Am Abend des 1. November funktionierte die App „Luftalarm“ nicht mehr im regulären Modus: Auf ihrer Website wurde ein roter Alarm für das gesamte Gebiet der Ukraine angezeigt, zudem gab es Meldungen über eine angeblich chemische Bedrohung und Straßenkämpfe in Kiew. Während des nationalen Telethon bestätigte Yuriy Ihnat, der Sprecher der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, dass die App in der Nacht zum 1. November Ziel eines Hackerangriffs geworden war, und betonte, dass die in der App veröffentlichten Informationen über diese Bedrohungen nicht der Wahrheit entsprechen.
Bestätigung des Einbruchs und Bewertung der Folgen
„Hat dies die Arbeit der Verteidigungskräfte beeinträchtigt? Natürlich nicht. Die Luftstreitkräfte und alle Komponenten der Sicherheits- und Verteidigungskräfte haben im Regelfall gearbeitet“, erklärte Ihnat. Seinen Angaben zufolge tauchten in der App Meldungen mit offensichtlichen Zeichen eines Hackerangriffs auf, jedoch wurden die Kampf- und operativen Funktionen der militärischen Strukturen nicht gestört. Der Sprecher stellte klar, dass die App und die Sicherheits- und Verteidigungskräfte unterschiedliche Warnsysteme darstellen: Die Bevölkerung wird standardmäßig vom Staatlichen Katastrophenschutzdienst und den Zivilschutzbehörden benachrichtigt.
Die Rolle der App im Warnsystem
Ihnat erklärte, dass die „Luftalarm“-App lediglich eine zusätzliche Methode zur Benachrichtigung der Bürger ist und nicht den Luftstreitkräften gehört. Das Militär stellt den App-Entwicklern verifizierte Informationen über Bedrohungen zur Verfügung: unbemannte Luftfahrzeuge, Kampfdrohnen und Marschflugkörper. Gleichzeitig wies der Sprecher darauf hin, dass die Situation bei ballistischen Raketen komplexer ist: Die Ziele fliegen sehr schnell, und eine zeitnahe Meldung über die App ist schwierig. „Wir bemühen uns, so schnell wie möglich über Bedrohungen zu informieren, insbesondere über ballistische und Raketenangriffe“, fügte er hinzu.
Wiederherstellung des Dienstes und alternative Kanäle
Stand zum Morgen des 2. November läuft die Wiederherstellung des App-Betriebs. An der Beseitigung der Folgen des Angriffs sind das Entwicklerteam und das Ministerium für digitale Transformation der Ukraine beteiligt. Ihnat äußerte sich zuversichtlich, dass der Dienst in naher Zukunft wiederhergestellt werden kann. Als alternative Benachrichtigungskanäle verwies der Sprecher auf die eigenen Social-Media-Plattformen der Luftstreitkräfte — Telegram, Viber und WhatsApp —, auf denen Informationen im regulären Modus veröffentlicht werden.
Empfehlungen für die Bürger
Das Ministerium für digitale Transformation der Ukraine empfiehlt den Bürgern, Notfallbenachrichtigungen auf ihren Smartphones zu aktivieren. Solche Warnungen kommen selbst im Lautlos-Modus an und hängen nicht von der Funktion einer bestimmten Anwendung ab. Dies ermöglicht es, kritische Informationen von staatlichen Diensten auch bei Ausfällen einzelner digitaler Dienste zu erhalten.