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title: "Handelskrieg 2.0: Trump führt Massenzölle gegen Verbündete ein und droht der EU"
description: "Trump hat einen neuen Handelskrieg angekündigt: 50 % Zölle für Kanada, Drohungen gegen die EU und ein Ultimatum an Arzneimittelhersteller. US-Unternehmen klagen bereits gegen das Weiße Haus, während Experten die Strategie als Fehler vor dem Hintergrund des Drucks Chinas kritisieren. 🇺🇸📉🚫"
date: 2026-07-25T13:14:00.000Z
lang: de
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tags: [donald-trump, trade-war, canada, google, european-union]
publisher: "XAB.info"
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# Handelskrieg 2.0: Trump führt Massenzölle gegen Verbündete ein und droht der EU

![Donald Trump zeigt mit dem Finger während einer Rede, was seine harte Haltung zur Einführung von Massenzöllen gegen Verbündete und die Bedrohung der EU im Rahmen des Handelskriegs 2.0 verdeutlicht.](https://xab.info/media/2026/07/25/trump-torzhovaya-voyna-pohshliny-protiv-soyuznikov/trump-torzhovaya-voyna-pohshliny-protiv-soyuznikov-1.webp)

Die US-Regierung unter der Führung von Donald Trump hat eine umfassende Kampagne zur Einführung protektionistischer Maßnahmen gestartet, die wichtige Handelspartner und Verbündete betrifft. Im Fokus stehen Kanada, Brasilien und die Europäische Union sowie Hersteller pharmazeutischer Produkte. Washington nutzt Zölle als Hauptinstrument des Drucks, um eine Überprüfung der Handelsbedingungen und die Verlagerung von Produktionskapazitäten auf US-Boden zu erzwingen.

### Schlag gegen Kanada und Ultimatum an die Pharmaindustrie

Einer der ersten und lautsten Schritte war die Ankündigung einer 50-prozentigen Einfuhrsteuer auf Waren aus Kanada im Wert von rund 20 Milliarden Dollar. Betroffen sind die Automobilindustrie sowie die Sektoren für Milchprodukte und Alkohol. Das Weiße Haus hat eine strenge Frist gesetzt: Wenn Ottawa die Forderungen Washingtons nicht erfüllt, treten die Beschränkungen bereits am 19. August in Kraft.

Parallel dazu wurde Herstellern von Generika (Nachahmerpräparaten) ein Ultimatum gestellt. Die Unternehmen haben zwei Jahre Zeit, ihre Produktion in die USA zu verlagern. Andernfalls droht eine 100-prozentige Einfuhrsteuer, was ihre Produkte auf dem US-Markt faktisch unkonkurrenzfähig machen würde.

### Reaktion Brasiliens und globale Zölle

Auch die Beziehungen zu Brasilien haben sich verschärft. Zusätzliche Zölle in Höhe von 25 % auf Einfuhren aus diesem Land sind bereits in Kraft getreten. Als Reaktion musste die brasilianische Regierung ein Paket an finanzieller Hilfe für Exporteure in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar bereitstellen, um die Folgen des wirtschaftlichen Schlags abzumildern.

Zudem hat das US-Handelsministerium die Einführung universeller Zölle in Höhe von 10 % und 12,5 % für die meisten wichtigen Handelspartner angekündigt. Als offizielle Begründung nannte Washington die unzureichende Kontrolle über Zwangsarbeit in globalen Lieferketten.

### Konflikt mit Europa und Google

Gegen Ende der Woche erreichte die Spannung in den Beziehungen zur Europäischen Union einen Höhepunkt. Donald Trump drohte mit neuen Zöllen als Reaktion auf eine Geldstrafe in Höhe von 1 Milliarde Dollar, die europäischen Regulatoren gegen den Konzern Google verhängt hatten. Zuvor hatte der US-Präsident auch sein Missfallen über die Subventionierung des europäischen Flugzeugbaukonzerns Airbus zum Ausdruck gebracht.

### Innere Reaktion und Kritik

Die radikale Handelspolitik hat innerhalb der USA selbst eine heftige Reaktion ausgelöst. US-Unternehmer, die um ihre Geschäfte bangen, haben bereits Klagen beim US-Internationalen Handelsgericht eingereicht. Sie werfen dem Weißen Haus vor, gesetzliche Bestimmungen unrechtmäßig zu nutzen, um frühere Gerichtsentscheidungen zu umgehen.

Experten stellen fest, dass sich die Märkte an den ständigen Druck anpassen müssen. Josh Lipsey, Vizepräsident des Atlantic Council, konstatierte: „Donald Trump strebt danach, die Zollmauer wiederherzustellen“.

Viele Analysten sind jedoch der Ansicht, dass die Regierung die falschen Ziele wählt. Chad Bown, leitender Wissenschaftler am Peterson Institute, betonte, dass die Einführung von Zöllen gegen Verbündete das Hauptwirtschaftsproblem, das China darstellt, nicht löst.

### Politische Ambitionen

Im Hintergrund der handelspolitischen Eskalation reifen auch innenpolitische Neuigkeiten in den USA heran. Donald Trump erklärte, seiner Meinung nach habe er die Präsidentschaftswahlen bereits „dreimal gewonnen“. Er kündigte zudem an, sich zum vierten Mal für das Amt des Staatsoberhauptes zu bewerben, was die langfristigen Prognosen zur Entwicklung der Situation mit Unsicherheit behaftet.