In Odessa entbrannte ein Skandal, der tragisch enden könnte. Ende April entdeckten Passanten auf einem Parkplatz vor dem Büro eines Unternehmers ein schockierendes Schauspiel: An der Tür eines schwarzen BMW 712 hing eine echte Kampfgrenade. Der Besitzer des Fahrzeugs, ein 59-jähriger Geschäftsmann, ahnte nicht einmal, dass sein Auto zum Ziel einer tödlichen Provokation geworden war.

Die Situation war kritisch. Die Polizei beschlagnahmte den gefährlichen Gegenstand, der vorläufig als Handgranate identifiziert wurde, und schickte ihn zur ballistischen Untersuchung. Doch das Interessanteste begann, als die Ermittler mit der Suche nach dem Täter begannen.

Jagd auf den Flüchtigen

Der Verdächtige erwies sich als 35-jähriger Einwohner einer anderen Region der Ukraine. Der Mann handelte kalkuliert: Nachdem er die Granade an ein fremdes Auto geschraubt hatte, versuchte er, Odessa zu verlassen. Doch die Strafverfolgungsbehörden ließen ihm keine Chance. Der Beschuldigte wurde ausfindig gemacht und an seinem Wohnort festgenommen.

Bei genehmigten Durchsuchungen beschlagnahmte die Polizei nicht nur das Fahrzeug, mit dem der Täter unterwegs war, sondern auch andere Beweismittel, die für den Fall von Bedeutung waren. Dem Mann wurde der illegale Umgang mit Kampfmitteln vorgeworfen (Abs. 1 Art. 263 des Strafgesetzbuchs der Ukraine). Die Strafe nach diesem Artikel ist hart: Freiheitsstrafe von drei bis sieben Jahren.

Freiheit gegen Kaution

Das Gericht entschied bei der Prüfung der Haftmaßnahme auf Haft mit der Möglichkeit einer Kaution. Die Summe war beträchtlich – fast eine halbe Million Hrywnja. Der Verdächtige nutzte sein Recht, zahlte das Geld und wurde auf freien Fuß gesetzt, wobei dieser Vorfall als Warnung in der Geschichte blieb, dass auch in Friedenszeiten Gefahren an den unvorhersehbarsten Orten lauern können.