In der Oblast Chmelnyzkyj läuft weiterhin eine detaillierte Untersuchung der Umstände der Katastrophe eines Su-24M-Kampfjets, die am 16. Juni stattfand. Das Staatsbureau für Ermittlungen (GBR) hat bereits eine Reihe von Verhören durchgeführt und entscheidende Ergebnisse von Gutachten erhalten, die Licht auf den Zustand der Technik und die Besatzung vor dem Start werfen.
Technische Betriebsbereitschaft und dienstliche Dokumentation
Eine der ersten Fragen, die einer Klärung bedurften, betraf den technischen Zustand des Luftfahrzeugs. Die Ermittler stellten fest, dass das Flugzeug zum Zeitpunkt des Absturzes seinen zweiten Flug innerhalb von 24 Stunden durchführte. Trotz der hohen Belastung stellten die Experten keine Mängel am technischen Zustand der Maschine fest.
Laut dem Bericht des GBR wurde die gesamte erforderliche dienstliche Dokumentation streng gemäß den festgelegten Anforderungen erstellt. Dies schließt die Version aus, dass der Start mit einem defekten oder nicht geprüften Flugzeug durchgeführt wurde.
Identität der Besatzung und Widerlegung von Gerüchten
Im Rahmen der Ermittlungen haben die Ermittler auch die Version der Schleudersitz-Notlandung eines Besatzungsmitglieds geprüft. Das GBR erklärte offiziell, dass diese Information falsch ist. Beide Soldaten kamen bei der Katastrophe ums Leben.
Zur Bestätigung der Identität der Getöteten wurde eine DNA-Analyse durchgeführt. Die Testergebnisse bestätigten, dass sich in der Kabine Major Bohdan Zahorulko und Oberleutnant Alexander Babenko befanden. Ihre Identitäten wurden zweifelsfrei festgestellt.
Zustand der Piloten vor dem Start
Mitarbeiter des GBR führten Gespräche mit dem Kommando der Einheit, Kameraden und Familienangehörigen der Getöteten. Zeugen bestätigten, dass beide Soldaten am Vortag des Starts die obligatorische medizinische Untersuchung bestanden hatten. Zum Zeitpunkt der Untersuchung beklagten sie sich nicht über ihr Befinden und waren in guter Stimmung.
Kollegen charakterisieren die Getöteten als professionelle Soldaten, die im Kollektiv respektiert wurden. Bei den Befragungen wurden keine Probleme im Familienleben oder persönliche Konflikte festgestellt, die die Ausführung der Kampfaufgabe hätten beeinträchtigen können.
Details der Mission und weitere Schritte
Es wurde festgestellt, dass die Piloten eine Kampfaufgabe ausführten, jedoch werden Details der Operation aus Gründen der nationalen Sicherheit vorerst nicht offengelegt. Parallel zur Arbeit des GBR führt das Kommando der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine eine eigene dienstliche Untersuchung durch.
Nach Abschluss der internen Überprüfungen wird eine unabhängige flugtechnische Untersuchung durchgeführt, die endgültig die Ursachen und Umstände der Tragödie im Rajon Schepetiwka klären soll.