Am 3. Juli verhandelte der Oberste Anti-Korruptionsgerichtshof (HAKS) über einen Antrag zur Auswahl der Haftmaßnahme für den Volksabgeordneten Nikolai Tischtschenko. Das Gericht entsprach dem Antrag auf Kaution und setzte diese auf 10 Millionen Hrywnja fest. Diese Entscheidung war ein Kompromiss zwischen der Verteidigung und den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die auf eine Haftbefehl bestanden hatte.
Details der gerichtlichen Entscheidung
Die Staatsanwälte beantragten während der Sitzung die Inhaftierung des Politikers, schlugen jedoch eine Kaution in Höhe von 19 Millionen Hrywnja vor. Der Richter, der die Umstände des Falls bewertete, senkte die Kautionssumme auf 10 Millionen Hrywnja und wählte diese Maßnahme anstelle der Untersuchungshaft.
Wesen der Anklage
Gegen Nikolai Tischtschenko wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Korruption eingeleitet. Die Ermittler behaupten, dass der Abgeordnete im August 2023 versuchte, einem Unternehmer mehr als 1 Million US-Dollar zu erpressen. Als Druckmittel nutzte der Politiker Drohungen mit der Blockierung der Aktivitäten oder versprach im Gegenzug Unterstützung bei der Arbeit sogenannter 'Call-Center'.