowa Holdings hergestellt werden. Der KI-Boom veranlasst eine Vielzahl japanischer Hersteller von Datenspeicherprodukten, ihre Investitionen in die Branche zu erhöhen, wodurch die Modernisierung von Fujifilm zu einem Teil eines größeren nationalen Trends zur Stärkung der Positionen im Segment der langfristigen Datenspeicherung wird.

## Faktencheck und Quellen

- [Fujifilm запланировала крупнейшее за 20 лет расширение производства магнитных лент](https://servernews.ru/1150560) - Investitionsvolumen (10 Milliarden Yen / 63,3 Mio. USD), Verfünffachung der Kapazitäten, 100 TB Zielkapazität, Prognose von 718 ZB bis 2030, Rolle japanischer Zulieferer (Toray, Teijin, Dowa Holdings) und HPE-Kooperation bei 45-TB-Bändern bestätigt.

## Häufige Fragen

### Wie viel investiert Fujifilm in den Ausbau der Magnetbandproduktion?

Im Laufe des Geschäftsjahres 2028 stellt das Unternehmen 10 Milliarden Yen (ca. 63,3 Mio. USD) für die Modernisierung des Werks in Odawara bei Tokio bereit.

### Welche Kapazität werden die neuen Magnetbänder haben?

Fortschrittliche Bänder, deren Produktion ausgebaut werden soll, können bis zu 100 TB Daten pro Medium speichern.

### Warum wächst die Nachfrage nach Magnetbändern?

Die Entwicklung von KI führt zu einem explosiven Wachstum von Datenmengen, die eine langfristige ('kalte') Speicherung erfordern; bis 2030 wird das globale Datenvolumen voraussichtlich 718 Zettabyte erreichen.

### Warum sind Magnetbänder besser als SSDs und HDDs?

Bänder punkten bei Haltbarkeit und Kosten, sind für die 'kalte' Speicherung billiger und umweltfreundlicher als HDDs und ermöglichen eine Offline-Speicherung zum Schutz vor Cyberangriffen und Datenverlust.