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title: "Geheimnis der Reliquie: Seltene DNA und nahöstliche Spuren auf dem Grabtuch von Turin entdeckt"
description: "Eine neue genetische Studie des Turiner Grabtuchs hat seltene nahöstliche DNA und salzliebende Mikroorganismen aufgedeckt, wobei Wissenschaftler auf starke Verunreinigungen mit späterem Biomaterial hinweisen."
date: 2026-09-27T16:14:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/geheimnis-der-reliquie-seltene-dna-auf-turiner-grabtuch
tags: [shroud-of-turin, dna, middle-east, scientific-research, history]
publisher: "XAB.info"
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# Geheimnis der Reliquie: Seltene DNA und nahöstliche Spuren auf dem Grabtuch von Turin entdeckt

![Turiner Grabtuch unter Laboruntersuchung](https://xab.info/media/2026/09/27/taina-relikvii-na-turinskoi-plashchanitse-obnaruzhili-redkuiu-dnk/taina-relikvii-na-turinskoi-plashchanitse-obnaruzhili-redkuiu-dnk-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Auf den Fasern des Turiner Grabtuchs wurde eine seltene mütterliche DNA-Linie H33 gefunden, die für den Nahen Osten typisch ist.
- Salzliebende Mikroorganismen deuten auf eine mögliche Lagerung des Stoffes in der Nähe des Toten Meeres hin.
- Zahlreiche biologische Verunreinigungen und die DNA von Forschern erschweren eine eindeutige Datierung der Reliquie.

Neueste genetische Untersuchungen des Turiner Grabtuchs haben die Aufmerksamkeit der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Öffentlichkeit erneut auf eines der berühmtesten christlichen Heiligtümer gelenkt. Laut einer Veröffentlichung im renommierten Wissenschaftsmagazin Scientific Reports setzten Forscher fortschrittliche Next-Generation-Sequencing-Technologien ein, die beispiellose Möglichkeiten zur gleichnamigen Analyse von Millionen genetischer Fragmente eröffneten. Im Fokus der Untersuchung standen 12 sorgfältig ausgewählte Textilfasern, die Spuren der jahrhundertelangen Geschichte des Stoffes bewahren.

### Nahöstliche genetische Marker und Spuren von Mikroorganismen

 Die DNA-Analyse ergab das Vorhandensein einer seltenen mütterlichen Linie der Haplogruppe H33, deren Träger heute überwiegend im Nahen Osten – in der Region des modernen Heiligen Landes, Jordaniens, des Libanons und Syriens – leben. Neben menschlicher Genetik verzeichneten Wissenschaftler das Vorkommen halophiler (salzliebender) Archaeen und Mikroorganismen. Dies weist auf eine hohe Wahrscheinlichkeit hin, dass das Leinentuch in einer Periode seiner Geschichte in der Nähe von Salzwassergewässern wie dem Toten Meer gelagert oder in Brackwasser bearbeitet wurde.### Widersprüchliche Daten

 Trotz der sensationellen nahöstlichen Marker mahnen Forscher zu äußerster Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse. Die genetische Analyse enthüllte zudem eine dominante mütterliche Linie, die vollständig mit dem Profil von Professor Pierluigi Baima Bollone übereinstimmte, der diese Fasern 1978 persönlich entnommen hatte. Darüber hinaus wurden zahlreiche Hautbakterien (Cutibacterium, Staphylococcus) auf dem Stoff gefunden, was den mehrfachen menschlichen Kontakt mit der Reliquie über die Jahrhunderte belegt. Starke Kreuzkontaminationen machen die Isolierung ausschließlich primärer, antiker DNA zu einer nahezu unlösbaren Aufgabe.### Europäische Verunreinigungen und Unmöglichkeit einer präzisen Datierung

 Die Komplexität der Studie wird durch das Vorhandensein fremder biologischer Spuren aus späteren Epochen verstärkt. So wurden auf dem Grabtuch Pollen europäischer Karottensorten aus dem 16. Jahrhundert sowie DNA von Pflanzen der Neuen Welt – Tomaten, Kartoffeln, Mais und Erdnüssen – gefunden, die erst nach dem Zeitalter der Entdeckungen nach Europa gelangten. Vertreter der Wissenschaftswelt betonen, dass die Gesamtheit der biologischen Daten weder die Echtheit der Reliquie aus dem 1. Jahrhundert endgültig bestätigt noch ihren mittelalterlichen Ursprung beweist. Die Radiokarbocarbon-Datierung spiegelt in diesem Kontext lediglich späte Restaurierungseingriffe wider und lässt die Ursprungsfrage offen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Тайна реликвии: на Туринской плащанице обнаружили редкую ДНК](https://www.rbc.ua/ukr/news/taemnitsya-relikviyi-turinskiy-plashchanitsi-1790334182.html) - Опубликованы данные из журнала Scientific Reports о ближневосточной ДНК H33 и солелюбивых микроорганизмах.
- [Туринская плащаница хранит ДНК половины мира: ученые нашли на ней следы многих животных и ...](https://www.kp.ru/online/news/6894308/) - Упоминаются многочисленные следы ДНК животных и людей, накопившиеся за века.
- [Ученые нашли на Туринской плащанице ДНК людей, моркови и красного коралла](https://zn.ua/TECHNOLOGIES/uchenye-nashli-na-turinskoj-plashchanitse-dnk-ljudej-morkovi-i-krasnoho-koralla.html) - Подтверждено наличие следов поздней растительности и примесей.
- [На Туринской плащанице обнаружили ДНК банана, кошки и курицы](https://www.gazeta.ru/science/news/2026/07/14/28895407.shtml) - Детализированы биологические примеси различных эпох.

## ❓ FAQ

### Q: Welche seltene DNA wurde auf dem Turiner Grabtuch gefunden?
**A:** Wissenschaftler fanden eine seltene mütterliche DNA-Linie H33, die heute im Nahen Osten (Heiliges Land, Jordanien, Libanon, Syrien) verbreitet ist.

### Q: Warum zweifeln Forscher an der Reinheit der antiken Proben?
**A:** Die Proben sind durch DNA von Menschen, die die Reliquie über Jahrhunderte berührt haben (darunter Professor Pierluigi Baima Bollone), sowie durch Pollen europäischer und amerikanischer Pflanzen verunreinigt.