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title: "GUR deckt 155 russische Fabriken auf, die Komponenten für „Iskander“ und „Zirkon“ produzieren: vollständige Liste der Betriebe von „Roseltronika“"
description: "Die GUR des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat Daten über 155 Betriebe des Konzerns „Roseltronika“ („Rostech“) veröffentlicht, die an der Herstellung von Komponenten für die Raketen „Iskander-M“ und „Zirkon“ beteiligt sind. Fast die Hälfte der Fabriken unterliegt keinen Sanktionen eines Landes der Koalition."
date: 2026-09-08T07:56:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/gur-entlarvt-fabriken-iskander-zirkon-produktion
tags: [ukraine-war, russia-military, iskander-missile, zircon-missile, rostec, sanctions, gur-ukraine, military-industry]
publisher: "XAB.info"
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# GUR deckt 155 russische Fabriken auf, die Komponenten für „Iskander“ und „Zirkon“ produzieren: vollständige Liste der Betriebe von „Roseltronika“

![Startanlage des Raketenkomplexes Iskander mit zwei aufgestellten Raketen — das System, dessen Komponenten laut GUR von 155 russischen Fabriken der Roseltronika hergestellt werden](https://xab.info/media/2026/09/08/gur-raskrylo-zavody-proizvodstva-iskander-cirkon/gur-raskrylo-zavody-proizvodstva-iskander-cirkon-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die GUR des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat Daten über 155 Betriebe des Konzerns „Roseltronika“ veröffentlicht, die an der Herstellung von Komponenten für „Iskander-M“ und „Zirkon“ beteiligt sind
- Die Rakete 3M22 „Zirkon“ unterliegt keinen Sanktionen eines Landes der Sanktionskoalition
- Fast die Hälfte der veröffentlichten Betriebe ist ebenfalls nicht von Sanktionen erfasst
- Die Aufnahme eines Teils der Fabriken in die Sanktionslisten hatte kaum Einfluss auf die Volumina der Raketenproduktion
- Im Juli–August 2026 hat Russland den Einsatz von Strahl-BUAV um das Fünffache gesteigert – mehr als 2800 Einheiten in einem Monat

Die Hauptaufklärungsdirektion (GUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat umfangreiche Daten zur industriellen Zusammenarbeit veröffentlicht, die die Produktion der wichtigsten Raketensysteme des russischen Arsenal sicherstellt. Auf der spezialisierten Plattform „War&Sanctions“ wurden Informationen über 155 Betriebe veröffentlicht, die zum Holding-Konzern „Roseltronika“ gehören oder unter dessen Kontrolle stehen – einer Struktur der russischen Staatskonzerns „Rostech“. Wie die Pressestelle der GUR des ukrainischen Verteidigungsministeriums mitteilte, sind diese Betriebe unmittelbar an der Zusammenarbeit bei der Herstellung der ballistischen Raketen 9M723 des Raketenkomplexes „Iskander-M“ und der Hyperschallraketen 3M22 „Zirkon“ beteiligt.

### Was ist „Roseltronika“ und warum ist sie für die russische Rüstungsindustrie von entscheidender Bedeutung

Der Holding-Konzern „Roseltronika“ vereint Betriebe, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von radioelektronischen Komponenten und Technologien, Kommunikationsmitteln und -systemen, automatisierten Steuerungssystemen, robotertechnischen Komplexen, Hochfrequenzelektronik, Rechenanlagen und Telekommunikationsausrüstung spezialisiert haben. Laut GUR wird die Produktion dieser Fabriken in der gesamten Palette der russischen Waffen eingesetzt – von ballistischen und Lenkflugkörpern über unbemannte Luftfahrzeuge und Mittel der elektronischen Kampfführung bis hin zu militärischer Technik sowie Radargeräte- und Kommunikationssystemen der Armee-, Front- und Strategischen Luftwaffe. „Roseltronika“ ist damit ein zentraler Knotenpunkt der technologischen Kette des russischen militärisch-industriellen Komplexes, ohne den eine Serienproduktion moderner Raketensysteme nicht möglich wäre.

### Der Sanktionsleerraum um „Zirkon“ und die Hälfte der Betriebe auf der Liste

Besondere Aufmerksamkeit in den veröffentlichten Daten verdient die Tatsache, dass die Rakete 3M22 „Zirkon“ zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von keinem Land der Sanktionskoalition sanktioniert ist. Eine ähnliche Lage zeigt sich auch bei fast der Hälfte aller 155 veröffentlichten Betriebe des Konzerns. Die GUR betont dabei, dass die Aufnahme anderer Betriebe in die Sanktionslisten der meisten Partnerländer nur minimalen Einfluss auf die Gesamtvolumina der Herstellung der betreffenden Raketen hatte. Das Aufklärungsministerium unterstreicht, dass dies nicht die Ineffektivität des Sanktionsdrucks an sich bedeutet, sondern vor allem die Notwendigkeit belegt, die Kontrollmechanismen zur Einhaltung der Beschränkungen zu verbessern und die Verantwortung für deren Verstöße zu verschärfen. Tatsächlich handelt es sich um einen systemischen Mangel: Selbst wenn ein Teil der Fabriken in die Sanktionslisten aufgenommen wird, bleiben die Produktionsketten dank nicht erfasster Strukturen funktionsfähig.

### Kontext: Fünffacher Anstieg des Einsatzes von Strahl-BUAV durch Russland

Die Veröffentlichung der Daten zur Raketenproduktion erfolgt vor dem Hintergrund einer starken Eskalation der Luftangriffe Russlands. Wie RBC-Ukraine zuvor unter Berufung auf Angaben der ukrainischen Seite berichtete, hat Russland im Juli–August 2026 den Einsatz von Strahl-Drohnen um das Fünffache gesteigert. Im vergangenen Monat wurden gegen die Ukraine mehr als 2800 Strahl-BUAV eingesetzt. Schätzungen zufolge machen Strahl-Drohnen bei einigen Angriffen bis zu zwei Drittel der insgesamt eingesetzten Drohnen aus. Dieser Trend zeigt, dass die russische Rüstungsindustrie die Herstellung von Waffensystemen nicht nur aufrechterhält, sondern sogar ausweitet, was die Frage des Sanktionsdrucks auf die Produktionskapazitäten noch dringlicher macht.

### Größer als die Rakete: „Iskander-K“ und Angriffe auf Starteinheiten

Die GUR hatte bereits zuvor detaillierte Daten zur Konstruktion und zu den Herstellern des Lenkflugkörpers „Iskander-K“ veröffentlicht, was auf den systematischen Charakter der aufklärerischen Arbeit der ukrainischen Seite bei der Kartierung der russischen Raketenproduktion hindeutet. Parallel dazu wurden laut ukrainischen Medien in der Krim Angriffe auf Kolonnen von Starteinheiten für Raketensysteme registriert, was auf Versuche hinweist, die mit den untersuchten Betrieben verbundene Infrastruktur physisch zu neutralisieren. Die Gesamtheit dieser Daten zeichnet ein Gesamtbild: Einerseits erfasst die Aufklärung das Ausmaß der industriellen Zusammenarbeit, andererseits zeigt sie die Verwundbarkeit konkreter Objekte des Raketensystems.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Die GUR deckt Fabriken auf, die Komponenten für „Zirkon“ und „Iskander“ produzieren](https://www.rbc.ua/ukr/news/gur-rozkrili-zavodi-shcho-viroblyayut-komponenti-1788853998.html) - Первоисточник публикации данных ГУР о 155 предприятиях «Росэлектроники». Подтверждает перечень, связь с «Искандер-М» и «Циркон», а также контекст о росте применения БПЛА.
- [Die GUR zeigt einen Angriff auf eine Kolonne von Starteinheiten für „Zirkon“ in der Krim: So brannten die „Bastionen“ (Video)](https://focus.ua/voennye-novosti/748274-vzryvy-v-krymu-drony-gur-popali-po-brk-bastion-video) - Дополнительный контекст: удары по пусковой инфраструктуре в Крыму, связанным с расследуемыми системами.
- [Russland übererfüllt den Plan für Raketen – GUR](https://korrespondent.net/ukraine/4901480-rossyia-perevypolniaet-plan-po-raketam-hur) - Подтверждает тезис о сохранении и наращивании объёмов ракетного производства РФ несмотря на санкционное давление.
- [Die GUR hat Daten zur Konstruktion und zu den Herstellern des Lenkflugkörpers „Iskander-K“ veröffentlicht](https://www.unian.net/weapons/iskander-k-gur-raskrylo-dannye-o-konstrukcii-i-proizvoditelyah-rakety-13261938.html) - Подтверждает системный характер разведывательной работы ГУР по картированию производителей ракетных систем.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele Betriebe hat die GUR im Rahmen der Veröffentlichung aufgedeckt?
**A:** Auf der Plattform „War&Sanctions“ wurden Daten zu 155 Betrieben veröffentlicht, die zum Holding-Konzern „Roseltronika“ des Konzerns „Rostech“ gehören oder unter dessen Kontrolle stehen.

### Q: Unterliegt die Rakete „Zirkon“ Sanktionen?
**A:** Nein. Laut GUR unterliegt die Rakete 3M22 „Zirkon“ zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keinen Sanktionen eines Landes der Sanktionskoalition. Ähnlich ist fast die Hälfte aller 155 veröffentlichten Betriebe ebenfalls nicht von Beschränkungen erfasst.

### Q: Wie wirksam sind die Sanktionen gegen die russische Raketenproduktion?
**A:** Die GUR stellt fest, dass die Aufnahme eines Teils der Betriebe in die Sanktionslisten nur minimalen Einfluss auf die Gesamtvolumina der Raketenproduktion hatte. Das Ministerium betont, dass dies nicht die vollständige Ineffektivität der Sanktionen bedeutet, aber auf die Notwendigkeit hinweist, die Kontrollmechanismen zu verbessern und die Verantwortung für Verstöße zu verschärfen.

### Q: Welche Raketen werden genau mit Beteiligung der Betriebe von „Roseltronika“ hergestellt?
**A:** In der Veröffentlichung werden ausdrücklich die ballistischen Raketen 9M723 des Raketenkomplexes „Iskander-M“ und die Hyperschallraketen 3M22 „Zirkon“ genannt. Außerdem wird die Produktion des Konzerns in Lenkflugkörpern, BUAV, Mitteln der elektronischen Kampfführung sowie Radargeräte- und Kommunikationssystemen eingesetzt.

### Q: Wie hängt der Anstieg des BUAV-Einsatzes mit den Daten zur Raketenproduktion zusammen?
**A:** Im Juli–August 2026 hat Russland den Einsatz von Strahl-Drohnen um das Fünffache gesteigert – mehr als 2800 Einheiten in einem Monat. Dies zeigt, dass die Produktionskapazitäten der russischen Rüstungsindustrie weiterarbeiten und die Herstellung von Waffensystemen ausweiten, was die Frage des Sanktionsdrucks auf die Herstellerfabriken besonders dringlich macht.