Die amtierenden ukrainischen Handballmeisterinnen aus Lwiw, Halychanka, bewiesen im Rückspiel ihres Europapokalturniers herausragenden Charakter und Siegeswillen. Im Duell gegen den litauischen Vertreter Žalgiris aus Kaunas gelang es dem ukrainischen Club, das Spiel zu drehen und sich das Ticket für die nächste Runde des prestigeträchtigen Wettbewerbs zu sichern.

Spielbeginn und Initiative der Gegnerinnen

Die ukrainischen Handballerinnen starteten selbstbewusst in die Partie und gestalteten die Anfangsminuten ausgeglichen, wobei sie das Unentschieden bis zum Stand von 7:7 hielten. Gegen Mitte der ersten Halbzeit ging die spielerische Initiative jedoch komplett an die Gastgeberinnen über. Das litauische Team zeigte eine starke Serie präziser Würfe und ging mit einer komfortablen Vier-Tore-Führung (18:14) in die Halbzeitpause.

Glänzendes Comeback in der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel fand das Trainerteam von Halychanka die richtigen Worte, und eine völlig veränderte Mannschaft betrat das Spielfeld. In den zweiten 30 Minuten bewiesen die Spielerinnen aus Lwiw großen Kampfgeist, verteidigten sicher und setzten im Angriff erfolgreiche Akzente. Dank geschlossener Mannschaftsleistung holten die Ukrainerinnen den Rückstand nicht nur auf, sondern gingen selbst in Führung und brachten den 31:28-Sieg souverän über die Zeit.

Spielerinnen im Fokus und historischer Kontext

Erfolgreichste Werferin im Trikot des ukrainischen Clubs war Iryna Prokopyak mit 6 Treffern. Dieser Sieg in Kaunas ist ein historischer Meilenstein für Halychanka, da sich der Club damit zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder für die Runde der letzten 32 (1/16-Finale) des EHF-Pokals qualifiziert hat. Die nächsten Gegnerinnen auf europäischer Ebene werden nach Abschluss aller Partien der laufenden Runde ermittelt.