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title: "Google hat die Generierung gefälschter Satellitenbilder in Google Earth nach einem Skandal um Fälschungen deaktiviert"
description: "Google hat die Funktion zur Generierung von Satellitenbildern in Google Earth notfallmäßig deaktiviert. Nutzer konnten überzeugende Fälschungen erstellen: vom überfluteten Kapitol bis zu nicht existierenden Bränden. Experten warnen vor dem Risiko, das Vertrauen in die Weltraumaufnahme zu untergraben. 🛰️🚫"
date: 2026-08-02T15:58:32.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/google-deaktiviert-generierung-gefaelschter-satellitenbilder-in-google-earth-nach-skandal
tags: [google, google-earth, bellingcat, osint, deepfakes]
publisher: "XAB.info"
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# Google hat die Generierung gefälschter Satellitenbilder in Google Earth nach einem Skandal um Fälschungen deaktiviert

![KI-generiertes Satellitenbild, das eine Überschwemmung in einem städtischen Gebiet mit einem zentralen Gebäude simuliert — Beispiel für Fake-Inhalte, die Google Earth nach dem Skandal nicht mehr generiert](https://xab.info/media/2026/08/02/google-otklyuchila-generatsiyu-feykovykh-sputnikovykh-snimkov-v-google-earth/google-otklyuchila-generatsiyu-feykovykh-sputnikovykh-snimkov-v-google-earth-1.webp)

Google hat weniger als 24 Stunden nach dem Start beschlossen, die neue Bildgenerierungsfunktion im Dienst Google Earth zu deaktivieren. Das Tool, das es ermöglichte, realistische Satellitenbilder basierend auf Textbeschreibungen zu erstellen, wurde vorübergehend entfernt, da massenhaft Inhalte erstellt wurden, die gegen die Plattformrichtlinien verstießen.

### Wie die gefährliche Funktion funktionierte

Die neue Funktion ermöglichte es den Nutzern, einen beliebigen Punkt auf der Karte auszuwählen, auf die Schaltfläche „Bild erstellen“ zu klicken und eine Textanfrage einzugeben. Die künstliche Intelligenz generierte eine fotorealistische Ansicht der Landschaft von oben. Experimente zeigten jedoch, dass das System nicht über ausreichende Beschränkungen verfügt, um Szenen zu erstellen, die reale Katastrophen oder militärische Handlungen imitieren.

### Reale Beispiele für Fälschungen

Experten für die Analyse offener Daten (OSINT) und Journalisten begannen sofort, die Möglichkeiten des Dienstes zu testen. Im Rahmen der Experimente wurden Bilder generiert, die visuell nicht von realen Fakten zu unterscheiden sind:

- Aufnahmen von nicht existierenden Bränden auf der iranischen Insel Hark.

- Ansicht des überfluteten Komplexes des US-Kapitols.

- Bilder von Bombentrichtern in friedlichen Gebieten.

Derartige Aufnahmen hätten zur Erstellung von Falschmeldungen verwendet werden können, die die öffentliche Meinung verwirren und die Medien desinformieren könnten.

### Gefährdung des Vertrauens in Satellitendaten

Satellitenbilder galten historisch als eines der zuverlässigsten Instrumente zur Verifizierung von Informationen. Journalisten und Analysten nutzen sie, um Ereignisse in Konfliktzonen zu bestätigen, in denen der Zugang für Reporter eingeschränkt ist. Experten von Bellingcat* und andere Spezialisten für visuelle Forensik warnten davor, dass das Erscheinen einer integrierten Generierung von Fälschungen direkt in Google Earth das Vertrauen in alle Satellitendaten gefährdet.

Wenn gefälschte Aufnahmen genauso überzeugend aussehen wie echte, schafft dies die Grundlage für totalen Skeptizismus: Jegliche Beweise, die auf Basis der Weltraumaufnahme präsentiert werden, könnten als Ergebnis der Arbeit einer neuronalen Netzwerkes abgelehnt werden.

### Position von Google und Reaktion der Experten

Das Unternehmen Google gab bekannt, dass alle generierten Bilder mit dem digitalen Wasserzeichen SynthID gekennzeichnet sind und der Dienst die Erstellung eines Teils potenziell gefährlicher Inhalte blockiert. Diese Maßnahmen überzeugten jedoch die Spezialisten im Kampf gegen Desinformation nicht. Das Hauptrisiko besteht darin, dass ein Werkzeug zur Erstellung von Fälschungen direkt innerhalb eines Dienstes platziert wurde, der jahrelang zur Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Informationen genutzt wurde.

Die Entscheidung zur Deaktivierung der Funktion wurde getroffen, bevor zusätzliche Schutzmechanismen implementiert wurden. Google hat bisher keine Zeitrahmen für die Rückkehr der Funktion genannt, aber es ist offensichtlich, dass die aktuelle Version des Algorithmus eine zu große Bedrohung für die Informationssicherheit darstellt.