Die Verlegung der Ersatzheizleitung in den Wohngebieten Teremky über alternative Routen hätte zu höheren Projektkosten geführt und erfordert, Anwohner vieler Häuser für mindestens zehn Monate von den Wärmenetzen zu trennen. Dies teilte Dmytro Naumenko, Leiter der Abteilung für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Stadtverwaltung Kiew (KSCA), mit.
Wirtschaftliche und technische Überlegungen
Seinen Angaben zufolge hätte die Trassenführung über den Hlushkov-Prospekt mehr als 300 Millionen hryvnias gekostet, während die Variante über die Teremkivska-Straße günstiger ausfiel. Konkret beliefen sich die Kosten auf 280 Millionen UAH im Vergleich zu 306 Millionen UAH für die Avenue-Option, was Einsparungen ermöglichte.
Soziale Risiken bei alternativen Trassen
Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass die Verlegung über die Teremkivska-Straße zwar die Erneuerung bestehender Netze erforderte, alternative Routen jedoch dazu geführt hätten, nahegelegene Wohnhäuser bis zu zehn Monate lang von der kommunalen Wärmeversorgung zu trennen.
Projektumfang und Kompromiss mit der Öffentlichkeit
Der Bau der Backup-Heizleitung für Teremky-1 und Teremky-2 ist ein wesentlicher Bestandteil des Kiewer Resilienzplans. Er soll die Wärmeversorgung für über 180 Wohnhäuser, rund 53.000 Einwohner, drei Krankenhäuser sowie etwa 20 Schulen und Kindergärten absichern. Im Sommer protestierten Aktivisten gegen Baumfällungen, wodurch die Arbeiten pausierten. Nach Anpassungen des Projekts wurden über 200 Bäume gerettet und die Bauarbeiten im September 2026 fortgesetzt.