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title: "Elektronisches Armband und Reiseverbot: Warum der HAAK Jermak unter strenger Kontrolle hält"
description: "Der HAAK lehnte eine Lockerung der Haftmaßnahmen für Andriy Jermak ab: Das Gericht behielt die elektronischen Armbänder und das Verbot, Kiew zu verlassen, bei. Die Ermittlungen betreffen ein Geldwäscheschema über 460 Millionen Griwna durch Immobilien in Kosin. 🏛️⛓️"
date: 2026-06-29T11:35:26.000Z
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# Elektronisches Armband und Reiseverbot: Warum der HAAK Jermak unter strenger Kontrolle hält

![Jermak im Gericht: überlegt über die Entscheidung des VAKS bezüglich elektronischem Armband und Reiseverbot](https://xab.info/media/2026/06/29/vaks-ostavil-ermaka-pod-kontrolom-otmyvanie-460-mln-griven/vaks-ostavil-ermaka-pod-kontrolom-otmyvanie-460-mln-griven-1.webp)

Der Höchste Anti-Korruptionsgerichtshof (HAAK) lehnte eine Lockerung der Haftbedingungen für den ehemaligen Leiter des Präsidentenbüros der Ukraine, Andriy Jermak, ab. Am 29. Juni 2026 traf ein Ermittlungsrichter eine Entscheidung, die alle zuvor auferlegten prozessualen Verpflichtungen verlängert. Insbesondere ist der Beschuldigte verpflichtet, weiterhin ein elektronisches Überwachungsgerät (Armband) zu tragen, was die harte Haltung des Gerichts in Bezug auf eine mögliche Flucht oder den Druck auf Zeugen bestätigt.

Die Entscheidung wurde im Rahmen der vorgerichtlichen Ermittlungen in einem Strafverfahren gegen den ehemaligen Beamten getroffen. Die Anwälte von Jermak versuchten, die elektronische Überwachung aufzuheben, und begründeten dies mit einer Verringerung der prozessualen Risiken. Das Gericht hielt jedoch die Argumente der Spezialisierten Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) für überzeugender. Die Richter entschieden, dass die aktuellen Haftmaßnahmen notwendig bleiben, um das ordnungsgemäße Verhalten des Verdächtigen zu gewährleisten.

Die Situation mit der Haftmaßnahme hat eine lange Vorgeschichte. Bereits im Mai 2022 wurde gegen Jermak Untersuchungshaft mit der Möglichkeit der Kaution verhängt. Nachdem die Verteidigung 140 Millionen Griwna hinterlegt hatte, wurde der Beschuldigte aus dem Untersuchungsgefängnis entlassen. Die Freiheit war jedoch bedingt: Seitdem unterliegt er einer strengen Aufsicht, die nun offiziell verlängert wurde.

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Die Liste der Einschränkungen, die nun erneut vom Gericht bestätigt wurde, bleibt extrem streng. Der Verdächtige muss auf erste Anforderung bei den Ermittlern des Nationalen Anti-Korruptionsbüros (NAZU), bei den Staatsanwälten der SAPO oder vor Gericht erscheinen. Ihm ist es strengstens untersagt, die Grenzen Kiews ohne offizielle Genehmigung der Ermittlungsbehörden zu verlassen. Außerdem wurde ein absolutes Verbot jeglicher Kontakte zu anderen Beteiligten des Falls eingeführt, darunter der Geschäftsmann Timur Mindich und der ehemalige Vizepremier Alexei Tschernyschow.

Zudem muss Jermak alle Dokumente, die eine Ausreise ins Ausland ermöglichen, einschließlich diplomatischer Pässe, zur Einlagerung abgeben. Diese Entscheidung isoliert ihn faktisch von internationalen Kontakten und Bewegungen, trotz der Hinterlegung einer hohen Kaution.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein groß angelegtes Schema zur Geldwäsche. Das Nationale Anti-Korruptionsbüro (NAZU) qualifiziert die Handlungen einer Personengruppe gemäß Teil 3 des Artikels 209 des Strafgesetzbuchs der Ukraine. Es geht um die Geldwäsche von auf kriminellem Wege erworbenem Vermögen in besonders großem Umfang durch eine organisierte Gruppe. Laut Ermittlungsbehörden übersteigt der Gesamtbetrag der „gewaschenen' Mittel 460 Millionen Griwna.

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Ermittler untersuchen die Geldflüsse im Zeitraum von 2021 bis 2025. Ein zentrales Investitionsobjekt, durch das laut Anklage Gelder flossen, war ein Villenkomplex im Dorf Kosin in der Oblast Kiew. Experten des NAZU prüfen die Hypothese, dass die Gelder aus Verteilungsschemata im staatlichen Energiesektor stammten, insbesondere in der Struktur des staatlichen Unternehmens NAEK „Energoatom'.

Die Strafbestimmung des Artikels, nach dem ermittelt wird, sieht Freiheitsstrafen von 8 bis 12 Jahren vor. Darüber hinaus kann das Gericht Jermak das Recht entziehen, bestimmte Ämter für bis zu drei Jahre auszuüben, und sein Vermögen konfiszieren. Die Verteidigung gibt die Schuld bisher nicht zu und beabsichtigt, die Argumente der Ermittlungsbehörden auf gesetzlichem Wege weiter anzufechten.