Am 17. Juni beginnen die Vertreter der Gruppe K ihren Weg auf den Plätzen der Weltmeisterschaft. Dieses Ereignis wird der Start für vier Nationalmannschaften sein, von denen jede ihre eigenen Ambitionen und eine einzigartige Geschichte hat. Der Hauptfokus in dieser Gruppe liegt auf Portugal, denn dieses Turnier ist die letzte Chance für den legendären Cristiano Ronaldo, den begehrten Weltmeistertitel zu gewinnen.
In der Gruppe K sind die Nationalmannschaften Kolumbiens, Usbekistans und der DR Kongo gelandet. In welchem Zustand die Mannschaften zu den Wettkämpfen angetreten sind und was man von ihnen erwarten kann – das analysieren wir im Folgenden.
Portugal: Der letzte Tanz der Legende
Die portugiesische Nationalmannschaft ist ein ständiger Teilnehmer an Weltmeisterschaften; insbesondere haben die „Rot-Grünen“ kein einziges Turnier im 21. Jahrhundert verpasst. Die europäische Qualifikation haben die Schützlinge von Martínez ohne besondere Probleme gemeistert – in der Gruppe mit Ungarn, Armenien und Irland sammelten sie 13 Punkte und belegten den ersten Platz.
Der Kader der portugiesischen Nationalmannschaft ist stabil erstklassig. Was ist schon die Kohorte der Champions-League-Sieger aus dem PSG wert: Vitinha, Mendez und Neves. Allerdings endet der sternenbesetzte Kader hier nicht: Die „europäischen Brasilianer“ aus Arsenal, AC Mailand, Chelsea, FC Barcelona und den beiden Manchester-Clubs werden alles tun, um Ronaldo zu helfen, seinen letzten Gestalt abzuschließen.
Neben Cristiano Ronaldo gibt es noch einen weiteren Vertreter aus der saudisch-arabischen Liga – den 26-jährigen João Félix – den „Goldenen Jungen“, der als Ersatzspieler zur Weltmeisterschaft reist.
Dieses Sommer jährt sich zum zehnten Mal der Sieg Portugals bei der EM 2016. Diesem folgte der Sieg in der Nations League. Allerdings sind die Portugiesen bei großen Turnieren in dieser Zeit (bei zwei EMs und einer WM) nicht weiter als ins Viertelfinale gekommen. Bei einem glücklichen Losverfahren könnten Ronaldo und seine Mannschaft bis ins Halbfinale vordringen, aber schaffen sie es, den Pokal zu gewinnen?
Kolumbien: Die Rückkehr von James
Die Kolumbianer sind nach einer Pause in Katar selbstbewusst zurückgekehrt zur Weltmeisterschaft. In der Qualifikation belegten sie den dritten Platz und überholten sogar Brasilien.
Die WM auf dem Territorium Nordamerikas wird die siebte für die kolumbianische Nationalmannschaft sein. Das einprägsamste Turnier war das Jahr 2014 in Brasilien, genau dort glänzte James Rodríguez und wurde Torschützenkönig (6 Tore). Die Mannschaft selbst erreichte das Viertelfinale, wo sie den Gastgebern unterlag.
Übrigens reist Rodríguez zur WM als Spieler von Minnesota United, aber sein Vertrag läuft bereits Ende Juni aus. Wahrscheinlich wird dies sein Schwanengesang sein (zumindest bei Weltmeisterschaften).
Besonders hervorzuheben ist Luis Díaz – einer der Schlüsselspieler des FC Bayern München. Er sticht besonders im Vergleich zu einem Kader hervor, der hauptsächlich aus europäischen und südamerikanischen Mittelklasse-Mannschaften besteht. Allerdings ist Díaz in der Nationalmannschaft noch keine Legende auf dem Niveau von Rodríguez geworden. Obwohl er sicher auf diesen Schritt zusteuert.
Die kolumbianische Mannschaft wird vom argentinischen Spezialisten Néstor Lorenzo trainiert. Genau während seiner Zeit im Trainerstab erzielte Kolumbien erhebliche Erfolge. Angesichts des neuen Formats der Weltmeisterschaft und einer eher einfachen Gruppe wird das Erreichen des Play-offs gar nicht erst diskutiert. Die Schützlinge von Lorenzo können den Erfolg von 2014 wiederholen, aber man muss sich trotzdem anstrengen.
Usbekistan: Historischer Debüt
Für den ukrainischen Fußballfan verkörpert der usbekische Fußball oft den besten Torschützen in der Geschichte der UPL – Maksym Shatskikh. Insbesondere zu Zeiten seiner Leistungen war die Mannschaft dem Einzug in die WM 2006 nahe. Allerdings ereignete sich damals eine sehr seltsame Geschichte im Spiel gegen Bahrain – aufgrund eines Schiedsrichterfehlers musste das siegreiche Heimspiel wiederholt werden. Infolgedessen unterlagen die Usbeken in der Summe der beiden Spiele aufgrund der Auswärtstorregel.
Es gab auch eine echte Chance, die WM 2014 zu erreichen. Allerdings verloren sie damals in der Play-off-Qualifikation gegen Jordanien im Elfmeterschießen. Dieses Mal gelang es den Usbeken, den zweiten Platz in der Qualifikation zu belegen – dies ermöglichte den direkten Einzug in die WM.
Der Hauptstern Usbekistans ist Eldor Shomurodov. Er erzielte 44 Tore für die Nationalmannschaft und ist der beste Torschütze in der Geschichte. Zum Beispiel hat Shatskikh 34 Tore auf seinem Konto. Eldor könnte Ihnen durch seine Leistungen bei AS Rom bekannt sein, und derzeit spielt dieser großgewachsene Stürmer (1,90 m) recht erfolgreich für den Istanbul Başakşehir FK.
Der lauteste Name in der Nationalmannschaft der „Weißen Wölfe“ ist der Trainer: 20 Jahre nach dem Triumph bei der Weltmeisterschaft kehrt Fabio Cannavaro zur WM zurück, diesmal als Trainer. Doch den historischen Turnierzug für Usbekistan hat ein anderer Spezialist geleitet – Timur Kapadze. Leider wurde ihm keine Chance gegeben, die Arbeit mit der Nationalmannschaft fortzusetzen.