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title: "Der gemeinsame Feind ist wichtiger als die Geschichte: Nawrocki und Selenskyj nehmen den Dialog vor dem Hintergrund der UPA-Kontroverse wieder auf"
description: "Der polnische Präsident Karol Nawrocki erklärte, dass der gemeinsame Feind in Gestalt Russlands Warschau und Kiew trotz der Streitigkeiten um die UPA verbinden sollte. Die Staatschefs führten Gespräche und diskutieren ein neues Treffen, jedoch hat Warschau vor Risiken für den EU-Beitritt der Ukraine aufgrund der Verehrung historischer Figuren gewarnt. 🇺🇦🤝🇵🇱"
date: 2026-07-08T09:02:00.000Z
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# Der gemeinsame Feind ist wichtiger als die Geschichte: Nawrocki und Selenskyj nehmen den Dialog vor dem Hintergrund der UPA-Kontroverse wieder auf

![Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Marcin Nawrocki: Händeschütteln vor ukrainischen und polnischen Flaggen](https://xab.info/media/2026/07/09/navrotsky-zelensky-dialogue-upa-dispute/navrotsky-zelensky-dialogue-upa-dispute-1.webp)

Der polnische Präsident Karol Nawrocki erklärte, dass Warschau und Kiew trotz scharfer historischer Differenzen einen konstruktiven Dialog aufrechterhalten müssen. Nach Ansicht des Staatsoberhaupts ist der gemeinsame Feind – die Russische Föderation – der verbindende Faktor für beide Länder. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf „Radio Swoboda“.

### Persönliches Treffen und „höfliches Gespräch“

Am Vortag, dem 7. Juli, führten die Staatschefs der beiden Länder Gespräche. Nawrocki charakterisierte diese als „höfliches Gespräch“ und schloss eine weitere Begegnung bereits am 8. Juli nicht aus. Der Berater des ukrainischen Präsidenten, Dmytro Lytvyn, bestätigte die Kommunikation der Staatschefs am Abend des Vortages. Laut ihm einigten sich die Parteien darauf, die Zeitpläne für ein weiteres Treffen in naher Zukunft abzustimmen.

„Es erscheint mir völlig natürlich, dass Nachbarstaaten, die einen gemeinsamen Feind – die Russische Föderation – haben, den Dialog aufrechterhalten, unabhängig von bestimmten bilateralen Widersprüchen“, betonte der polnische Staatschef.

### Historische Streitigkeiten und der Preis des Kompromisses

Nawrocki unterstrich, dass der aktuelle Krieg der Ukraine gegen Russland und die jahrhundertelangen Konflikte Polens mit diesem Staat einen gemeinsamen Bezugspunkt für das Verständnis der Situation darstellen. Allerdings machte er eine harte Einschränkung bezüglich des historischen Gedächtnisses. Der Präsident Polens erklärte, dass seine Position zu historischen Fragen unverändert bleibe: Warschau und Europa könnten sich nicht mit der Verehrung von UPA-Kämpfern abfinden.

In Polen werden diese Formationen für den Tod von 120.000 ethnischen Polen verantwortlich gemacht. Dennoch räumte Nawrocki ein, dass das Vorhandensein solcher Differenzen den diplomatischen Dialog nicht ausschließen sollte.

### Eskalation vor dem Hintergrund des Erlasses Selenskyjs

Die Beziehungen zwischen den Ländern verschärften sich, nachdem Wolodymyr Selenskyj einen Erlass unterzeichnet hatte, der einer der ukrainischen Einheiten die Ehrenbezeichnung „Im Namen der Helden der UPA“ verlieh. Auch auf die Initiative Kiws zur Schaffung eines Nationalen Pantheons reagierte das Büro des polnischen Präsidenten negativ und erklärte, der Gesetzentwurf habe einen „eskalierenden Charakter“.

Die Situation wird durch die Position der polnischen Sicherheitskräfte verschärft. Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte direkt, dass Warschau dem Beitritt der Ukraine zur EU nicht zustimmen werde, wenn die ukrainischen Behörden die Verehrung bestimmter historischer Figuren fortsetzen, die in Polen umstritten sind.