Der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht Tyson Fury veröffentlichte am 8. September 2026 in seinem persönlichen Instagram ein Plakat für ein mögliches drittes Duell gegen Alexander Usyk. Der britische Boxer erklärte, dass die Verhandlungen über eine neue Begegnung bereits begonnen hätten, und nannte das bevorstehende Aufeinandertreffen „den letzten Tanz zweier Krieger des modernen Boxens“. Laut Sport RBC.UA erschien das Plakat vor dem Hintergrund von Drohungen, dass der für November 2026 geplante Kampf Fury gegen Anthony Joshua gescheitert sei.
Die Antwort Usyks: ein knappes Video
Der ukrainische Boxer ließ die Ankündigung nicht unbeachtet. Als Reaktion auf Frys Veröffentlichung veröffentlichte Usyk ein kurzes Video, in dem er knapp erklärte, dass er bereits „auf Fury zugehe“. Die Nachricht wurde über das Social-Media-Konto Usyk. The Cat. Oleksandr (@usykaa) verbreitet. Offiziell wurde der dritte Kampf zwischen den Boxern jedoch noch nicht angekündigt: Das neue Plakat des Briten war erneut ein Signal für seinen Wunsch, genau gegen den Ukrainer in den Ring zu steigen, konkrete Daten, Bedingungen und Promoter-Verträge existieren derzeit jedoch nicht.
Der Grund: Scheitern der Verhandlungen zum Kampf gegen Joshua
Die Idee einer Fury–Usyk-Trilogie entstand aufgrund der Schwierigkeiten bei der Organisation des Duells zwischen dem Briten und Anthony Joshua, das für November 2026 geplant war. Trotz der Unterzeichnung von Vereinbarungen mit der saudischen Promoter-Firma Sela konnten die Parteien die finanziellen Bedingungen und den Austragungsort nicht vereinbaren. Für zusätzliche Spannung sorgt die Tatsache, dass Joshua seine Vorbereitung auf seine letzten Kämpfe im Lager von Usyk und in Zusammenarbeit mit dessen Team absolvierte, was die gegenseitigen Interessen der Boxer noch verwickelter macht.
Widersprüchliche Angaben
Gleichzeitig mit Frys Ankündigung und Usyks Antwort erschien im Medienraum eine Veröffentlichung von Obozrevatel.com mit einer Schlagzeile, die darauf hindeutet, dass Usyk von einem Kampf „abgesagt“ habe und „sicherlich nicht gegen“ einen bestimmten Gegner antreten werde, nachdem er die Titelgürtel abgegeben hatte. Diese Information erzeugt einen scheinbaren Widerspruch zum Narrativ der Bereitschaft des Ukrainers zu einem dritten Kampf gegen Fury. Im Text der Quelle wird jedoch nicht präzisiert, ob es sich um Fury oder um einen anderen potenziellen Gegner handelt. Die Version eines kategorischen Verzichts Usyks auf die Trilogie wird daher durch Primärquellen nicht bestätigt und kann sich auf einen anderen Verhandlungskontext beziehen. Die Tatsache der Veröffentlichung des Plakats durch Fury und des Video-Antwort von Usyk bleibt dabei dokumentiert.
Geschichte des Aufeinandertreffens
Zur Erinnerung: Usyk hatte Fury bereits zweimal per Punktzahl besiegt. Nach beiden Niederlagen erklärte der Brite jeweils das Ende seiner Profikarriere, kehrte jedoch in beiden Fällen bald in den großen Boxsport zurück. Zuvor hatte Usyks Lager bereits hart auf Frys Forderungen nach einer Trilogie reagiert, was den aktuellen Austausch von Veröffentlichungen in den sozialen Medien zu einem besonders bemerkenswerten Wandel in der Rhetorik beider Seiten macht.