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title: "Gazprom stürzt auf das Tiefststand von 2008: China friert „Sibirien-Kraft-2' ein, USA bereiten neue Sanktionen vor"
description: "Die Aktien von „Gazprom' stürzten auf den Tiefststand von 2008 ab, nachdem bekannt wurde, dass „Sibirien-Kraft-2' eingefroren wird. China fordert einen Gaspreis wie auf dem russischen Binnenmarkt, während die USA neue Sanktionen gegen russische Banken und die Zentralbank vorbereiten. 📉🇷🇺🇨🇳"
date: 2026-07-15T18:38:38.000Z
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tags: [gazprom, china, power-of-siberia-2, vladimir-putin, russia]
publisher: "XAB.info"
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# Gazprom stürzt auf das Tiefststand von 2008: China friert „Sibirien-Kraft-2' ein, USA bereiten neue Sanktionen vor

### Tatsächliche Pause in den Verhandlungen mit Peking

Die Aktien von „Gazprom' stürzten am Mittwoch auf den niedrigsten Stand der letzten 17 Jahre ab. Vor dem Hintergrund von Berichten über eine tatsächliche Pause in den Verhandlungen mit China über die Gaspipeline „Sibirien-Kraft-2' sanken die Kurse des Unternehmens an der Moskauer Börse auf 89,85 Rubel pro Aktie. Dies ist ein historischer Tiefststand seit 2008, und während des Tages verloren die Papiere mehr als 3 % ihres Wertes.

Ursache des Absturzes waren Berichte westlicher Medien, wonach Peking die Verhandlungen über eine neue Gaspipeline ausgesetzt hat. Genau dieses Projekt betrachtete der Kreml als Schlüsselinstrument, um den Verlust eines erheblichen Teils des europäischen Absatzmarktes auszugleichen.

### Chinesische Bedingungen: Preis des Binnenmarktes

Laut The Wall Street Journal gaben chinesische Beamte während des letzten Besuchs von Wladimir Putin in Peking eine harte Anweisung: Die Frage von „Sibirien-Kraft-2' dürfe nicht mehr aufgeworfen werden, solange Russland seine Bedingungen nicht ändert. Im Rahmen weiterer Konsultationen machte die chinesische Seite deutlich, dass sie dem Projekt nur zustimmen wird, wenn Gas zu einem Preis geliefert wird, der dem des russischen Binnenmarktes nahe kommt.

Bisher hatte Moskau gehofft, dass die neue Gaspipeline durch Mongolei es ermöglichen würde, einen Teil der Lieferungen, die zuvor nach Europa gingen, nach China umzuleiten. Die Verhandlungen gerieten jedoch aufgrund grundlegender Meinungsverschiedenheiten über den Preis und die Vertragsbedingungen ins Stocken.

### Verlust der Marktkapitalisierung und des europäischen Marktes

Die Situation an den Finanzmärkten für den Energiegiganten gestaltet sich kritisch. Im vergangenen Monat haben die Aktien von „Gazprom' um mehr als 20 % an Wert verloren. Seit Anfang Juli betrug der Rückgang etwa 11 %, seit Jahresbeginn etwa 27 %. Im Vergleich zu den Spitzenwerten im Herbst 2021 hat sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens fast um 80 % verringert.

Gegenwärtig beträgt der Börsenwert von „Gazprom' etwa 2,15 Billionen Rubel (28 Mrd. USD). Das ist um ein Vielfaches niedriger als der Wert von 1 Billion USD, den der Unternehmenschef Alexei Miller vor zwei Jahrzehnten erreichen wollte.

Die Probleme des Unternehmens werden durch den Verlust wichtiger europäischer Abnehmer verschärft. Der Export von „Gazprom' nach Europa ist auf das niedrigste Niveau seit Anfang der 1970er Jahre gesunken, bedingt durch die Reduzierung der Lieferungen infolge des Krieges Russlands gegen die Ukraine.

### Gefahr neuer US-Sanktionen

Auf dem russischen Markt nehmen auch neue Risiken seitens des Westens zu. US-Senatoren haben ein aktualisiertes Gesetz namens Sanctioning Russia Act 2026 vorgelegt. Das Dokument sieht die Möglichkeit vor, blockierende Sanktionen gegen Sberbank, VTB, Gazprombank und die Zentralbank Russlands einzuführen.