Google hat die neue Generation der Flaggschiff-Smartphones Pixel 11, Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL vorgestellt, die auf dem eigenen Tensor G6-Prozessor basieren. Neben dem aktualisierten „Hardware'-Setup setzt das Unternehmen auf die Rückkehr legendärer Hardware-Lösungen, auf die es fast ein Jahrzehnt lang verzichtet hatte, sowie auf ein Set von KI-Tools, die direkt in das System integriert sind – von der Tastatur bis zur Kamera. Nach Angaben von Quellen startet die Serie bei 899 US-Dollar, wobei der visuelle Akzent der Pro-Versionen die RGB-Beleuchtung unter dem neuen Namen HiLight ist.
Rückkehr der LED-Benachrichtigungen und das HiLight-Array
Eine der auffälligsten Entscheidungen war die Rückkehr der Hardware-LED-Benachrichtigungen, auf die Google bereits 2018 verzichtet hatte. Auf der Rückseite um den Blitz herum befindet sich das HiLight-Beleuchtungsarray, das es ermöglicht, individuelle Farben für ausgewählte Kontakte zuzuweisen und während der Arbeit des Assistenten Gemini zu pulsieren. So erhält der Nutzer ein visuelles Signal für eingehende Ereignisse, ohne das Telefon vom Ladegerät abnehmen oder aus der Tasche holen zu müssen.
KI in der Tastatur: reiner Text ohne „Parasiten'
In die Standardtastatur wurde ein Tool integriert, das in Echtzeit Füllwörter wie „ähm' und „äh' filtert, logische Versprecher korrigiert und Widersprüche in Sätzen entfernt. Im Wesentlichen wird gesprochene Sprache in sauberen geschriebenen Text in jeder Anwendung umgewandelt, was besonders für die Diktierfunktion und das Diktieren von Notizen nützlich ist.
Kamera: intelligenter Auslöser, Prompter und sichere Zonen
Die Kamerafunktion hilft dabei, wichtige Momente nicht zu verpassen: Beim Drücken des Auslösers nimmt das Smartphone ein kurzes Video auf, wählt automatisch die besten Aufnahmen aus, entfernt Unschärfe von Gesichtern und speichert ein perfektes Foto zusammen mit dem Originalvideo. Ein separater Modus bietet einen integrierten Prompter über dem Objektiv, erweiterte Tools zur Bearbeitung von Ton und Bildern sowie visuelle Gitter für „sichere Zonen' für Social-Media-Formate (z. B. Instagram), damit die Elemente der Benutzeroberfläche das Gesicht oder Untertitel nicht verdecken.
Schnelles Laden ohne Überhitzung
Das Smartphone kann das Laden des Akkus beschleunigen, ohne die Leistung des Netzteils zu erhöhen – 30 Watt für die Basisversionen und 45 Watt für das Pro XL. Dazu schaltet das System vorübergehend Hintergrundprozesse aus und hebt strenge Temperaturbegrenzungen auf, um die maximale Ladegeschwindigkeit bis zu 100 Prozent aufrechtzuerhalten.
Widersprüchliche Daten
In den Quellen gibt es Diskrepanzen. Erstens der Startpreis: In der Überschrift eines der Artikel wird von 899 US-Dollar gesprochen, während in der Referenz desselben Artikels die Zahl 999 US-Dollar angegeben ist – den genauen Preis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sollte man überprüfen. Zweitens die Verfügbarkeit der HiLight-Beleuchtung: Einige Materialien beschreiben das RGB-Array als Feature speziell der Pro-Versionen, während allgemeine Beschreibungen der Serie es als Schlüsselfeature der Generation darstellen. Schließlich wurde der Begriff „HiLight' in frühen Leaks als mögliche Umbenennung der Kamerabeleuchtung präsentiert, was bedeutet, dass der endgültige Name und der Anwendungsbereich bis zur offiziellen Ankündigung angepasst werden konnten.
Insgesamt wirkt das Pixel 11 wie ein Versuch von Google, „tangible' und visuelle Features in die Serie zurückzubringen, die das Pixel einst unverwechselbar machten, und gleichzeitig KI in die alltäglichsten Szenarien zu integrieren – vom Diktieren von Text bis zum Filmen von Videos. Es bleibt abzuwarten, wie versprochene Funktionen unter realen Bedingungen funktionieren, wenn die Einzelhandelsversionen verfügbar sind.