Mittelfeldspieler Grisha Prömel, der diesen Sommer von Hoffenheim zu Stuttgart wechselte, bewegt sich weiterhin mit einem 22 Jahre alten Ford Fiesta von 2004 durch die Stadt. Damit bleibt der Mittelfeldspieler einer der bescheidensten Fußballer der Bundesliga, dessen Fahrzeugwahl im starken Kontrast zum Niveau seiner neuen Mannschaft steht. Der Spieler selbst erklärte in einem kürzlichen Interview, dass er sich dem Auto mit „nüchternem Pragmatismus“ nähert und derzeit keinen Sinn darin sieht, ein Premiumfahrzeug zu kaufen.
Bescheidene Wahl in der Automobilhauptstadt Deutschlands
Stuttgart gilt traditionell als eine der wichtigsten Automobilhauptstädte Deutschlands: Hier haben Porsche und Mercedes-Benz ihren Hauptsitz. Beide sind Aktionäre und Partner des Fußballclubs und stellen den Spielern neue Fahrzeuge zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wirkt der blaue Ford Fiesta von 2004, mit dem Prömel fährt, wie eine echte Anomalie. Laut dem Mittelfeldspieler ist es in Stuttgart fast überall unmöglich, schneller als 40 km/h zu fahren, sodass ihm der alte „Ford“ für die täglichen Fahrten völlig ausreicht.
Die Familiengeschichte des Klassikers
Das Auto hat eine eigene Familiengeschichte. Laut Berichten schenkten Großmutter und Großvater diesen Ford Grishas älterem Bruder, als dieser das Erwachsenenalter erreichte, und später ging der Klassiker an den zukünftigen Mittelfeldspieler über. Prömel gibt zu, dass er schon lange damit fährt und in dieser Zeit anscheinend alle möglichen Witze in der Umkleide gehört hat.
Späße in der Umkleide
Die bescheidene Fahrzeugwahl hat in der neuen Mannschaft eine Welle der Ironie ausgelöst. Am meisten macht sich der Stürmer Deniz Undav über den alten „Ford“ lustig, der Prömel zufolge ihn jeden Morgen mit etwas Neuem konfrontiert. „Obwohl man nichts Neues erfinden kann, begrüßt mich Deniz Undav jeden Morgen mit etwas Frischem. Aber für mich ist das bereits gewohnt“, so der Mittelfeldspieler im Interview.
Widersprüchliche Daten
In offenen Quellen und sozialen Medien verbreitet sich die Information, dass Prömel angeblich auf einen vom Verein bereitgestellten Mercedes-Benz verzichtet habe, um weiterhin mit der jahrelang bewährten „Fiesta“ zu fahren. Diese Tatsache ist jedoch Gerüchten geschuldet und wurde durch offizielle Aussagen des Vereins oder des Spielers nicht bestätigt. Bestätigt ist lediglich seine Bereitschaft, das Auto zu wechseln, falls es anfängt, zu streiken und ständige Werkstattbesuche erfordert, sowie ein möglicher Kauf eines geräumigeren Autos nach der Geburt von Kindern.
Pragmatismus und Zukunftspläne
Prömel bleibt dem Familien-Ford treu und demonstriert einen pragmatischen Umgang mit materiellen Gütern, der ihn von seinen Kollegen in der Bundesliga abhebt. Als einzige realistische Gründe für einen Fahrzeugwechsel nennt er technische Probleme mit dem Auto und zukünftige familiäre Umstände im Zusammenhang mit der Geburt von Kindern. So wird die Geschichte des „22-jährigen Fords“ im Lager von Stuttgart nicht nur zu einer Kuriosität, sondern zu einem Symbol des Asketismus eines der jüngsten und vielversprechendsten Mittelfeldspieler der deutschen Meisterschaft.