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title: "Gericht in Kiew lässt GUR-Soldaten, der auf der Schumski-Straße Schüsse abgegeben haben soll, unter persönlicher Bürgschaft frei"
description: "Das Petscherski-Gericht in Kiew hat dem GUR-Soldaten Sergei Iwanow, der auf der Schumski-Straße Schüsse abgegeben haben soll, eine Untersuchungshaftmaßnahme in Form einer persönlichen Bürgschaft auferlegt. Der Beschuldigte wird unverzüglich freigelassen; Bürgel wird sein Kommandeur."
date: 2026-09-04T12:08:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/gericht-in-kiew-laesst-gur-soldaten-ivanow-unter-persoenlicher-buergschaft-frei
tags: [kyiv-shooting, gur, sbu, court-ruling, ukraine-security]
publisher: "XAB.info"
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# Gericht in Kiew lässt GUR-Soldaten, der auf der Schumski-Straße Schüsse abgegeben haben soll, unter persönlicher Bürgschaft frei

![:Militär der HUR, verdächtigt des Schusswechsels an der Schumsschko-Straße, hinter Glas in einem Kyiwer Gericht vor der Freilassung auf persönliche Kaution](https://xab.info/media/2026/09/04/sud-kieva-izbral-lichnuyu-poruku-voennomu-gur-ivanovu/sud-kieva-izbral-lichnuyu-poruku-voennomu-gur-ivanovu-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das Petscherski-Rajonsgericht in Kiew hat dem GUR-Soldaten Sergei Iwanow, der nach Art. 348 StGB verdächtigt wird, eine Untersuchungshaftmaßnahme in Form einer persönlichen Bürgschaft auferlegt und ihn unverzüglich aus der Haft entlassen.
- Bürgel Iwanows wird Saur Malakschensdsche, der Kommandeur seiner Militäreinheit, sein.
- Der SBU stellt die Schießerei auf der Schumski-Straße in Zusammenhang mit der Festnahme von Stepan Kaplunow, der verdächtigt wird, Kontakte zum FSB zu haben und einen Anschlag vorbereitet zu haben.
- Kaplunow und das GUR widersprechen der Version des SBU und verweisen auf Druck sowie auf eine Informationskampagne gegen die Militärgeheimdienste.
- Selenskyj kündigte die Entlassung der stellvertretenden Leiter des SBU und des GUR an.

Das Petscherski-Rajonsgericht in Kiew hat die Untersuchungshaftmaßnahme für den Soldaten des Hauptverwaltung für Aufklärung (GUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Sergei Iwanow, festgelegt, der verdächtigt wird, an der Schießerei auf der Julia-Schumski-Straße im Wohnkomplex Beresnjaki beteiligt gewesen zu sein. Die Verhandlung zur Entscheidung über den Antrag auf Inhaftierung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der Beschuldigte wurde aus dem Untersuchungshaftgefängnis in den Gerichtssaal gebracht. Laut Angaben eines Reporters von RBC-Ukraine erklärte der Richter nach der Beratung, dass eine persönliche Bürgschaft als Freigabegarantie festgesetzt wurde, und der Beschuldigte werde unverzüglich aus der Haft entlassen.

### Verlauf der Verhandlung und Entscheidung des Richters

Die Verteidigung beantragte in der Verhandlung, für Iwanow keine Untersuchungshaft anzuordnen. Nach der Beratung erklärte der Richter, dass eine persönliche Bürgschaft als Maßnahme gewählt wurde, die nicht mit einem Freiheitsentzug verbunden ist. Auf Aufnahmen aus dem Untersuchungshaftgefängnis ist der Beschuldigte hinter der charakteristischen roten Tür mit dem Glasfenster zu sehen; auf seiner Stirn ist eine frische Wunde erkennbar, die die Reporter mit den Umständen der Festnahme und der Schießerei in Verbindung bringen. Die Freilassung aus der Haft soll gemäß Gerichtsentscheidung unmittelbar nach der Formalisierung der Bürgschaft erfolgen.

### Anklage: Tatbestand des Angriffs auf das Leben eines Rechtsschutzbeamten

Am Vortag hatte die Ermittlungsbehörde Iwanow den Verdacht nach Teil 1 des Artikels 348 des Strafgesetzbuchs der Ukraine – Angriff auf das Leben eines Angehörigen eines Rechtsschutzorgans – mitgeteilt. Genau diese Qualifikation bildete die Grundlage des Antrags auf Festsetzung einer Untersuchungshaftmaßnahme. Bürgel des Beschuldigten wird gemäß Gerichtsentscheidung Saur Malakschensdsche – der Kommandeur der Militäreinheit, der Iwanow formal zugeordnet ist –. Damit liegt die Verantwortung für die Vorladung und das Verhalten des Angeklagten während der Ermittlungen faktisch bei seinem unmittelbaren Vorgesetzten.

### Version des SBU: Festnahme des Kaplunow und Konflikt mit Schüssen

Am Morgen des 2. September verbreiteten sich in den sozialen Medien Videos von den Folgen der Schießerei in Beresnjaki am Haus auf der Schumski-Straße: Die Polizei sperrte den Verkehr im Viertel ab, vor Ort waren Sicherheitskräfte im Einsatz. Laut Version des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) steht der Vorfall im Zusammenhang mit der am Vortag erfolgten Festnahme von Stepan Kaplunow – dem stellvertretenden Kommandeur des Russischen Freiwilligenkorps. Der SBU zufolge soll er Kontakte zum FSB gehabt und einen Anschlag auf einen der Anführer der russischen Opposition vorbereitet haben; im Zuge der dringenden Ermittlungshandlungen zu diesem Verdacht sei es zu einer Konfliktsituation gekommen, die in eine Schießerei überging.

### Position des GUR und Erklärungen des Kaplunow

Kaplunow selbst widerspricht dieser Version. In seinen Erklärungen und einem Videoappell berichtete er, dass er mehrere Tage auf einem geheimen Objekt inhaftiert und Vernehmungen unterzogen worden sei, und dass er aufgrund von physischem und psychischem Druck gezwungen gewesen sei, der Version über Kontakte zum FSB zuzustimmen. Das GUR seinerseits warnte vor einer angeblich geplanten Informationskampagne gegen die Militärgeheimdienste und ihre Kampfeinheiten, in die, so die Behörde, Medien und „zweifelhafte“ Telegram-Kanäle einbezogen werden sollten, und rief die Bürger auf, sich ausschließlich auf offizielle Quellen zu verlassen.

### Reaktion des Präsidenten

Nach dem resonanten Vorfall kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj die Entlassung der stellvertretenden Leiter des SBU und des GUR an und betonte, dass beide Strukturen für die entstandene Situation Verantwortung tragen müssten. Diese Erklärung belegt, dass der Vorfall auf der Schumski-Straße auf höchster Ebene nicht als Einzelfall, sondern als systematisches Versagen in der Zusammenarbeit der Geheimdienste wahrgenommen wird.

### Widersprüchliche Angaben

Die Versionen der Beteiligten zu den Ursachen der Schießerei weichen erheblich voneinander ab. Der SBU beharrt darauf, dass die Schüsse eine Folge rechtmäßiger dringender Ermittlungshandlungen bei der Festnahme des Kaplunow waren, der verdächtigt wird, Kontakte zum FSB zu haben und einen Anschlag vorbereitet zu haben. Kaplunow und das GUR behaupten demgegenüber, die Festnahme sei mit Druck verbunden gewesen und gegen die Militärgeheimdienste werde eine Informationskampagne geführt; dabei ist der von der SBU behauptete Fakt der Anschlagvorbereitung und die Art der Kontakte des Kaplunow in offenen Quellen durch unabhängige Beweise nicht bestätigt. Bis zum Abschluss der Ermittlungen bleibt daher unklar, wer genau das Feuer eröffnet und auf wessen Initiative der Konflikt begonnen hat; die Festsetzung der Untersuchungshaftmaßnahme in Form einer Bürgschaft für Iwanow ist lediglich ein prozessualer Schritt, der seine Schuld nicht feststellt.

Ergebnis der ersten Gerichtsverhandlung war die Freilassung Iwanows unter persönlicher Bürgschaft mit seinem Kommandeur als Bürgel. Die endgültige Qualifikation der Handlungen aller Beteiligten des Vorfalls – sowohl der SBU- als auch der GUR-Angehörigen – wird von den Ergebnissen der laufenden Ermittlungen und davon abhängen, ob es der Ermittlungsbehörde gelingt, die widersprüchlichen Versionen der beiden Behörden zu vereinbaren.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Schießerei in Kiew: GUR-Soldat erhält Untersuchungshaftmaßnahme](https://www.rbc.ua/ukr/news/strilyanina-kievi-viyskovomu-gur-obrali-zapobizhniy-1788519277.html) - Первичный источник по решению Печерского суда: личная порука, немедленное освобождение, поручитель — командир части.
- [Geheimdienstkrieg in Kiew: Warum es zwischen SBU und GUR zur Schießerei kam und was der FSB damit zu tun hat – alle Details](https://tsn.ua/ru/ukrayina/voyna-spetssluzhb-v-kieve-pochemu-proizoshla-strelba-mezhdu-sbu-i-gur-i-pri-chem-tut-fsb-vse-detali-3161552.html) - Контекст по задержанию Каплунова, версии СБУ о связях с ФСБ и подготовке покушения; детали не подтверждены независимыми доказательствами.
- [„UP“ veröffentlicht neue Aufnahmen der Schießerei zwischen SBU- und GUR-Angehörigen in Kiew (Video)](https://www.bagnet.org/news/accidents/1402895/up-opublikovala-novye-kadry-perestrelki-mezhdu-sotrudnikami-sbu-i-gur-v-kieve-video) - Видеокадры перестрелки; используются как иллюстративный контекст к обстоятельствам инцидента.
- [Anschlag oder Entführung? SBU und GUR geben unterschiedliche Versionen des Konflikts mit Schießerei in Kiew](https://news.telegraf.com.ua/ukraina/5949140-zamakh-chi-vikradennya-u-sbu-ta-gur-vidali-rizni-versii-konfliktu-zi-strilyaninoyu-u-kievi) - Фиксирует расхождение версий СБУ и ГУР по поводу причин стрельбы; основа для раздела о противоречивых данных.

## ❓ FAQ

### Q: Welche Untersuchungshaftmaßnahme hat das Gericht für Sergei Iwanow festgesetzt?
**A:** Das Petscherski-Rajonsgericht in Kiew hat eine persönliche Bürgschaft festgesetzt und ihn unverzüglich aus der Haft entlassen; Bürgel wurde Saur Malakschensdsche, der Kommandeur seiner Militäreinheit.

### Q: Nach welchem Artikel wurde ihm der Verdacht mitgeteilt?
**A:** Nach Teil 1 des Artikels 348 des Strafgesetzbuchs der Ukraine – Angriff auf das Leben eines Angehörigen eines Rechtsschutzorgans.

### Q: Was sagt der SBU über die Ursachen der Schießerei?
**A:** Der SBU behauptet, dass die Schüsse im Zuge dringender Ermittlungshandlungen bei der Festnahme von Stepan Kaplunow entstanden seien, der verdächtigt wird, Kontakte zum FSB zu haben und einen Anschlag auf einen Anführer der russischen Opposition vorbereitet zu haben.

### Q: Stimmen das GUR und Kaplunow der Version des SBU zu?
**A:** Nein. Kaplunow spricht von physischem und psychischem Druck sowie von einer inoffiziellen Inhaftierung, und das GUR warnt vor einer Informationskampagne gegen die Militärgeheimdienste.

### Q: Wie hat Präsident Selenskyj reagiert?
**A:** Er kündigte die Entlassung der stellvertretenden Leiter des SBU und des GUR an und erklärte, dass beide Strukturen für die Situation Verantwortung tragen müssten.