Jack Grealish, dessen Vertrag dem Manchester City gehört, hat seinen Wunsch geäußert, zum Everton zurückzukehren, für das er in der vergangenen Saison bereits auf Leihbasis spielte. Medienberichten zufolge hat sich der Engländer auf einen Wechsel zum Liverpooler Klub geeinigt, doch der Verein selbst bestätigt die Verhandlungen bislang nicht und kündigt den Transfer auch nicht an. Vor diesem Hintergrund prüft Everton mehrere Optionen zur Verstärkung des Kaders für die neue Saison, und Grealish ist nur eine davon.
Die Position von David Moyes
Der Trainer von Everton, David Moyes, wollte sich zu den Gerüchten über ein mögliches Comeback von Grealish nicht im Detail äußern und schloss ein solches Szenario gleichzeitig nicht aus. „Wir haben noch keine endgültigen Entscheidungen in dieser Frage getroffen. Wir sind bei der Suche nach Spielern und versuchen, wo immer möglich, den Kader zu verstärken. Es wäre falsch, nur einen Namen zu nennen“, erklärte der Trainer. Damit bestätigt der Verein offiziell nicht, dass er den Engländer erneut verpflichten plant, und behält sich vor, später auf die Frage zurückzukommen.
Konkurrenten und alternative Szenarien
Neben Everton ist auch Sunderland an Grealish interessiert. In den Medien tauchten zudem Berichte über ein mögliches Comeback des Spielers bei Aston Villa auf, wo er einen erheblichen Teil seiner Karriere verbracht hatte. Zur Einordnung: Manchester City hatte Grealish 2021 für 100 Millionen Pfund von Aston Villa verpflichtet, und in der vergangenen Saison stand der Spieler bei Everton auf Leihbasis. Deshalb bleibt seine Zukunft ungewiss, und die „Toffees“ bewerten verschiedene Optionen für die Kaderplanung.
Auswirkungen auf die Zukunft von Iliman Ndiaye
Ein mögliches Comeback von Grealish könnte sich auf die Perspektiven eines anderen Offensivspielers von Everton auswirken – Iliman Ndiaye. Doch Moyes versicherte, dass der Verein nicht beabsichtige, einen seiner besten Spieler voreilig zu verkaufen. „Wir haben definitiv kein Interesse daran, unsere besten Spieler zu verkaufen. Wir müssen uns keine Sorgen machen. Soweit ich weiß, haben wir keine Kontakte von anderen Vereinen erhalten. Es gibt viel Information, die im Umlauf ist, aber sie entspricht nicht immer der Realität“, merkte der Trainer an. Laut seinen Worten habe Everton keine offiziellen Angebote für Ndiaye erhalten.
Ukrainischer Kontext: Mykolenko bei Everton
Für ukrainische Fans hat Everton einen besonderen Grund für Aufmerksamkeit – in seinem Kader spielt der linke Verteidiger Vitali Mykolenko. Er wechselte im Januar 2022 zum Liverpooler Verein, und das ukrainische Dynamo Kiew erhielt für den Transfer rund 23 Millionen Euro. In dieser Zeit bestritt Mykolenko 160 Spiele für Everton, erzielte 4 Tore und gab 5 Torvorlagen. Trotz möglicher Gerüchte über einen Abgang unterzeichnete der ukrainische Spieler im Juni dieses Jahres einen neuen Vertrag mit dem Verein und wird bei den „Toffees“ bis 2029 spielen.
Widersprüchliche Angaben
Hier ist ein Widerspruch in den Versionen festzustellen. Einerseits berichten mehrere Medien, dass Grealish bereits mit einem Wechsel zu Everton einverstanden ist und faktisch „Pep den Rücken kehrt“, also der Transfer als nahezu abgeschlossen dargestellt wird. Andererseits betont Everton durch die Worte von David Moyes, dass keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden und der Verein nicht beabsichtige, einen bestimmten Kandidaten zu nennen. Das heißt, der Medien-Narrativ über einen „vereinbarten“ Transfer ist bislang nicht durch die Position des Vereins bestätigt, der die Frage offen lässt und alternative Optionen zur Kaderverstärkung prüft.