Im ukrainischen Bildungswesen stehen umfassende Änderungen bevor, die die materielle Anreizung von Lehrkräften betreffen. Anastasia Konovalova, die stellvertretende Ministerin für Bildung und Wissenschaft für frühkindliche Bildung, hat eine Gehaltserhöhung für Erzieherinnen um 20 % angekündigt, die ab dem 1. Januar 2027 eingeführt werden soll. Diese Entscheidung soll die Bemühungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bereich der frühkindlichen Erziehung fortsetzen, obwohl die endgültige Verabschiedung der Verordnung noch aussteht.

Mechanismus und Zeitplan der Erhöhung

Den auf der Konferenz „August 2026“ gemachten Angaben zufolge wurde die entsprechende Verordnung bereits vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MBW) vorbereitet. Trotz des Vorliegens des Dokuments fehlt ihm derzeit noch der Status einer vom Kabinett genehmigten Verordnung. Konovalova betonte, dass eine Erhöhung von 20 % zwar ein bedeutender Schritt ist, aber nicht ausreicht, um die Probleme der Branche vollständig zu lösen; daher wird die Arbeit an einer umfassenden Verbesserung der Situation fortgesetzt. Es wird erwartet, dass die Zahlungen für alle pädagogischen Mitarbeiter in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung ab dem neuen Jahr erhöht werden.

Neues Gesetz und kostenpflichtige Dienstleistungen

Ein wichtiger Aspekt der Reform ist die Einführung des neuen Gesetzes „Über die frühkindliche Bildung“. Das Dokument ermöglicht es Kindergärten, den Eltern zusätzliche kostenpflichtige Dienstleistungen anzubieten. Die Beamten bestehen jedoch auf einer strikten Trennung: Bezahlte Aktivitäten dürfen das grundlegende Bildungsprogramm nicht ersetzen. Wenn Eltern auf die Zahlung für Zusatzleistungen verzichten, besucht das Kind dennoch die Gruppe und erhält eine kostenlose frühkindliche Bildung in vollem Umfang. Dies soll die Rechte von Familien mit unterschiedlichem Einkommensniveau schützen.

Kontext: Gehaltssteigerungen im Jahr 2026

Der aktuelle Vorschlag einer Erhöhung um 20 % ist Teil einer langfristigen Strategie. Wir erinnern daran, dass die Gehälter der Erzieherinnen ab dem 1. Januar 2026 dank einer Regierungsentscheidung bereits um 30 % gestiegen sind. Darüber hinaus wurden die Gehälter der Schullehrer ab dem 1. September 2026 ebenfalls um 20 % erhöht. Insgesamt soll die Bezahlung von Lehrkräften im Vergleich zum Jahr 2025 um 50 % steigen. Nach allen geplanten Erhöhungen könnten junge Lehrer zwischen 12.800 und 17.700 Hrywnja verdienen, während erfahrene Spezialisten zwischen 16.900 und 28.500 Hrywnja pro Monat erhalten.

Widersprüchliche Daten

Es besteht eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Umsetzung dieser Pläne. Einerseits behauptet die stellvertretende Ministerin, dass die Verordnung bereits fertiggestellt ist und die Erhöhung ab Januar 2027 geplant ist. Andererseits lässt das Fehlen einer offiziellen Genehmigung des Dokuments zum jetzigen Zeitpunkt (August 2026) die Möglichkeit offen, dass Fristen oder Beträge je nach den Haushaltsmöglichkeiten des Staates überarbeitet werden könnten. Auch gibt es keine einheitliche Meinung darüber, wie diese Erhöhungen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage finanziert werden sollen, was bei den Gewerkschaften Fragen aufwirft.