Ab Juli werden Großbritannien und Frankreich die Führung des Stabes der Multinationalen Streitkräfte für die Ukraine übernehmen. Die neue Struktur soll geschaffen werden, um die Aktionen der Verbündeten bei der langfristigen Wiederherstellung der Streitkräfte der Ukraine nach Abschluss eines Friedensabkommens zu koordinieren.
Dies teilte der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis nach einer Sitzung der Kontaktgruppe für Verteidigungsfragen der Ukraine mit. Laut ihm wurde das Kommando über den Stab dem Generalmajor Tom Baitman übertragen.
Aufgaben der neuen Struktur
Unter der Führung von Generalmajor Baitman werden Großbritannien, Frankreich und ihre Partner mit der Planung und Vorbereitung der für die Wiederherstellung der ukrainischen Armee notwendigen Prozesse beginnen. Wie Jarvis betonte, geht dieser Krieg über die Interessen einer einzigen Nation hinaus.
„Die Ukrainer kämpfen nicht nur für ihre eigene Sicherheit, sondern auch für die Sicherheit Europas. Sie kämpfen auch für ihre Werte und für die Werte Europas. Wir werden sie heute, morgen und so lange unterstützen, wie es erforderlich ist', erklärte der britische Minister.
Voraussetzungen und Vorgeschichte
Die Idee zur Schaffung des Stabes entstand bereits früher. Jarvis' Vorgänger als Verteidigungsminister, John Healy, hatte die Absicht geäußert, der erste Leiter des Ministeriums zu sein, der britische Militärangehörige in die Ukraine entsendet. Während seiner Amtszeit wurde in London ein Stab mit 70 Mitgliedern gebildet, der bereits mit der Planung der Aufstellung der Multinationalen Streitkräfte befasst ist.
Die rechtliche Grundlage für diese Pläne legten die Führer der Partnerländer. Im Januar 2026 unterzeichneten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer einen Absichtserklärung zur Aufstellung dieser Streitkräfte nach einem Waffenstillstand.
Zusätzliche Ankündigungen der Sitzung
Während der heutigen Sitzung in Ramstein wurden auch andere wichtige Sicherheitsfragen diskutiert. Präsident Selenskyj kündigte Pläne zur Schaffung eines „europäischen Raketenabwehrsystems' an. Ihrerseits betonte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (im Kontext des Originaltextes als Pistorius erwähnt, was wahrscheinlich ein Tippfehler oder ein spezifischer Kontext ist, aber im Rahmen der Fakten des Artikels wird die Aussage von Pistorius erwähnt), dass „Putin in eine Sackgasse geraten ist'.