Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete ein Dekret zur Verleihung des Titels „Held der Ukraine' an Oberst Walentin Korentschnik mit dem Rufnamen „Imker' (Pschelowyd). Die Auszeichnung wurde posthum verliehen. Der Pilot fiel am 27. April 2024 bei der Erfüllung einer Kampfaufgabe. Die offizielle Bekanntgabe der Auszeichnung veröffentlichte das Kommando der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine.
Der legendäre Pilot und der „Geist von Kiew'
Walentin Korentschnik war Kommandeur einer Staffel der 40. Brigade der taktischen Luftfahrt, die unter dem Namen „Geist von Kiew' bekannt wurde. Von den ersten Stunden des umfassenden Einmarschs an war er mitten in den Geschehnissen und nahm an der Schlacht um die Hauptstadt teil. In den ersten Kriegstagen führte der Pilot fünf Kampfeinsätze durch, um Angriffe des Gegners abzuwehren.
Einer der eindrucksvollsten Episoden seiner Dienstzeit war ein Gefecht, in dem Korentschnik einen russischen Sturzkampfbomber Su-25 vor den Toren Kiews zum Absturz brachte. Der Pilot erreichte dies ausschließlich durch virtuoses Manövrieren, ohne eine einzige Patrone zu verbrauchen. Dieser Vorfall ging als Beispiel für höchste Professionalität und Kaltblütigkeit in die Geschichte ein.
Technologischer Durchbruch und Diplomatie
Oberst Korentschnik war einer der Pioniere bei der Einführung westlicher Waffen. Er war der Erste, der im Kampf die französischen AASM-250 HAMMER-Raketen einsetzte. Darüber hinaus setzte er sich aktiv für den Umstieg der ukrainischen Luftwaffe auf westliche Flugzeuge ein, insbesondere auf F-16-Kampfjets.
Seine Rolle ging über rein militärische Aufgaben hinaus: Korentschnik vertrat die Interessen der Ukraine bei Treffen mit Delegationen aus Frankreich, Polen und Japan und fungierte als Bindeglied zwischen der ukrainischen Luftwaffe und westlichen Partnern.
Der Mensch hinter dem Titel
Neben seinem Dienst engagierte sich Walentin Korentschnik in wichtiger gesellschaftlicher Arbeit. Er hielt „Mutstunden' für Schüler ab, unterstützte die Familien gefallener und verwundeter Soldaten. Mit seiner direkten Beteiligung wurden in Kiew Museumsausstellungen zur Geschichte der Luftfahrt organisiert, und das berühmte Wandbild „Geist von Kiew' auf dem Podil entstand.
Walentin Korentschnik fiel am 27. April 2024. Witwe und drei Kinder des Piloten müssen ohne Vater und Ehemann leben, der ein Beispiel für Selbstopferung hinterlassen hat.
Neue Namen in der Liste der Helden
Der Tod Korentschniks war ein weiterer tragischer Verlust für die ukrainische Luftfahrt. Bereits im März war im Osten der Ukraine der Kommandeur der 39. Brigade der taktischen Luftfahrt, Held der Ukraine Alexander Dowgatsch, gefallen, der hunderte erfolgreiche Kampfeinsätze auf dem Konto hatte.
In diesem Krieg erhielt erstmals auch eine Frau den Titel „Held der Ukraine': Die Maschinengewehrschützin der Nationalgarde, Alexandra Dawydenko mit dem Rufnamen „Wyrwa', wurde die erste in der Geschichte dieser Truppengattung, die die höchste Auszeichnung erhielt.
Mittlerweile hat die Werchowna Rada ein separates Abschiedszeremoniell für Soldaten verabschiedet, die vom Gericht für verstorben erklärt wurden. Diese Entscheidung zielt darauf ab, dass jeder Beschützer, unabhängig von den Umständen, einen eigenen Ort der Erinnerung und eine würdige Verabschiedung hat.