Logistik ist das Blutgefäßsystem jeder Armee. Wenn dieses System durchtrennt wird, erstickt der Feind. Genau das geschieht derzeit im Süden der Ukraine, wo die Spezialkräfte (SSO) gemeinsam mit den Streitkräften der Ukraine (AFU) einen vernichtenden Schlag gegen eine Schlüsselroute der russischen Besatzer – die Straße R-280 – geführt haben.
Jagd auf die „Eisenbahn”
Es geht um den strategisch wichtigen Korridor „Mariupol – Melitopol – Simferopol“. Hier hat sich ein wahres Jagdrevier für die ukrainische Luftwaffe entwickelt. Prioritäre Ziele sind Militärfahrzeuge und die Versorgung des Gegners in seinem sogenannten „tiefen Hinterland“. Dafür setzten die SSO geheime Schlagdrohnen ein, die zuvor nicht in der Öffentlichkeit bekannt waren.
Ukrainische Kämpfer geben zu: Dank enger Zusammenarbeit mit inländischen Herstellern gelang es, ein System zu entwickeln, das ideal für solche Aufgaben angepasst ist. Die Effizienz des Systems wurde durch den Abschuss dutzender russischer Lastwagen und Tankwagen bestätigt. Das Ausmaß der Verluste zwang das Kommando der RF und die Besatzungsmacht, den Verkehr schwerer Fahrzeuge auf der sogenannten „Neu-Russland”-Route einzuschränken.
Keine Umgehungswege
Die 412. Brigade Nemesis der SSO betonte, dass Versuche der Russen, Feld- und Schotterstraßen zur Umgehung zu nutzen, vergeblich sind. Ukrainische Drohnen entdecken und eliminieren Ziele erfolgreich auf jedem Gelände. Dies zeigt, dass die ukrainische Seite nicht nur fertige Lösungen nutzt, sondern sie für konkrete Aufgaben entwickelt, wobei sie die Besonderheiten des Geländes und die Taktik des Gegners berücksichtigt.
Erinnern wir uns daran, dass der Befehlshaber der SSO Robert „Madyar“ Browdy den belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko hartnäckig aufforderte, von aggressiver Rhetorik gegenüber der Ukraine abzusehen. Dies unterstreicht erneut, dass die ukrainischen Geheimdienste nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch in den Bereichen Information und Diplomatie arbeiten.
Echo im Zentrum Russlands
Nach einer Serie von Drohnenangriffen haben mehrere große Raffinerien im zentralen Teil Russlands die Kraftstoffproduktion reduziert oder ganz eingestellt. Dies zeigt, dass ukrainische Drohnen bereits in der Lage sind, strategische Ziele tief im Territorium des Gegners zu treffen. Und während solche Operationen früher als Science-Fiction galten, sind sie heute Realität.
So haben die ukrainischen „Schlagflügel“ nicht nur die Logistik der RF im Süden durchtrennt, sondern den Gegner auch gezwungen, seine Versorgungspläne zu überdenken. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Feind endgültig seiner Ressourcen zu berauben und zum Rückzug zu zwingen.