In Washington wurde die Entscheidung getroffen, weitreichende Handelsbeschränkungen einzuführen. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat zusätzliche Einfuhrzölle auf Waren aus rund 60 Ländern angekündigt. Als offizieller Grund für diese harten Maßnahmen wurde die Nutzung von Zwangsarbeit in den Produktionsketten dieser Staaten genannt.

Zwei Zollsätze

Das neue Sanktionspaket sieht einen differenzierten Ansatz gegenüber den Partnern der USA vor. Die Höhe der Zölle hängt von der Kategorie des betroffenen Landes ab. Zur ersten Gruppe gehören wichtige Wirtschaftspartner und Verbündete: Kanada, die Länder der Europäischen Union, Großbritannien, Mexiko sowie Indonesien und eine Reihe anderer Staaten. Auf Importe aus diesen Ländern wird ein Zoll von 10 % erhoben.

Die zweite, größere Gruppe umfasst die restlichen 45 Länder, die Gegenstand einer Untersuchung waren. Für sie wurde ein Zollsatz von 12,5 % festgelegt. Diese Entscheidung wird ein breites Spektrum von Waren betreffen und könnte die Logistik und Preisgestaltung auf den globalen Märkten erheblich verändern.

Position des Weißen Hauses

Vertreter der Regierung in Washington begründen ihre Maßnahmen mit der Notwendigkeit, die Interessen amerikanischer Arbeitnehmer zu schützen. Die Behörden erklären, dass die Einführung von Zöllen ein Instrument zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs sein wird. Darüber hinaus betonte das Weiße Haus, dass diese Maßnahme darauf abzielt, zuvor aufgehobene Notstandszölle wiederherzustellen, die aus Sicht der Regierung für die nationale Wirtschaft von entscheidender Bedeutung waren.