Während des Treffens der Kontaktsgruppe für die Verteidigung der Ukraine im Format „Ramstein“ kündigte der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis ein neues, umfangreiches Paket an militärischer Hilfe für Kiew an. Dies meldet RBC-Ukraine.
Die britische Seite bestätigte, dass die Gesamtkosten des neuen Waffenpakets 852 Millionen Pfund Sterling betragen. Die Mittelbereitstellung erfolgt über ein spezielles Kreditssystem, wobei die Finanzierungsquelle beschlagnahmte russische Vermögenswerte sind.
Was ist im neuen Hilfspaket enthalten?
Laut Aussage des britischen Ministers soll die Unterstützung darauf abzielen, die wichtigsten Verteidigungsbereiche der Ukraine zu stärken. Das Paket umfasst:
- Unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) britischer Eigenproduktion;
- Raketen für Luftabwehrsysteme;
- Radarsysteme.
Diese Lieferungen entsprechen direkt den zuvor geäußerten Prioritäten der ukrainischen Seite, zu denen die Stärkung der Raketenabwehr und der Kauf von Drohnen gehören.
„Begrenztes Zeitfenster“
Dan Jarvis betonte die Dringlichkeit der Lage und stellte fest, dass derzeit ein „begrenztes Zeitfenster“ besteht. Nach seinen Worten zeigen die ukrainischen Streitkräfte außergewöhnlichen Kampfesgeist und Einsatzbereitschaft, weshalb ihre Erwartung einer Unterstützung durch die Verbündeten unverzüglich erfüllt werden muss.
Am Vortag des Treffens hatte auch der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow die Notwendigkeit einer Stärkung der Luftabwehr und der Lieferung von Artillerie mit großer Reichweite betont, was durch die ständigen massiven Angriffe Russlands bedingt ist.
Einschätzung der Situation durch Partner
Im Rahmen desselben Treffens erklärte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius, dass Wladimir Putin in eine Sackgasse geraten sei. Nach Ansicht Berlins hat die russische Armee enorme Verluste erlitten, und der Kreml erkennt die negativen Folgen des Krieges für das eigene Land immer deutlicher.
Zuvor, nach den Ergebnissen der vorherigen Sitzungen, hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über bestätigte Finanzierungen durch eine Reihe von Ländern berichtet, darunter Norwegen, die Niederlande, Belgien und Großbritannien, für die Bedürfnisse der Logistik, der Luftabwehr und von Drohnen. Das neue Paket aus London ist eine Fortsetzung dieser Unterstützungslinie.