Ein Generator im Landhaus ist längst keine Garantie für einen komfortablen Winter mehr. Angesichts regelmäßiger und langandauernder Stromausfälle müssen Mieter vor der Hinterlegung einer Kaution eine vollständige technische Inspektion des Objekts durchführen. Dies erklärte Alexander Kolesnitschenko, Experte für die technische Untersuchung von Gebäuden und Bauwerken und Gründer des Unternehmens GlobalBud Ukraine, in einem Kommentar gegenüber RBC-Ukraine. Seiner Ansicht nach bestimmen именно die technischen Systeme – und nicht das Aussehen oder der Zustand der Kosmetikrenovierung – die Autonomie und Sicherheit des Aufenthalts bei Frost.

Simulierung eines Stromausfalls: der wichtigste Test vor der Kaution

Die zentrale Empfehlung des Experten lautet, unmittelbar vor der Übergabe der Mietkaution eine 20–30-minütige Simulation eines vollständigen Ausfalls der zentralen Stromversorgung durchzuführen. Dabei müssen die Funktion der Notstromversorgung, der Heizung, der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung, der Beleuchtung und der Kommunikationsmittel überprüft werden. Kolesnitschenko betont, dass der Brunnenschacht-Pumpe und der Gaskessel stationär an eine Notstromquelle angeschlossen sein müssen. Wenn bei einem Netzausfall die Wärmeumwälzung oder die Wasserversorgung zum Stillstand kommt, riskiert das Haus in einer frostigen Nacht einzufrieren, und der Mieter bleibt für unbestimmte Zeit ohne Wasser und Wärme.

Checkliste aus sieben Punkten: vom Brunnen bis zum Dachboden

Der Experte hat eine detaillierte technische Checkliste entwickelt, die der Mieter vor Unterzeichnung des Vertrags durchgehen sollte. Sie umfasst: Überprüfung des Zustands des Brunnenschachts, der Filter und des letzten Abpumpdatums der Klärgrube; Testlauf des Kessels zusammen mit den Pumpen und der Automatisierung; Test des Generators oder der Akkumulatoren unter Last mit obligatorischer stationärer Integration in den Verteilerschrank (ohne Verwendung von Verlängerungskabeln); Inspektion von Fenstern, Türen und Montagefugen auf Durchzug und Kondenswasser; Bewertung des Kellers auf seine Eignung als Unterschlupf (Stabilität der Decke und Vorhandensein eines zweiten Fluchtwegs); Inspektion von Keller und Dachboden auf Risse, Feuchtigkeit, Schimmel und Dachleckagen; sowie Klärung der Logistik – Nähe von Geschäften, Apotheken, Tankstellen und der Verantwortung für die Räumung der Zufahrtswege von Schnee.

Versteckte Mängel, die eine frische Renovierung verdeckt

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Zustand von Keller und Dachboden. Laut Kolesnitschenko verraten gerade diese Räume die Gefährlichkeit des Dachs oder das chronische Durchkühlen der Wände, das Eigentümer häufig unter einer Schicht frischer Kosmetikrenovierung zu verbergen versuchen. Risse in den Decken, Schimmelspuren und Kondenswasser an den Wänden sind Signale dafür, dass das Haus längere Fröste ohne erhebliche Reparaturkosten nicht überstehen wird, die der Mieter nicht allein tragen sollte.

Sicherheit und Winterinfrastruktur

Der Kellerraum darf als Lager oder vorübergehender Unterschlupf nur bei Vorhandensein einer stabilen Decke und eines obligatorischen zweiten Fluchtwegs genutzt werden. Außerdem muss vor dem Einzug geklärt werden, wer für die regelmäßige Räumung der Zufahrtswege von Schnee verantwortlich ist und wie die tatsächliche Erreichbarkeit der Grunddienste – Apotheken, Geschäfte und Tankstellen – bei winterlichen Schneestürmen und gesperrten Straßen ist.