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title: "Jeder vierte Mensch auf der Erde ist noch offline: ITU nennt Regionen und Gruppen mit der größten digitalen Kluft"
description: "Laut dem Bericht ITU Facts and Figures 2026 nutzen 6,3 Milliarden Menschen das Internet – das sind 76% der Weltbevölkerung. Etwa zwei Milliarden bleiben offline, wobei die Lücke in ländlichen Gebieten und bei Frauen am größten ist."
date: 2026-11-05T15:36:44.975Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/globaler-internet-zugang-2026
tags: [internet-access, digital-divide, itu, global-statistics, gender-gap, rural-urban]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Jeder vierte Mensch auf der Erde ist noch offline: ITU nennt Regionen und Gruppen mit der größten digitalen Kluft

![Laptop-Bildschirm mit Infografiken zum globalen Internetzugang, Nutzerstatistiken und der digitalen Kluft.](https://xab.info/media/2026/11/05/globalnyy-dostup-k-internetu-2026/globalnyy-dostup-k-internetu-2026-1.webp)

## Kernpunkte

- Im Jahr 2026 nutzen 6,3 Mrd. Menschen (76% der Bevölkerung) das Internet; ca. 2 Mrd. bleiben offline
- Geschlechterkluft: 79% Männer gegenüber 74% Frauen; Jugendliche 15–24 Jahre sind zu 86% vernetzt
- Städtischer Zugang 82%, ländlich 63%; Telefonbesitz: 95% in reichen Ländern gegenüber 57% in armen Ländern
- ITU: Zur Verringerung der Kluft sind digitale Kompetenzen erforderlich, nicht nur Infrastruktur

Trotz der rasanten Verbreitung digitaler Dienste und künstlicher Intelligenz bleibt ein beträchtlicher Teil der Menschheit weiterhin außerhalb des globalen Netzwerks. Der aktuelle Bericht der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) „Facts and Figures 2026“, auf den sich RBC-Ukraine bezieht, hält fest, dass im Jahr 2026 6,3 Milliarden Menschen das Internet nutzen — das entspricht 76% der Weltbevölkerung. Gleichzeitig haben etwa zwei Milliarden Menschen, oder 24% der Weltbevölkerung, weiterhin keinen Zugang zum Netz. Im Vergleich zu den Vorjahresdaten ist dieser Wert leicht gesunken: Ein Jahr zuvor waren 2,2 Milliarden Menschen ohne Verbindung, doch das Tempo der Verringerung der Kluft bleibt langsam.

### Das globale Bild: 76% online und zwei Milliarden offline

Analysten betonen, dass die Dynamik des Anschlusses zwar positiv, aber nicht ausreichend ist, um von einer vollständigen Abdeckung zu sprechen. Während der Anteil der nicht Angeschlossenen 2025 noch bei etwa 2,2 Milliarden Menschen lag, sank er 2026 auf etwa zwei Milliarden. Das bedeutet, dass sich innerhalb eines Jahres nur etwa 200 Millionen Nutzer dem Netz angeschlossen haben, während die überwältigende Mehrheit derjenigen, die offline bleiben, in den ärmsten Regionen der Welt konzentriert ist, wo Infrastruktur, Gerätekosten und das Niveau der digitalen Kompetenz komplexe Barrieren bilden.

### Geschlechter- und Alterskluft: Wer bleibt öfter offline

Der Bericht deckt anhaltende Disparitäten bei der Frage auf, wer Zugang zum Internet hat. Nach Geschlecht aufgeschlüsselt beträgt die Kluft fünf Prozentpunkte: 79% der Männer nutzen das Netz gegenüber 74% der Frauen. Die Alterskluft ist noch deutlicher — Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren sind zu 86% mit dem globalen „Netz“ verbunden, während dieser Wert für den Rest der Bevölkerung bei 74% liegt. Somit fallen Frauen und ältere Altersgruppen systematisch hinter das durchschnittliche Anschlussniveau zurück, was ihren Zugang zu Bildung, Arbeitsmärkten und digitalen staatlichen Dienstleistungen einschränkt.

### Stadt gegen Land: Die Geografie der Ungleichheit

Die tiefste Kluft zeigt sich beim Wohnort. In Städten haben 82% der Einwohner Zugang zum Internet, während dieser Wert in ländlichen Gebieten auf 63% fällt. Die Lücke von 19 Prozentpunkten bedeutet, dass fast jeder dritte Bewohner ländlicher Gebiete offline bleibt, während in Städten nur jeder fünfte nicht angeschlossen ist. Experten zufolge ist der geografische Faktor einer der Haupttreiber der globalen digitalen Ungleichheit.

### Mobilgeräte und wirtschaftliche Ungleichheit

Neben dem Netzzugang untersuchten die ITU-Analysten auch den Besitz von Mobilgeräten bei Menschen über 10 Jahren. Weltweit besitzen 84% der Bevölkerung ein Telefon, jedoch gibt es eine enorme Kluft zwischen den ökonomischen Kategorien der Länder: In Staaten mit hohem Einkommen erreicht dieser Wert 95%, während er in Ländern mit niedrigem Einkommen nur bei 57% liegt. Dies bestätigt, dass der Netzzugang nicht nur von der Verfügbarkeit von Funkmasten und Kabeln abhängt, sondern auch von der Fähigkeit der Haushalte, Geräte zu erwerben.

### Infrastruktur reicht nicht aus: Kurs auf digitale Kompetenzen

Die Experten der ITU betonen, dass es zur Überwindung der bestehenden Kluft nicht ausreicht, lediglich die technische Infrastruktur auszubauen. Laut Vertretern der Union muss die Entwicklung digitaler Kompetenzen der Bevölkerung Vorrang haben, da ohne diese die Vorteile moderner Technologien und künstlicher Intelligenz für einen wesentlichen Teil der Weltgemeinschaft unzugänglich bleiben. Mit anderen Worten: Selbst bei vorhandenem Netz und Gerät kann ein Mensch ohne grundlegende digitale Alphabetisierung die Möglichkeiten des „digitalen Zeitalters“ nicht voll ausschöpfen, was Bildungsfragen zur zentralen Voraussetzung für die Verringerung der Ungleichheit macht.

## Faktencheck und Quellen

- [Каждый четвертый житель Земли до сих пор не пользуется интернетом: где разрыв наибольший](https://www.rbc.ua/ukr/news/kozhen-chetvertiy-zhitel-zemli-dosi-koristuetsya-1793887825.html) - Primärquelle: Alle wichtigen Zahlen (6,3 Mrd. / 76%, 2 Mrd. offline, Geschlecht 79/74, Alter 86/74, Stadt/Land 82/63, Telefonbesitz 84/95/57) stammen aus dem ITU Facts and Figures 2026 Bericht.
- [60% жителей Краснодарского края используют нейросети в работе, каждый четвертый — еженедельно](https://www.yuga.ru/news/484324-60-zhitelej-kubani-ispolzuyut-nejroseti-v-rabote-a-molodezh-aktivnee-vsekh/) - Regionale Studie von hh.ru zur KI-Nutzung in der Region Krasnodar; bezieht sich nicht auf die globale Statistik des Internetzugangs, enthält keine Widersprüche zum Haupttext und wurde nicht aufgenommen.

## Häufige Fragen

### Wie viele Menschen weltweit nutzen 2026 das Internet?

Laut dem Bericht ITU Facts and Figures 2026 nutzen 6,3 Milliarden Menschen das Internet, was 76% der Weltbevölkerung entspricht. Etwa zwei Milliarden Menschen (24%) bleiben offline.

### Wo ist die digitale Kluft am größten?

Die maximale Lücke zeigt sich beim Wohnort: In Städten haben 82% der Bewohner Zugang, in ländlichen Gebieten nur 63%. Ebenfalls bemerkbar sind die Geschlechterkluft (79% Männer gegenüber 74% Frauen) sowie die Kluft nach Einkommensniveau (Telefonbesitz: 95% in reichen Ländern gegenüber 57% in armen Ländern).

### Was ist laut ITU nötig, um die digitale Ungleichheit zu verringern?

ITU-Experten merken an, dass es nicht genügt, nur die technische Infrastruktur zu erweitern: Die Entwicklung digitaler Kompetenzen sollte Priorität haben, da die Vorteile moderner Technologien und KI sonst für einen großen Teil der Bevölkerung unzugänglich bleiben.