Die Nacht zum 23. Juni wurde für die russischen Truppen in der Krim kritisch angespannt. Die ukrainischen unbemannten Luftfahrtsysteme (UAS) führten eine großangelegte Operation durch, bei der mehr als 60 wichtige Objekte im feindlichen Hinterland getroffen wurden. Informationen über die Ergebnisse des Angriffs kamen vom Kommandeur der UAS Robert „Madjar“ Browdy, der einen Bericht in seinem Telegram-Kanal veröffentlichte.

Ziele des Angriffs: von der Luftabwehr bis zur Energieversorgung

Laut Browdy wurden die Angriffe auf ein breites Spektrum von Zielen durchgeführt, was er als „Vielfalt“ charakterisierte. Zu den getroffenen Objekten gehörten:

  • Luftabwehrsysteme, einschließlich des Flugabwehrraketenkomplexes „Pantsir-S1“ in der Nähe von Bagewoye, einer Startplattform S-300 und einer Flugabwehrkanone ZU-23-2 in der Nähe von Kurortnoye.
  • Objekte der Energieinfrastruktur: die Stromunterstation „West-Krim“ in der Nähe des Dorfes Karjernoje und die Gasverteilstation „Simferopol“ im Dorf Trudowoje.
  • Militärische Ausrüstung und Logistiktransport in der Krim sowie in den Gebieten Donezk, Lugansk, Saporischschja und Cherson.
  • Ein Trainingsgelände für Drohnenbetreiber der russischen Streitkräfte in der Nähe von Debaltsewo.

Der Kommandeur der UAS betonte auch, dass die Einheiten „Madjars Vögel“, „Nemesis“, „K-2“, „Rarog“ und „Raid“ weiterhin aktiv operieren und forderten den Feind auf, „Würmer zu konsumieren“.

Kontext der Eskalation

Die Nacht zum 23. Juni war nicht der erste Fall eines massiven Angriffs auf die Halbinsel. Zuvor, in derselben Nacht, wurde der Hafen „Kaukasus“ und eine Reihe anderer militärischer Objekte getroffen. Als Folge der Explosionen waren die russischen Behörden gezwungen, den Verkehr über die Krim-Brücke vorübergehend zu sperren.

Angriffe am Wochenende betrafen auch Gasverteilstationen, Öltankterminals und Logistikinfrastruktur. Die Ereignisse deuten auf einen systematischen Charakter der Angriffe auf die feindlichen Hinterlandverbindungen hin, die darauf abzielen, die Funktionsweise der militärischen Maschine in der Region zu destabilisieren.