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title: "Ukrainischer Auslandsgeheimdienst deckt System auf, nach dem Waisenkinder aus dem besetzten Donbas unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung nach Russland verbracht werden"
description: "Der HUR hat ein Schema zum Verbringen von Waisenkindern aus dem besetzten Donbas nach Russland unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung aufgedeckt: Mindestens zwei Kinder wurden nicht zurückgebracht und in die Region Moskau übergeben. Der Geheimdienst bezeichnet dies als Teil eines Systems der Ausbeutung ukrainischer Kinder."
date: 2026-09-09T14:14:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/geheimdienst-deckt-system-auf-verbringung-ukrainischer-kinder-nach-russland
tags: [ukraine, russia, occupation, donetsk, children, intelligence, human-rights]
publisher: "XAB.info"
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# Ukrainischer Auslandsgeheimdienst deckt System auf, nach dem Waisenkinder aus dem besetzten Donbas unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung nach Russland verbracht werden

![Waisenkind mit Gepäck neben einem Bus: Illustration des Schemas, Kinder aus dem besetzten Donbas unter dem Vorwand der Genesung nach Russland zu bringen](https://xab.info/media/2026/09/09/razvedka-razoblichila-shemu-vyvoza-ukrainskih-detey-v-rossiyu/razvedka-razoblichila-shemu-vyvoza-ukrainskih-detey-v-rossiyu-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Laut HUR wurden im Sommer Heimkinder aus dem besetzten Teil der Oblast Donezk unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung nach Russland verbracht.
- Mindestens zwei Kinder wurden nach der Fahrt nicht zurückgebracht und in die Obhut in der Region Moskau übergeben.
- Der Geheimdienst behauptet, dass das Verbringen unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung Teil eines ausgereiften Schemas mit Beteiligung von Besatzungsbehörden und Jugendämtern ist.
- Der HUR spricht von einem System der Ausbeutung ukrainischer Kinder mit staatlicher und krimineller Dimension.
- Ombudsmann Lubynez berichtete über die Einführung eines Pflichtkurses zur „Regionengeschichte“ für die Klassen 5–7 auf den besetzten Gebieten ab dem 1. September 2026.

Der ukrainische Auslandsgeheimdienst (HUR) hat über die Aufdeckung eines ausgereiften Schemas zum Verbringen von Heimkindern aus dem vorübergehend besetzten Teil der Oblast Donezk in das russische Hinterland berichtet. Laut Geheimdienstinformationen wurde im Sommer eine Gruppe Kinder aus einer besetzten Kindereinrichtung unter dem offiziellen Vorwand der „Gesundheitsförderung“ nach Russland verbracht. Nach Rückkehr der Fahrt waren jedoch nicht alle Kinder wieder da: Mindestens zwei Kinder wurden in die Obhut übergeben und in die Region Moskau verlegt, wodurch sie faktisch ihrer bisherigen Wohnstätte und Familie entrissen wurden. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf den HUR.

### „Gesundheitsförderung“ als Deckmantel für das Verbringen

Der HUR betont, dass das Verbringen von Kindern unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung nur eine Variante eines ausgereiften Schemas ist. Zur Organisation solcher Fahrten werden laut der Behörde auch Vorwände wie „Erholung“, „Rehabilitation“ oder „Teilnahme an kulturellen und Bildungsveranstaltungen“ genutzt. An der Organisation der Ausfahrten seien, so der Geheimdienst, Besatzungsbehörden, russische Jugendämter und externe Veranstalter beteiligt. Nach der Ankunft in Russland geraten die Kinder unter die Kontrolle lokaler Behörden, die die Möglichkeit erhalten, den Wohnsitz und den rechtlichen Status des Kindes zu bestimmen. So kann eine ursprünglich als vorübergehend dargestellte Fahrt in der Verlegung des Kindes in eine andere Region Russlands und in die Übertragung in eine fremde Obhut enden.

### Von der staatlichen bis zur kriminellen Dimension

Der HUR erklärt, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern um ein in Russland aufgebautes System der Ausbeutung ukrainischer Kinder, das nach seiner Einschätzung sowohl eine staatliche als auch eine kriminelle Dimension hat. Zur staatlichen Dimension zählt der Geheimdienst insbesondere die Einbindung von Kindern in die Arbeit in Betrieben der Rüstungsindustrie sowie die Rekrutierung durch russische Nachrichtendienste. Zu den kriminellen Formen der Ausbeutung nennt die Behörde Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, illegale Organtransplantation und weitere Straftaten. Diese Aussagen unterstreichen, dass das Verbringen von Kinder nicht als humanitäre Maßnahme, sondern als Instrument des Drucks und der Ressourcen-Ausbeutung betrachtet wird.

### Ideologische Indoktrination: Neuer Lehrplan in den Schulen

Den Kontext des aufgedeckten Schemas ergänzt die Aussage des Volksbeauftragten der Werchowna Rada für Menschenrechte, Dmytro Lubynez, der zuvor darauf hingewiesen hatte, dass Russland Schulen auf den vorübergehend besetzten Gebieten zur ideologischen Indoktrination der Kinder einsetzt. Ab dem 1. September 2026 sei für die Schüler der Klassen 5–7 auf diesen Gebieten laut dem Ombudsmann ein Pflichtkurs „Geschichte unserer Region. Donbas und Noworossija“ eingeführt worden, der nach seiner Einschätzung darauf abziele, russische imperiale Mythen aufzuzwingen. Die Gesamtheit dieser Tatsachen zeige nach Auffassung der ukrainischen Behörden den systematischen Charakter der Politik gegenüber Kindern auf den besetzten Gebieten.

### Widersprüchliche Daten

Wichtig ist zu beachten, dass die gesamten vorliegenden Informationen aus den Aussagen des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes stammen, die über RBC-Ukraine weitergegeben wurden. In den bereitgestellten Materialien fehlen Kommentare der Besatzungsbehörden, der russischen Jugendämter oder der Veranstalter der Fahrten sowie unabhängige Bestätigungen konkreter Fälle der Übertragung von Kindern in die Region Moskau. Damit stützt sich die Version einer „Entführungsschema“ und der Umfang der Ausbeutung auf einseitige Geheimdienstinformationen, während die Gegenseite diese Behauptungen in den verfügbaren Quellen öffentlich nicht kommentiert hat. Bis zur unabhängigen Verifikation und Reaktion der Gegenseite bleiben die faktischen Details – darunter die genaue Zahl der Kinder und die Umstände der Obhutübertragung – auf dem Niveau der Aussagen einer Konfliktpartei.

Die Situation unterstreicht das akute Problem des Kinderschutzes auf den vorübergehend besetzten Gebieten und die Notwendigkeit internationaler Aufmerksamkeit für die Mechanismen des Verbringens Minderjähriger. Die ukrainische Seite pocht darauf, dass das aufgedeckte Schema einer Untersuchung und der Bestrafung der Organisatoren bedarf, während die Vollständigkeit des Bildes ohne Zugang unabhängiger Beobachter und öffentlicher Daten der russischen Seite begrenzt bleibt.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Geheimdienst deckt System der Entführung ukrainischer Waisenkinder aus der Besatzung auf](https://www.rbc.ua/ukr/news/rozvidka-vikrila-shemu-vikradennya-ukrayinskih-1788963044.html) - Единственный предоставленный источник; передаёт заявления СЗРУ о вывозе детей и передаче минимум двоих в Московскую область. Независимой верификации и реакции второй стороны в материале нет.

## ❓ FAQ

### Q: Was ist laut HUR mit den Kindern aus dem Heim in der Oblast Donezk passiert?
**A:** Laut dem ukrainischen Auslandsgeheimdienst wurden sie im Sommer unter dem Vorwand der Gesundheitsförderung nach Russland verbracht, und mindestens zwei Kinder wurden nach der Fahrt nicht zurückgebracht und in die Obhut in der Region Moskau übergeben.

### Q: Handelt es sich um einen Einzelfall?
**A:** Der HUR erklärt, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern um ein aufgestelltes System des Verbringens und der Ausbeutung ukrainischer Kinder, das nach seiner Einschätzung eine staatliche und eine kriminelle Dimension hat.

### Q: Wird diese Information von unabhängigen Quellen bestätigt?
**A:** Nein. In den bereitgestellten Materialien stammen die Informationen ausschließlich vom HUR über RBC-Ukraine; Kommentare der Besatzungsbehörden oder eine unabhängige Verifikation konkreter Fälle fehlen in den Quellen, daher gelten die Daten als mit Vorbehalt bestätigt.

### Q: Was ist über die ideologische Indoktrination der Kinder auf den besetzten Gebieten bekannt?
**A:** Laut Ombudsmann Dmytro Lubynez wurde ab dem 1. September 2026 für die Schüler der Klassen 5–7 auf diesen Gebieten ein Pflichtkurs „Geschichte unserer Region. Donbas und Noworossija“ eingeführt, der nach seiner Einschätzung russische imperiale Mythen aufzwingt.