Die Lage im Hormusstreit hat sich drastisch verschärft. Am Dienstag, dem 7. Juli, antworteten die USA mit einer mächtigen Serie von Luftschlägen auf iranische Ziele entlang der Küste. Dies war die Reaktion Washingtons auf den Angriff iranischer Kräfte auf Handelsschiffe, die versuchten, eine von den USA und Oman genehmigte Route zu passieren.
Eskalation des Konflikts im Meerenge
Der unmittelbare Auslöser für die Gegenmaßnahmen war ein Angriff am Dienstagmorgen. Der Iran feuerte Drohnen und Schiffsabwehrraketen auf Schiffe ab, die der südlichen Route folgten. Laut amerikanischen Beamten wurden bei dem Angriff drei Schiffe getroffen.
Ein US-Sprecher bezeichnete die Aktionen des Irans als inakzeptabel und als eine harte Antwort wert. In der Nacht zum 8. Juli bestätigte das US-Zentralbefehlshaberamt den Beginn einer Serie starker Schläge. Zu den angegriffenen Zielen gehörten laut Medienberichten iranische Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen, Flugabwehrraketenkomplexe, Starteinrichtungen sowie Hafenanlagen.
Umfang der Operation und Sanktionsmaßnahmen
Quellen von Axios, die der Regierung nahe stehen, berichten, dass die neuen Schläge vier- bis fünffach umfangreicher und stärker waren als die Angriffe vor etwa 10 Tagen. Der Operationsplan wurde laut Quellen persönlich von US-Präsident Donald Trump genehmigt, während er sich auf dem NATO-Gipfel in der Türkei befand.
Parallel zu den militärischen Aktionen griff Washington wirtschaftliche Hebel an. Die USA hoben die Lizenz auf, die den Verkauf iranischen Öls erlaubte. Diese Entscheidung war eine direkte Antwort auf den Angriff in der Meerenge und wirkte sich sofort auf den Weltmarkt aus: Die Ölpreise schossen erneut in die Höhe.
Verhandlungen laufen weiter
Trotz der Eskalation bleibt der diplomatische Kanal offen. Ein US-Sprecher erklärte, dass das zuvor vereinbarte Waffenstillstandsregime weiterhin gilt. Washington beabsichtigt, die Verhandlungen mit Teheran fortzusetzen, um eine endgültige Einigung zu erzielen.
Zur Erinnerung: Mitte Juni schlossen die Parteien ein Rahmenabkommen, das das Waffenstillstandsabkommen verlängerte. Das Dokument ebnete den Weg für die Diskussion zentraler Fragen mit dem Ziel, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Vertrag über das Ende des Krieges abzuschließen. Die Warnungen des Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) jedoch, bereit zu sein, Schiffe anzugreifen, die die US-Route nutzen, zeigten, dass die Spannungen in der Region bestehen bleiben.