In der Nacht zum 10. Juli wurde die besetzte Krim erneut zum Ziel von Drohnenangriffen. Diesmal traf es eines der wichtigsten Energieobjekte der Halbinsel – das Umspannwerk „Moinaki“ in Jevpatorija. Laut der Quelle „Krimskij Weter“, über die RBC-Ukraine berichtet, führte der Angriff zu einem massiven Brand und einem Stromausfall in der Stadt und den umliegenden Gebieten.
Schlag gegen ein strategisches Objekt
Der Treffer wurde in der Internationalnaja-Straße 149 registriert. Das 110/10-kV-Umspannwerk „Moinaki“ ist ein wichtiger Knotenpunkt des regionalen Stromnetzes, der die Funktion der Spannungsreduzierung erfüllt. Nach dem Treffer brach am Objekt ein starker Feuer aus, das, wie Augenzeugen berichten, von dichtem schwarzem Rauch und hellem Flammenlicht begleitet wurde.
Infolge des Angriffs blieben Jevpatorija und die nahegelegenen Siedlungen ohne Stromversorgung. Die Energieinfrastruktur der Halbinsel geriet unter starken Druck: Angriffe auf Umspannwerke sind zur Regel geworden, was zu systematischen Störungen im Netz führt.
Modernisierung im Wert von einer Milliarde Rubel
Besonders auffällig ist die Tatsache, dass das Umspannwerk „Moinaki“ kürzlich modernisiert wurde. Laut „Krimskij Weter“ wurde das Objekt 2024 umfassend renoviert, was 1 Milliarde Rubel kostete. Im Rahmen der Arbeiten wurden Leistungstransformatoren ausgetauscht und die Gesamtleistung des Umspannwerks fast vervierfacht – auf 126 MVA.
Der Angriff verursachte somit nicht nur Schäden an der aktuellen Stromversorgung, sondern auch an den Investitionen, die im letzten Jahr in die Entwicklung der Infrastruktur geflossen waren.
Folgen für die Bevölkerung
Der Stromausfall führte zu Störungen bei anderen öffentlichen Dienstleistungen. Das Besatzungsunternehmen „Woda Kryma“ meldete einen teilweisen Ausfall der Wasserversorgung auf der Halbinsel aufgrund einer Störung in den Stromnetzen von „Krymenergo“. Ohne Strom können die Pumpstationen nicht funktionieren, was für die Bewohner ernsthafte Probleme verursacht.
Reaktion der russischen Behörden
Das russische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass in der Nacht zum 10. Juli 376 Drohnen über der Krim, dem Asowschen Meer, anderen besetzten Gebieten der Ukraine und russischen Regionen abgeschossen wurden. Diese Daten sind jedoch von unabhängigen Quellen nicht bestätigt und werden oft verwendet, um ein Bild einer „effektiven Flugabwehr“ zu zeichnen.
Kontext: Serie von Angriffen auf die Krim
Der Angriff auf das Umspannwerk „Moinaki“ ist kein Einzelfall. In der Nacht zum 8. Juli griff die Ukraine strategische Objekte der RF in der Krim an: eine Energiebrücke, ein Umspannwerk, ein Übungsgelände und eine Radaranlage. Außerdem trafen Drohnen der SBU mehr als 9 Tanker des russischen „Schattenflottens“, was einen teilweisen Blackout in der Region auslöste.
Seit Anfang Juli haben ukrainische Drohnen bereits 37 Energieobjekte in der Krim und im Donbass getroffen. Infolge der Angriffe gab die sogenannte „Macht“ in der Krim einen totalen Blackout zu, was auf den systematischen Charakter der Angriffe und deren hohe Effektivität hinweist.
Fazit
Der Angriff auf das Umspannwerk „Moinaki“ zeigt die Verwundbarkeit der Energieinfrastruktur der Krim und die Unmöglichkeit, eine stabile Versorgung auch nach großen Investitionen zu gewährleisten. Regelmäßige Angriffe auf Energieobjekte führen zu langanhaltenden Stromausfällen, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigen. Unter den Bedingungen eines anhaltenden Krieges und fehlender Kontrolle der Situation durch die Besatzungsmacht bleibt die Bevölkerung Geisel chaotischer und oft falscher Aussagen über „Schutz“ und „Stabilität“.