Alexander Gwozdyk, Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 und ukrainischer Boxer, hat die Entscheidung von Alexander Usik kommentiert, auf seine Titel als absoluter Weltmeister im Schwergewicht zu verzichten. Der 39-jährige Kämpfer ist der Meinung, dass Usik bereits den Gipfel des Sports erreicht hat und seine Karriere beenden oder einen Abschiedskampf ausschließlich für den Spaß austragen könnte.
„Er hat absolut alles gewonnen“
In einem exklusiven Interview mit RBC-Ukraine betonte Gwozdyk die Einzigartigkeit von Usiks Erfolgen. Im Gegensatz zu vielen Legenden hat Usik sowohl im Amateur- als auch im Profiboxsport Erfolge erzielt. „Er hat alles gewonnen. Insgesamt, sowohl im Amateur- als auch im Profiboxsport, hat er absolut alles gewonnen, was man gewinnen konnte“, so Gwozdyk.
Im Vergleich zu anderen großen Kämpfern wies Gwozdyk darauf hin, dass selbst Evander Holyfield trotz seiner Titel kein olympisches Gold hatte. „Sasha hat den Boxsport einfach gemeistert. Sowohl Amateur- als auch Profibox. Nun wird er noch einmal den Jackpot knacken und dann reicht es“, fasste er zusammen.
„Last Dance“ als Spaßkampf
Gwozdyk ist zuversichtlich, dass Usiks Abschiedskampf keine harte Prüfung oder Herausforderung sein sollte. Vielleicht wäre ein „Spaßkampf“ die beste Option, der dem Sportler nicht nur Freude, sondern auch einen erheblichen finanziellen Gewinn bringen würde. „Ich kann nur Usiks Karriere bewundern. Vielleicht ist das Schreiben eines Buches für ihn wichtiger als der ‚Last Dance‘“, teilte der Kollege mit.
Zu beachten ist, dass Alexander Usik in 25 Profikämpfen 25 Siege ohne eine einzige Niederlage auf dem Konto hat. Zuvor hatte sein ehemaliger Promoter Alexander Krasyuk scherzhaft vorgeschlagen, dass der beste Abschiedstanz für die Legende ein Gopak sein sollte.