Das Magazin Tom's Hardware hat die Testergebnisse von drei der ersten fünf Laptops der Googlebook-Reihe veröffentlicht — dem Lenovo Googlebook 15, dem HP Googlebook 14 und dem Dell XPS Googlebook. Das allgemeine Fazit der Redaktion: Die Geräte sind gut verarbeitet, mit hochwertigen Displays ausgestattet und spiegeln im Großen und Ganzen bekannte Marktmodelle der Hersteller wider, allerdings bietet das Betriebssystem noch keine komfortable Alltagsbedienung. Die Plattform hat in vielerlei Hinsicht die Android-Logik übernommen, doch die Softwareauswahl und die Möglichkeiten zur geräteübergreifenden Interaktion lassen nach Einschätzung der Tester zu wünschen übrig.

Design und Hardware

Wie Tom's Hardware anmerkt, spiegeln die ersten Googlebooks weitgehend bestehende Partner-Modelle wider. Dem HP Googlebook 14 liegt das HP OmniBook Ultra zugrunde, und das Dell XPS Googlebook kopiert das Dell XPS 13 fast vollständig. Gesondert hervorzuheben ist das Lenovo Googlebook 15: Es besitzt ein weißes Gehäuse aus einer Kombination von Kohlefaser, Aluminium und Magnesium, einen 15,3-Zoll-Bildschirm und ein Gewicht von 1,29 kg. Ein gemeinsames Erkennungsmerkmal aller Modelle ist der Glowbar-LED-Streifen, der je nach Gerätestatus die Farbe wechselt: Beim Einschalten und beim Wechsel in den Ruhemodus leuchtet die Beleuchtung regenbogenfarben, beim Aufrufen des KI-Assistenten Gemini reagiert sie auf die Stimme und beim Anschließen des Netzteils zeigt sie den Ladezustand in Rot, Gelb oder Grün an. Auf der Tastatur ist eine „G“-Taste hervorgehoben, die das Anwendungsmenü öffnet und Tastenkombinationen unterstützt, während die Funktionstasten F1–F3 wie bei älteren Android-Versionen für das Zurückkehren, den Wechsel zum Startbildschirm und die Anzeige geöffneter Apps zuständig sind.

Leistung und Akkulaufzeit

Das HP Googlebook 14 und das Dell XPS Googlebook arbeiten mit dem Qualcomm X Elite X1-80-100-Chip, während das Lenovo Googlebook 15 auf den Intel Core Ultra 5 325 (Panther Lake) setzt. Im Geekbench 7 schnitten die Qualcomm-Chips besser ab, insbesondere bei Multithread-Tests sowie im Grafiktest 3DMark Steel Nomad Light. Lenovo wiederum erwies sich im WebXPRT4, das die Leistung bei Webanwendungen bewertet, als schneller. Die Akkulaufzeit fiel relativ bescheiden aus: Bei einem Test mit dem sequenziellen Öffnen von 30 Websites bei einer Bildschirmhelligkeit von 150 cd/m² lief der Lenovo-Computer 11 Stunden und 52 Minuten, das HP-Gerät 10 Stunden und 25 Minuten und das Dell-Gerät 10 Stunden und 4 Minuten. Alle getesteten Geräte verfügen über mindestens 16 GB Arbeitsspeicher, wovon permanent 7–8 GB belegt sind; die Redaktion führt dies vermutlich auf im Hintergrund laufende KI-Modelle zurück.

Oberfläche und Software-Ökosystem

Die Oberfläche des Googlebook OS erinnert in vielerlei Hinsicht an Android: Unten befindet sich eine Taskleiste, die nicht verschoben werden kann, und oben eine Statusleiste mit Uhrzeit, Datum, Schnellwechseleinstellungen und dem Schalter für die Magic-Cursor-Funktion. In der Praxis sind die Abstände zwischen den Oberflächenelementen oft auf die Bedienung per Finger über den Touchscreen ausgelegt. Dem Dateimanager fehlen die Schaltflächen „Vorwärts“ und „Zurück“, und Ordner in der Seitenleiste lassen sich weder anheften noch verschieben. Chrome unterstützt keine mehreren Profile — eine unangenehme Überraschung für alle, die persönliche und geschäftliche Konten trennen. Anwendungen werden ausschließlich über den Play Store installiert — im Gegensatz zu Microsoft Windows, Apple macOS und Linux. Dafür sind fünf Kompatibilitätsklassen vorgesehen: von ursprünglich für PCs mit Tastatur und Maus entwickelten Apps bis hin zu solchen, die nur für Smartphones ausgelegt sind. Zur ersten Kategorie gehören beispielsweise Adobe Photoshop, Obsidian, Notability, Zoom und Microsoft Office, während Google Kalender und Gmail im Wesentlichen Webanwendungen in separaten Hüllen sind. Linux-Programme werden über eine Debian-virtuelle Maschine gestartet, arbeiten jedoch mit Verzögerungen, der Ton weist Störungen auf und ein Start als normale Systemanwendung ist nicht möglich. Das Ausführen von Apps auf Intel-Prozessoren bringt zusätzliche Schwierigkeiten mit sich, während Computer mit Qualcomm-Chips weniger Probleme haben.

Smartphone-Integration und KI-Funktionen

Die Googlebook-Plattform verspricht eine enge Smartphone-Integration, allerdings steht das umfangreichste Funktionsspektrum nur Geräten mit Android 17 zur Verfügung. Ein Samsung Galaxy S23 mit einer älteren Systemversion verband sich problemlos, arbeitete jedoch instabil: Benachrichtigungen kamen nicht immer an, einige Dateien ließen sich nicht per Drag-and-Drop verschieben und beim Streaming von Apps traten Ruckler auf. Gleichzeitig ermöglicht das Starten einer einzelnen Smartphone-App auf dem Laptop die parallele Nutzung des Telefons für andere Aufgaben, im Gegensatz zu einer einfachen Bildschirmspiegelung. Die Funktion Magic Cursor ist verfügbar, mit der man ein Objekt auf dem Bildschirm einkreisen und zur KI-Analyse senden kann, ebenso wie die bedarfsgesteuerte Erstellung von Widgets, auch wenn der Funktionsumfang begrenzt ist. Gesondert hervorgehoben wird das Spracheingabesystem Rambler, dessen Nutzung recht komfortabel ist, und zu den getesteten KI-Werkzeugen gehörte auch der Programmierassistent Antigravity.

Fazit

Zusammenfassend konstatiert Tom's Hardware, dass die ersten Googlebooks qualitativ gut verarbeitete Geräte mit guten Bildschirmen sind, deren Betriebssystem jedoch noch nicht das Niveau gewohnter Desktop-Plattformen erreicht hat. Eine begrenzte Softwareauswahl, die Abhängigkeit vom Play Store, Probleme beim Start von Linux-Apps und die instabile Integration mit Smartphones auf älteren Android-Versionen sind die Hauptschwächen, die Google im Zuge der Plattformentwicklung beheben muss.