In der Ukraine laufen die Vorbereitungen für die Heizperiode 2026–2027 auf Hochtouren. In einer Reihe von Städten wird Wärme bereits an soziale Einrichtungen geliefert, während in einzelnen Gemeinden vorläufige Termine für den Anschluss von Wohngebäuden festgelegt wurden. Einen eines einheitlichen landesweiten Zeitplan gibt es nicht: Die Entscheidungen werden von den örtlichen Behörden unter Berücksichtigung der Wetterbedingungen, des Zustands der Wärmenetze und der Einsatzbereitschaft der Heizwerke getroffen. Die Redaktion von XAB.info hat bestätigte Daten darüber zusammengetragen, wann und wie die Heizung in Kiew, Dnipro, Winnyzja, Schytomyr, Saporischschja, Iwano-Frankiwsk und Kropywnyzkyj eingeschaltet wird.

Kein einheitlicher Zeitplan: Welcher Richtwert bestimmt den Start

Der wichtigste Temperaturrichtwert für den Beginn der Wärmelieferung an Wohngebäude ist eine durchschnittliche Tagestemperatur der Luft von +8 Grad Celsius oder weniger an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Gleichzeitig können Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und andere soziale Einrichtungen früher angeschlossen werden — auf der Grundlage separater Anträge der Einrichtungsleiter. Genau deshalb driften die Starttermine in den verschiedenen Städten auseinander: An manchen Orten werden soziale Einrichtungen bereits seit Mitte Oktober beheizt, während die Vorbereitungen für den Wohnungsbestand erst Ende des Monats abgeschlossen werden.

Kiew: Saison begann am 16. Oktober, einige Bezirke blieben nach Beschuss ohne Wärme

In der Hauptstadt hat die Heizperiode offiziell am 16. Oktober begonnen. In der ersten Phase wurde Wärme an Einrichtungen des Sozialsektors — Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten — geliefert; der Anschluss erfolgt auf Antrag der Leiter. Wohngebäude werden schrittweise angeschlossen: Nach Angaben der Stadtverwaltung kann der vollständige Systemstart für die gesamte Stadt sieben bis zehn Tage dauern. Gleichzeitig blieben Teile der Rajons Dnipro und Darnyzja aufgrund der Beschädigung einer Energieanlage infolge russischer Angriffe vorübergehend ohne Heizung; an diesen Stellen wurden Reparaturarbeiten fortgesetzt.

Winnyzja, Schytomyr und Dnipro: Soziale Einrichtungen zuerst

In Winnyzja wird seit dem 8. Oktober Wärme an Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, den Sozialschutz und Kultureinrichtungen geliefert — eine entsprechende Entscheidung hatte der Exekutivausschuss des Stadtrats getroffen. Nach Angaben des Unternehmens KP «Winnyzjamiskteploenergo» versorgt der Betrieb 109 Einrichtungen des Sozialsektors mit Wärme, wobei der Wärmeträger auf schriftliche Anträge der Leiter hin bereitgestellt wird; ein endgültiges Datum für Wohngebäude wurde in den Meldungen nicht genannt. In Schytomyr begann die Heizperiode am 26. Oktober für soziale Einrichtungen, während in Krankenhäusern die Heizung aufgrund der Witterungsbedingungen früher eingeschaltet wurde. Der Direktor von KP «Schytomyrteplokomunenergo», Dmytro Roshozhyn, teilte in einer Sitzung des Stadtrats mit, dass der Start der Heizung in Wohngebäuden für den 1. November geplant sei. In der Oblast Dnipropetrowsk war die Region nach Angaben der regionalen Behörden zu etwa 90 % technisch bereit: Etwa tausend Heizhäuser wurden vorbereitet, rund 1,5 Tausend Kilometer Wärmenetze erneuert sowie 25 Kessel repariert und installiert; in den letzten acht Monaten erhielt die Region über 120 MW an alternativer Erzeugung für den Betrieb bei möglichen Stromausfällen. In Dnipro selbst wurde der Beginn des Betriebs von Wärmeversorgungsanlagen für den 1. November angesetzt — zuerst soziale Einrichtungen, während der Anschluss von Wohngebäuden an die Witterungsbedingungen gekoppelt wurde.

Saporischschja, Iwano-Frankiwsk und Kropywnyzkyj: Bereitschaft und vorläufige Termine

In Saporischschja wurde das genaue Startdatum für das Heizwasser in Wohngebäuden in verifizierten Berichten nicht bekannt gegeben — die Entscheidung hängt von den Wetterbedingungen und dem Zustand der Wärmehaushalt-Infrastruktur ab. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden die Vorbereitungen in den Hauptbereichen abgeschlossen: Bis Ende Oktober waren über 4.400 Wohngebäude, über 50 Heizwerke und mehr als 500 km Wärmenetze bereit. Die Stabilität der Wärmeversorgung wird nach Einschätzung der Behörden von der Sicherheitslage, der Verfügbarkeit von Brennstoff und möglichen Infrastrukturschäden abhängen; in der vergangenen Saison wurde die Heizung in der Stadt am 5. November eingeschaltet, was jedoch nicht bedeutet, dass das Datum in diesem Jahr übereinstimmt. In Iwano-Frankiwsk wird Wärme bereits an Krankenhäuser und die Geburtsklinik geliefert, Kindergärten werden schrittweise angeschlossen; Bürgermeister Ruslan Martsinkiw teilte mit, dass der Start in Wohngebäuden für den 1.–2. November geplant ist — vorläufig unter Berücksichtigung der Systembereitschaft und des Wetters. In Kropywnyzkyj füllen Kommunaldienste die Wärmenetze mit Wasser, die Wirtschaft ist nach Angaben des Stadtrats auf den Saisonstart vorbereitet; mit Wärme in den Häusern wird Ende Oktober oder Anfang November gerechnet.

Risiken der Saison: Stromausfälle, Sicherheit und Wiederaufbau

Ein gemeinsames Merkmal der diesjährigen Vorbereitung ist der Fokus auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stromausfällen: Kommunal- und Energieanlagen werden mit Generatoren und Blockheizkraftwerken ausgestattet, und in einer Reihe von Regionen wird der Anteil an alternativer Erzeugung erhöht. Gleichzeitig zeigt sich anhand der Daten aus Kiew und Saporischschja, dass der tatsächliche Zeitpunkt der Wärmelieferung an Wohngebäude zunehmend nicht nur vom Wetter, sondern auch vom Zustand der Energieinfrastruktur nach Beschuss abhängt. Die lokalen Behörden betonen, dass sich vorläufige Termine je nach Tempo der Wiederherstellungsarbeiten und der tatsächlichen Bereitschaft der Wärmenetze verschieben können.