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title: "HAK verhaftet stellvertretenden Abteilungsleiter des Büros der Generalstaatsanwaltschaft Krapawa: Kaution von 120 Mio. UAH im Callcenter-Fall"
description: "Das HAK hat Sergei Krapawa, stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im Büro der Generalstaatsanwaltschaft, bis zum 2. November 2026 in Untersuchungshaft genommen. Im Fall der „Schirmherrschaft“ über Callcenter wurde eine Kaution in Höhe von 120 Mio. UAH festgesetzt."
date: 2026-09-06T17:20:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/hak-verhaftet-krapawa-kaution-120-mio-uhf-callcenter
tags: [vak, corruption, ukraine, call-centers, sap, nabu, office-of-prosecutor-general, carthage-operation]
publisher: "XAB.info"
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# HAK verhaftet stellvertretenden Abteilungsleiter des Büros der Generalstaatsanwaltschaft Krapawa: Kaution von 120 Mio. UAH im Callcenter-Fall

![Porträt von Krapiva, stellvertretender Leiter einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine, vom HAKC im Callcenter-Fall mit 120 Mio. UAH Kaution festgenommen](https://xab.info/media/2026/09/06/vaks-arrestoval-krapivu-zalog-120-mln-grn-kol-tsentry/vaks-arrestoval-krapivu-zalog-120-mln-grn-kol-tsentry-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das HAK hat für Sergei Krapawa die Untersuchungshaft bis zum 2. November 2026 angeordnet
- Die vom Gericht festgesetzte Kaution beträgt 120 Mio. Hrywnja; die Staatsanwälte hatten 200 Mio. beantragt
- Der Fall wird im Rahmen der Spezialoperation „Karthago“ wegen der „Schirmherrschaft“ über betrügerische Callcenter ermittelt
- Die Ermittlungen führen NABU und SAP; der Beschuldigte ist stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im Büro der Generalstaatsanwaltschaft

Das Höchste Antikorruptionsgericht (HAK) hat die Untersuchungshaft für Sergei Krapawa, stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im Büro der Generalstaatsanwaltschaft, angeordnet. Laut Übertragung der Gerichtsverhandlung, auf die RBC-Ukraine verweist, hat der Ermittlungsrichter des HAK den Antrag der Staatsanwälte teilweise stattgegeben und den Beschuldigten direkt im Gerichtssaal in Untersuchungshaft genommen. Die Haftdauer wurde bis zum 2. November 2026 festgelegt.

### Bedingungen der Freilassung und prozessuale Pflichten

Neben der Verhaftung hat das Gericht für Krapawa eine alternative Untersuchungshaftmaßnahme in Form einer Kaution festgesetzt. Diese beträgt 120 Millionen Hrywnja. Bei Einzahlung des genannten Betrags wird der Beschuldigte aus der Haft entlassen, ihm werden jedoch eine Reihe prozessualer Pflichten auferlegt, die für diese Untersuchungshaftmaßnahme charakteristisch sind. Somit behielt das Gericht die Möglichkeit für den Angeklagten, bei finanzieller Sicherstellung einer weiteren Inhaftierung im Untersuchungsgefängnis zu entgehen.

### Antrag der SAP und Position der Anklage

Am Vorabend der Verhandlung reichte die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) beim Gericht einen Antrag auf Anordnung einer Untersuchungshaftmaßnahme für den Beamten des Büros der Generalstaatsanwaltschaft ein. Die Staatsanwälte bestanden auf der Inhaftierung Krapawas mit der Möglichkeit einer Kaution in Höhe von 200 Millionen Hrywnja. Das Gericht senkte nach Prüfung der Akten den vorgeschlagenen Betrag auf 120 Millionen Hrywnja, was auf eine teilweise Stattgabe der Position der Anklage hindeutet.

### Operation „Karthago“: Schema der „Schirmherrschaft“ über Callcenter

Die Ermittlungen werden im Rahmen einer groß angelegten Spezialoperation unter dem Codenamen „Karthago“ geführt. Laut den Strafverfolgungsbehörden haben das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die SAP im Laufe der Ermittlungen die Tätigkeit einer kriminellen Organisation aufgedeckt, an die ein Beamter des Büros der Generalstaatsanwaltschaft beteiligt war. Die Teilnehmer des Schemas erzielten nach Ansicht der Ermittler systematisch unrechtmäßigen Vorteil durch die „Schirmherrschaft“ über ein Netzwerk betrügerischer Callcenter und waren zudem an der Legalisierung von illegalen Vermögenswerten beteiligt. Groß angelegte Ermittlungsmaßnahmen wurden in mehreren Regionen durchgeführt, was auf den systematischen Charakter der aufgedeckten kriminellen Tätigkeit hinweist.

### Widersprüchliche Angaben

In offenen Quellen wird eine Diskrepanz in den Angaben zur Kautionssumme festgestellt. Die Staatsanwälte der SAP beantragten in ihrem Antrag die Festsetzung einer Kaution in Höhe von 200 Millionen Hrywnja, während das Gericht schließlich einen Betrag von 120 Millionen Hrywnja festsetzte. Die Differenz von 80 Millionen Hrywnja erklärt sich dadurch, dass das Gericht ein Ermessensrecht zur Anpassung der Kautionssumme innerhalb der im Strafprozessordnungsgesetz vorgesehenen Grenzen besitzt. Dennoch entsteht für Beobachter des Prozesses der Eindruck, dass die Position der Anklage nicht in vollem Umfang vom Gericht gestützt wurde. Darüber hinaus wurde in den ersten Meldungen über die Ermittlungsmaßnahmen das genaue Datum ihrer Durchführung nicht offengelegt, was zu Unsicherheiten in der Chronologie der Ereignisse führt, die der Verhandlung des HAK vorausgingen.

### Kontext und Bedeutung der Entscheidung

Die Verhaftung eines hochrangigen Mitarbeiters des Büros der Generalstaatsanwaltschaft vor dem Hintergrund der laufenden Antikorruptionsoperation „Karthago“ verstärkt die öffentliche Aufmerksamkeit für Fragen der Rechenschaftspflicht der Strafverfolgungsbehörden. Der Fall betrifft nicht nur einzelne Beamte, sondern nach Ansicht der Ermittler auch eine gesamte kriminelle Struktur, die mit betrügerischen Callcentern in Verbindung steht. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, ob es der Anklage gelingt, einen ausreichenden Umfang an Beweismitteln für die Verweisung der Sache an das Gericht zur Hauptsache zu sammeln, sowie von der Position der Verteidigung Krapawas, die die angeordnete Untersuchungshaftmaßnahme anfechten kann.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Callcenter-Fall: Gericht verhaftet Krapawa mit Kaution von 120 Mio. Hrywnja](https://www.rbc.ua/ukr/news/sprava-kol-tsentri-sud-areshtuvav-kropivu-1788714887.html) - РБК-Украина со ссылкой на трансляцию судебного заседания ВАКС подтверждает: Крапива заключён под стражу до 2 ноября 2026 года, залог 120 млн грн. Прокуроры САП просили 200 млн. Операция «Карфаген», НАБУ+САП, схема «крышевания» колл-центров и легализации активов.

## ❓ FAQ

### Q: Wer ist Sergei Krapawa und welches Amt bekleidete er?
**A:** Sergei Krapawa ist stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im Büro der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine. Nach Ansicht der Ermittler wurde er im Rahmen der Operation „Karthago“ in die Tätigkeit einer kriminellen Organisation einbezogen.

### Q: Welche Untersuchungshaftmaßnahme wurde für Krapawa angeordnet und für welchen Zeitraum?
**A:** Das HAK hat die Untersuchungshaft bis zum 2. November 2026 angeordnet. Die Alternative ist die Einzahlung einer Kaution in Höhe von 120 Millionen Hrywnja, woraufhin der Beschuldigte unter Auferlegung prozessualer Pflichten freigelassen wird.

### Q: Worin besteht der Unterschied zwischen der von den Staatsanwälten beantragten und der vom Gericht festgesetzten Kautionssumme?
**A:** Die Staatsanwälte der SAP beantragten in ihrem Antrag die Festsetzung einer Kaution in Höhe von 200 Millionen Hrywnja. Das Gericht gab den Antrag teilweise statt und senkte den Betrag auf 120 Millionen Hrywnja.

### Q: Was ist die Operation „Karthago“?
**A:** Dies ist eine groß angelegte Spezialoperation, im Rahmen derer NABU und SAP die Tätigkeit einer kriminellen Organisation aufdeckten, die systematisch unrechtmäßigen Vorteil durch die „Schirmherrschaft“ über ein Netzwerk betrügerischer Callcenter erzielte und sich mit der Legalisierung von illegalen Vermögenswerten befasste.

### Q: Welche prozessualen Pflichten können Krapawa bei Einzahlung der Kaution auferlegt werden?
**A:** Im Text der Gerichtsentscheidung wird der konkrete Katalog der Pflichten nicht offengelegt. In der Regel wird dem Beschuldigten bei einer Kaution das Verlassen des Wohnorts sowie der Kontakt mit Zeugen untersagt, und er wird verpflichtet, sich auf Ersuchen der Ermittlungsbehörden und des Gerichts zu melden.