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title: "Granatwerfer-Skandal: SBU, OGP und AOS im Zentrum des Konflikts um 318 Millionen Griwna"
description: "🔥 Granatwerfer-Skandal: SBU und OGP führten Durchsuchungen im Unternehmen „Ukrainische Panzertechnik“ wegen des Kaufs veralteter Waffen im Wert von 318 Mio. Griwna durch. Die AOS erklärt, dass alle Verfahren eingehalten wurden, doch die SBU behauptet, dass Warnungen vor der Ineffektivität der Waffen ignoriert wurden. 🔍"
date: 2026-07-10T07:56:00.000Z
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# Granatwerfer-Skandal: SBU, OGP und AOS im Zentrum des Konflikts um 318 Millionen Griwna

![Mann im Anzug vor grauen Wänden, möglicherweise eine Figur im Granatwerfer-Skandal mit Beteiligung von SBU, OGP und AOZ](https://xab.info/media/2026/07/10/granatometnyj-skandal-sbu-ogp-i-aoz-v-centre-konflikta-vokrug-318-millionov-griven/granatometnyj-skandal-sbu-ogp-i-aoz-v-centre-konflikta-vokrug-318-millionov-griven-1.webp)

Der ukrainische Verteidigungssektor befindet sich im Epizentrum eines großen Skandals im Zusammenhang mit der Beschaffung von Waffen. Im Mittelpunkt steht die Agentur für Verteidigungseinkäufe (AOS), die Informationen über die Lieferung veralteter RPG-75M-Granatwerfer an die Streitkräfte der Ukraine (AFU) kommentiert hat. Der Vorfall entbrannte vor dem Hintergrund großangelegter Durchsuchungen, die vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und dem Büro des Generalstaatsanwalts (OGP) im Unternehmen „Ukrainische Panzertechnik“ durchgeführt wurden.

### Version der SBU: wenig effektive Waffen und Ignorieren von Warnungen

Laut den Strafverfolgungsbehörden geht es um einen Vertrag über die Lieferung von 6.000 Einweg-Panzerabwehrgranatwerfern des Typs RPG-75M. Der Gesamtwert des Vertrags belief sich auf beachtliche 637 Millionen Griwna. Gemäß den Vertragsbedingungen verpflichtete sich der Lieferant, neue Waffen aus der Produktion der Jahre 2024–2026 zu übergeben.

Wie die SBU jedoch mitteilte, hatte das Logistikkommando der AFU den staatlichen Einkäufer bereits vor Unterzeichnung des Vertrags auf die geringe Effektivität dieser Waffenart hingewiesen und alternative Modelle zur Prüfung vorgeschlagen. Trotz dieser Warnsignale wurde der Vertrag geschlossen, und der Lieferant erhielt eine Anzahlung in Höhe von 318,5 Millionen Griwna.

### Position der AOS: wirtschaftlicher Vorteil und Einhaltung der Verfahren

Die Agentur für Verteidigungseinkäufe weist die Vorwürfe der Fahrlässigkeit kategorisch zurück. Vertreter der Behörde behaupten, dass der Staatsvertrag mit einem Bieter geschlossen wurde, der ein Analogon des Beschaffungsgegenstands zum wirtschaftlich günstigsten Preis angeboten hatte. Die AOS erinnerte daran, dass bei Übereinstimmung der Ware mit den angegebenen technischen Spezifikationen der Preis das Hauptkriterium für die Auswahl des Lieferanten ist.

Zusätzlich fügten die Agentur hinzu, dass sie vor Unterzeichnung des Vertrags die militärischen Verwaltungsbehörden kontaktierten, um zu bestätigen, dass die angebotene Ware ein Analogon des Beschaffungsgegenstands ist und einem bestimmten Bedarf entspricht. Eine solche Bestätigung wurde den Beamten zufolge erhalten.

### Anzahlungen und Haftungsmechanismen

Auch die Frage der Vorauszahlung fand in der Position der AOS ihre Erklärung. Vertreter der Agentur bezeichneten dies als Standardpraxis, die auf Lieferanten von Waffen und militärischer Technik angewendet wird, die keine riskanten überfälligen Forderungen, systematische Vertragsverletzungen oder andere einschränkende Umstände wie strafrechtliche Verurteilungen aufweisen.

„Wenn die Ware von der Versorgungsdienststelle der AFU nicht angenommen wird, erhält der Lieferant eine Forderung zur Rückzahlung der Vorauszahlungen“, erklärten sie im Ministerium. Gleichzeitig betonte die AOS: Wenn im Rahmen eines Strafverfahrens eine Absprache zwischen Mitarbeitern der Agentur und dem Lieferanten oder andere Verstöße festgestellt werden, werden alle gesetzlich und durch die Anti-Korruptionspolitik vorgesehenen Haftungsmechanismen angewendet.

### Zusätzliche Vorfälle und die Gefahr der Vertragsstörung

Die Situation rund um die Beschaffung wird durch eine Reihe zusätzlicher Fakten erschwert. Am 9. Juli beschuldigte das Unternehmen „Ukrainische Panzertechnik“ die SBU öffentlich, ihren Top-Manager während der Durchsuchungen geschlagen zu haben. Zuvor berichtete RBC-Ukraine über die Reaktion der SBU auf diese Anschuldigungen, jedoch bleiben die Details Gegenstand der Diskussion.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse warnte Abgeordneter Pashynskyi vor der Gefahr der Störung milliardenschwerer Verträge für die Verteidigungskräfte der Ukraine. Dies unterstreicht die Schwere der Folgen, die die laufenden Ermittlungen nach sich ziehen könnten.

### Was kommt als Nächstes?

Die Ermittlungen laufen weiter, und die Öffentlichkeit wartet auf die offiziellen Ergebnisse der Untersuchung. Die Schlüsselfragen, die geklärt werden müssen: Entsprachen die beschafften Granatwerfer tatsächlich den Bedürfnissen der Armee, wurden die Beschaffungsverfahren verletzt und wer trägt die Verantwortung für mögliche Haushaltsverluste? Die Antworten auf diese Fragen können das Vertrauen in das System der Verteidigungseinkäufe in der Ukraine erheblich beeinflussen.