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title: "Griechisches Veto: Wie die Interessen von Dynagas von George Procopiou das 21. EU-Sanktionspaket blockierten"
description: "Griechenland hat ein neues EU-Sanktionspaket gegen Russland blockiert, um die Interessen des Schifffahrtsmagnaten George Procopiou zu schützen. 🚫🇬🇷\n\nDas Unternehmen Dynagas, das arktisches Gas transportiert, gerät durch das Verbot des LNG-Transports in Gefahr. Das Veto verzögert die Einführung von Beschränkungen für russische Banken und den „Preisdeckel“ für Öl. ⛽🚢"
date: 2026-07-16T13:51:23.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/griechisches-veto-wie-die-interessen-von-dynagas-von-george-procopiou-das-21-eu-sanktionspaket-blockierten
tags: [greece, george-procopiou, dynagas, yamal-spg, eu-sanctions]
publisher: "XAB.info"
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# Griechisches Veto: Wie die Interessen von Dynagas von George Procopiou das 21. EU-Sanktionspaket blockierten

In Brüssel entbrennt eine diplomatische Krise, die die Arbeit der Europäischen Union bereits seit einer Woche lähmt. Griechenland hat das Inkrafttreten des 21. Sanktionspakets gegen Russland mit dem Veto blockiert und dabei auf die Existenzbedrohung eines der größten griechischen Schifffahrtskonzern verwiesen. Im Zentrum des Konflikts steht der Magnat George Procopiou und sein Unternehmen Dynagas, dessen Vermögenswerte durch das geplante Verbot des Transports von russischem verflüssigtem Erdgas (LNG) gefährdet sind.

### Gefahr für die Arktis-Flotte

Der griechische Botschafter bei der EU gab am Mittwoch die Position Athens bekannt: Die geplanten Beschränkungen, die den Transport von russischem LNG in Drittländer verbieten sollen, würden das Geschäft von Dynagas faktisch vernichten. Die Spezialisierung des Unternehmens ist einzigartig: Es betreibt eine Flotte von 27 Gasschiffen, von denen ein Drittel Schiffe der Klasse Arc7 sind. Diese Tanker verfügen über eine verstärkte Konstruktion, die es ihnen ermöglicht, unter den rauen Bedingungen der eisigen Arktisgewässer zu operieren.

Die Flotte wurde speziell für den Betrieb des Werks „Jamal LNG“ gebaut. Seit Anfang 2025 hat das Unternehmen mehr als 10 Millionen Tonnen russisches Gas mit 11 Schiffen transportiert. Nach Angaben einer Untersuchung haben die Schiffe von Dynagas in diesem Zeitraum 144 Fahrten durchgeführt und so die Lieferung der Produkte des sibirischen Werks auf den EU-Markt sichergestellt.

### Die wirtschaftlichen Hintergründe des Konflikts

Die Interessen Griechenlands in dieser Frage gehen weit über ein einzelnes Unternehmen hinaus. Neben Dynagas besitzt George Procopiou auch das Öltanker-Geschäft Dynacom. In den letzten drei Jahren hat diese Struktur mindestens 915 Millionen Dollar mit dem Handel mit russischem Rohöl verdient und damit jede andere griechische Reederei in puncto Rentabilität übertroffen.

Der Ruf von Dynacom als mutiger Marktteilnehmer wurde in den ersten Wochen des Konflikts zwischen den USA und Israel mit dem Iran bestätigt: Das Unternehmen gehörte zu den Ersten, die es wagten, Tanker durch die Straße von Hormus zu schicken.

### Folgen der Blockade der Sanktionen

Das Veto Athens hat dazu geführt, dass die Verabschiedung des 21. EU-Sanktionspakets gegen Russland verschoben wurde. Zu diesem Paket gehörten neben den Beschränkungen für LNG auch Maßnahmen gegen eine Reihe russischer Banken, Kryptowährungsnetzwerke und Rüstungsunternehmen. Das Dokument sah zudem einen Mechanismus zur Senkung des „Preisdeckels“ für russisches Öl vor, über dem Unternehmen es nicht legal kaufen und transportieren dürfen.

Andere EU-Diplomaten versuchen, die griechische Seite davon zu überzeugen, dass Unternehmen aller Mitgliedstaaten infolge der Sanktionspolitik, die auf einen wirtschaftlichen Schlag gegen Moskau abzielt, Verluste erlitten haben. Die Statistik zeigt jedoch, dass die Nachfrage nach russischem Gas hoch bleibt: Im ersten Halbjahr 2026 importierte Europa vom Werk „Jamal“ mehr verflüssigtes Erdgas als je zuvor und schluckte fast die gesamte Produktion des sibirischen Werks innerhalb weniger Monate, bevor das Einfuhrverbot in Kraft trat.