Massiver Angriff aus sieben Richtungen
In der Nacht zum 27. Juni wurde die Ukraine einem großangelegten Luftangriff ausgesetzt. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte startete Russland 129 Kampfdrohnen gegen das Territorium des Landes. Der Angriff erfolgte gleichzeitig aus sieben verschiedenen Richtungen, was auf eine koordinierte Operation hindeutet.
Als Informationsquelle diente das Agenturbüro RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf offizielle Mitteilungen der Militärbehörden. Der Angriff wurde mit einer breiten Palette von Drohnen durchgeführt, darunter Modelle „Schahed' (einschließlich reaktiver Modifikationen), „Gerbera', „Italmas' sowie Drohnen-Imitatoren vom Typ „Parodia'.
Geografie des Angriffs und Gegenmaßnahmen
Der Angriff erfolgte aus folgenden Richtungen:
- Kursk, Brjansk, Orel, Primorsko-Achtarsk (Russland);
- Millerowo (Russland);
- Guardijskoje (Gebiet, das in der Autonomen Republik Krim besetzt ist);
- Gebiet, das in der Oblast Donezk besetzt ist.
Zur Abwehr der Bedrohung wurden alle verfügbaren Luftabwehrkräfte eingesetzt. Im Kampf gegen feindliche Drohnen waren die Luftwaffe, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten der elektronischen Kampfführung und unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte beteiligt.
Ergebnisse der Luftabwehr-Operation
Stand 08:30 Uhr am 27. Juni zeigte das ukrainische Luftabwehrsystem eine hohe Effizienz. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass 113 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert wurden. Die Zerstörung der Technik erfolgte im Norden, Süden und Osten des Landes.
Trotz der erfolgreichen Abwehr der Hauptwelle wurden Vorfälle mit Treffer von Drohnen registriert. Auf dem Territorium der Ukraine stürzten 13 Kampfdrohnen an sieben Orten ab. Darüber hinaus fielen Trümmerteile abgeschossener Geräte an drei weiteren Objekten herab.
Warnung für die Bevölkerung
Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte gaben bekannt, dass der Luftangriff andauert und sich weiterhin feindliche Drohnen im Luftraum befinden. Die Zivilbevölkerung wird dringend aufgefordert, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten und sich in Schutzräumen aufzuhalten, bis die Luftalarmwarnung offiziell aufgehoben wird.
Lage in Saporischschja
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Lage in Saporischschja. Die Stadt wurde innerhalb von 24 Stunden zweimal angegriffen: zunächst am Tag des 26. Juni und dann spät am Abend desselben Tages. Infolge der neuen Beschussaktionen wurden in der Stadt Zerstörungen und Verletzte registriert. Die Streitkräfte überwachen weiterhin die Lage und wehren Versuche des Feindes ab, Infrastruktur und Siedlungen zu treffen.